Dänemarkreise mit dem Camper an der Nordseeküste mit Dünen, Leuchtturm, Meer und Sonnenuntergang

Dänemark mit dem Camper – meine Reise ans Meer

Als ich im August mit mei­nem Cam­per Rich­tung Nor­den auf­brach, hat­te ich vor allem einen Wunsch: ans Meer.

Ich woll­te die Nord­see sehen, am Strand ent­lang­lau­fen, Son­nen­un­ter­gän­ge erle­ben und mich ein Stück weit trei­ben las­sen. Natür­lich hat­te ich vor­her über­legt, wel­che Orte ich ger­ne sehen wür­de. Aber einen fes­ten Rei­se­plan, bei dem schon jeder Tag und jeder Über­nach­tungs­platz fest­stand, woll­te ich ganz bewusst nicht.

Und so wur­de aus mei­ner Rei­se durch Däne­mark etwas ganz ande­res als eine Lis­te von Sehens­wür­dig­kei­ten, die man nach­ein­an­der abhakt.

Ich stand mit den Füßen im Wat­ten­meer, fuhr immer wei­ter an der Nord­see­küs­te ent­lang, ent­deck­te wil­de Dünen­land­schaf­ten und blü­hen­de Hei­de, Leucht­tür­me und Fischer­or­te. Ich stand ganz oben in Däne­mark, wo zwei Mee­re auf­ein­an­der­tref­fen, begeg­ne­te Wikin­gern und Köni­gen in Jel­ling und reis­te beim Egt­ved-Mäd­chen plötz­lich mehr als 3.000 Jah­re zurück in die Bronzezeit.

Und natür­lich begeg­ne­ten mir unter­wegs immer wie­der Pflanzen.

Am Ende saß ich sogar auf einem Quad mit­ten in einer Sanddornplantage.

Es waren knapp drei Wochen vol­ler ganz unter­schied­li­cher Erleb­nis­se – und wenn ich heu­te auf mei­ne Rei­se zurück­bli­cke, stau­ne ich selbst ein biss­chen dar­über, wie viel hin­ein­ge­passt hat.

Mei­ne Däne­markrei­se mit dem Cam­per führ­te mich in knapp drei Wochen von Ribe an die Nord­see­küs­te und immer wei­ter Rich­tung Nor­den bis nach Ska­gen. Von dort ging es über Aar­hus, Jel­ling und Egt­ved wie­der nach Süden und zum Abschluss auf die Nord­see­insel Rømø. Unter­wegs lagen Wat­ten­meer, Leucht­tür­me, Dünen, Fischer­or­te, Natio­nal­park Thy und vie­le unge­plan­te Entdeckungen.

Inhal­te

Meine Route durch Dänemark

Illustrierte Karte meiner Dänemarkreise mit dem Camper mit Route entlang der Westküste bis Skagen und über Aarhus, Jelling, Egtved und Rømø
Mei­ne Däne­markrei­se mit dem Cam­per: von der Nord­see­küs­te bis ganz hin­auf nach Ska­gen und über Aar­hus, Jel­ling und Egt­ved zurück nach Rømø.

Mei­ne Rei­se führ­te mich zunächst über Bad Hers­feld nach Flens­burg und von dort über die Gren­ze nach Ribe. Nach mei­ner Begeg­nung mit dem Wat­ten­meer ging es über Esbjerg an die West­küs­te und von dort Stück für Stück Rich­tung Nor­den – immer wie­der mit dem Meer in Sichtweite.

Spä­ter führ­te mich mein Weg von Ska­gen wie­der nach Süden. Und plötz­lich ging es nicht mehr nur um Meer, Dünen und Leucht­tür­me, son­dern um Städ­te, Wikin­ger, Bron­ze­zeit und Sand­dorn, bevor ich auf Rømø ein letz­tes Mal an die Nord­see zurückkehrte.

Aber von vorne.

Bad Hersfeld – wenn schon die Anreise zur Reise wird

Eigent­lich war Bad Hers­feld nur als Zwi­schen­stopp auf dem lan­gen Weg Rich­tung Nor­den gedacht. Doch genau hier begann etwas, das mich wäh­rend der nächs­ten Wochen immer wie­der beglei­ten soll­te: Aus einem geplan­ten Zwi­schen­stopp wur­de plötz­lich eine Entdeckung.

Ich begeg­ne­te Kon­rad Duden und Kon­rad Zuse, stand vor der gewal­ti­gen Stifts­rui­ne und ent­deck­te am Eich­hof einen Arz­nei­pflan­zen­gar­ten. Natür­lich konn­te ich dar­an nicht ein­fach vorbeifahren.

Schon bevor ich über­haupt Däne­mark erreicht hat­te, war ich also mit­ten­drin in mei­ner Art zu rei­sen: anhal­ten, schau­en, neu­gie­rig wer­den und manch­mal ein­fach einem unge­plan­ten Weg folgen.

→ Wei­ter­le­sen: Bad Hersfeld …

Flensburg und Glücksburg – das Meer ist endlich da

In Flens­burg war es dann end­lich so weit: Meer.

Mit dem Fahr­rad ging es an der För­de ent­lang und mein Weg führ­te mich zur Mari­ne­schu­le Mür­wik. Dort erleb­te ich sogar ein Bene­fiz­kon­zert des Mari­ne­mu­sik­korps Kiel. Und weil ich nun schon ein­mal dort war, mach­te ich noch einen Abste­cher zum Was­ser­schloss Glücksburg.

Däne­mark hat­te ich noch immer nicht erreicht. Aber die­ses Gefühl von Nor­den, Was­ser und Wei­te war längst da.

→ Wei­ter­le­sen: Flens­burg …
→ Wei­ter­le­sen: Schloss Glücksburg …

Ribe – jetzt bin ich wirklich in Dänemark

Dann ging es über die Grenze.

Mei­ne ers­te län­ge­re Sta­ti­on in Däne­mark war Ribe. Von mei­nem Stell­platz an der Kam­merslu­sen erkun­de­te ich die alte Stadt mit ihren Gas­sen und Hin­ter­hö­fen, dem Dom und all den Geschich­ten, die hier an jeder Ecke zu fin­den sind.

Aber eigent­lich war ich wegen etwas ande­rem hier.

Ich woll­te ins Watt.

→ Wei­ter­le­sen: Ribe …

Mit den Füßen im dänischen Wattenmeer

Ich woll­te die­se Land­schaft nicht nur vom Deich aus anschau­en. Ich woll­te hinein.

Also nahm ich an einer geführ­ten Watt­wan­de­rung teil und lern­te eine Welt ken­nen, die auf den ers­ten Blick bei­na­he leer aus­sieht und bei genaue­rem Hin­se­hen vol­ler Leben steckt.

Ebbe und Flut bestim­men hier den Rhyth­mus. Pflan­zen müs­sen mit Salz zurecht­kom­men, Tie­re mit stän­dig wech­seln­den Bedin­gun­gen und zwei­mal täg­lich ver­än­dert das Was­ser die Landschaft.

→ Wei­ter­le­sen: Mein Erleb­nis im däni­schen Wattenmeer …

Esbjerg – Menschen am Meer und Pflanzen im Sand

Nach dem Wat­ten­meer führ­te mich mei­ne Rei­se wei­ter nach Esbjerg.

Und natür­lich schau­te ich dort nicht nur auf die bekann­ten rie­si­gen wei­ßen Figu­ren „Der Mensch am Meer“. Auch der Strand und die Pflan­zen, die mit die­sen beson­de­ren Bedin­gun­gen aus Wind, Sand und Salz zurecht­kom­men, zogen mich wie­der an.

So wur­de auch Esbjerg zu einer Mischung aus Sehens­wür­dig­keit, Meer und Wild­pflan­zen – eigent­lich ziem­lich typisch für mei­ne Reise.

→ Wei­ter­le­sen: Esbjerg …

Dänemarks Westküste mit dem Camper

Von nun an wur­de die Nord­see zum roten Faden mei­ner Reise.

Je wei­ter ich an der West­küs­te ent­lang­fuhr, des­to mehr bekam mei­ne Rei­se das Gesicht, nach dem ich mich gesehnt hat­te: Dünen, Hei­de, Wind, Sand und immer wie­der das Meer.

Manch­mal waren es gar nicht die ein­zel­nen Sehens­wür­dig­kei­ten, die mich am meis­ten beein­druck­ten. Es war die­se Land­schaft selbst.

→ Wei­ter­le­sen: Däne­marks Westküste …

Lyngvig Fyr – zwischen Nordsee und Fjord

Einer mei­ner nächs­ten Stopps war der Lyng­vig Fyr.

Schon sei­ne Lage fand ich beson­ders: Auf die­sem schma­len Land­strei­fen zwi­schen Nord­see und Ring­kø­bing Fjord erhebt sich der wei­ße Leucht­turm über die Dünen.

Und natür­lich woll­te ich hinauf.

Von oben bekam ich einen ganz ande­ren Blick auf die Land­schaft, durch die ich nun schon seit Tagen unter­wegs war: auf der einen Sei­te das Meer, auf der ande­ren der Fjord und dazwi­schen die­ses schma­le Stück Dänemark.

→ Wei­ter­le­sen: Lyng­vig Fyr – zwi­schen Nord­see und Fjord

Søndervig – 1001 Nacht aus Sand

In Søn­der­vig war­te­te eine völ­lig ande­re Welt auf mich.

Plötz­lich stan­den vor mir Paläs­te, Figu­ren und gan­ze Geschich­ten – geschaf­fen aus nichts ande­rem als Sand.

Das The­ma der Sand­skulp­tu­ren war in die­sem Jahr 1001 Nacht, und je län­ger ich zwi­schen den rie­si­gen Kunst­wer­ken hin­durch­ging, des­to mehr Details ent­deck­te ich.

→ Wei­ter­le­sen: Sand­skulp­tu­ren in Søn­der­vig – 1001 Nacht aus Sand

Thyborøn – Schneckenhaus, Bunker und Hafen

Thy­borøn zeig­te mir wie­der eine ganz ande­re Sei­te der Westküste.

Da war das unglaub­li­che Sneg­le­hu­set, des­sen Fas­sa­de mit Muscheln und Schne­cken­häu­sern über­sät ist. Dazu kamen Hafen, Meer und die Bun­ker, die bis heu­te von einer sehr viel dunk­le­ren Zeit an die­ser Küs­te erzählen.

→ Wei­ter­le­sen: Thy­borøn ent­de­cken – Sneg­le­hu­set, Bun­ker und Hafen

Nationalpark Thy – Lodbjerg Fyr, knorrige Eichen und Meer

Je wei­ter ich nach Nor­den kam, des­to wil­der wur­de die Landschaft.

Im Natio­nal­park Thy begeg­ne­ten mir Dünen, Hei­de, Wind und Meer – aber auch etwas, womit ich dort über­haupt nicht gerech­net hat­te: knor­ri­ge Eichen.

Ich besuch­te den Lodbjerg Fyr und war vor allem eines: draußen.

Lau­fen, schau­en, Pflan­zen ent­de­cken und immer wie­der hin­aus aufs Meer sehen.

→ Wei­ter­le­sen: Natio­nal­park Thy – Lodbjerg Fyr, knor­ri­ge Eichen und Meer

Nørre Vorupør – angekommen in Cold Hawaii

Dann kam Nør­re Vorupør.

Hier lagen die Fischer­boo­te direkt auf dem Strand. Gleich­zei­tig tru­gen Men­schen ihre Surf­bret­ter durch die Dünen und drau­ßen tanz­ten Kitesur­fer über die Wellen.

Cold Hawaii.

Der Name hat­te mich vor­her neu­gie­rig gemacht. Vor Ort ver­stand ich plötz­lich, war­um die­ser Küs­ten­ab­schnitt so heißt.

→ Wei­ter­le­sen: Nør­re Vor­upør – ange­kom­men in Cold Hawaii

Von Nørre Vorupør bis Løkken – immer am Meer entlang

Jetzt führ­te mich mei­ne Rei­se wei­ter Rich­tung Norden.

Klit­møl­ler, Lild Strand, klei­ne Kir­chen, Fischer­boo­te, Dünen – und natür­lich immer wie­der Pflan­zen am Wegesrand.

Sand­dorn leuch­te­te oran­ge zwi­schen silb­ri­gen Blät­tern, Hei­de färb­te die Land­schaft und irgend­wann stand ich in Løk­ken mit dem Cam­per tat­säch­lich direkt auf dem Strand.

→ Wei­ter­le­sen: Von Nør­re Vor­upør bis Løk­ken – immer am Meer entlang

Und irgend­wo auf die­sen Tagen an der West­küs­te merk­te ich noch etwas.

Sobald am Abend die Son­ne Rich­tung Meer sank, blie­ben die Men­schen ste­hen. Han­dys wur­den gezückt, Gesprä­che ver­stumm­ten und für ein paar Minu­ten schau­ten alle in die­sel­be Richtung.

War­um eigentlich?

Aus die­ser Beob­ach­tung ent­stand mit­ten auf mei­ner Rei­se ein ganz ande­rer Artikel:

→ War­um fas­zi­nie­ren uns Son­nen­un­ter­gän­ge so sehr?

Rubjerg Knude Fyr – ein Leuchtturm in den Dünen

Auf die­sen Ort hat­te ich mich beson­ders gefreut.

Der Rub­jerg Knu­de Fyr steht mit­ten in einer gewal­ti­gen Dünen­land­schaft. Wind, Sand und Meer ver­än­dern die­sen Küs­ten­ab­schnitt ständig.

Ich lief durch den Sand hin­auf und stand schließ­lich vor die­sem wei­ßen Turm – an einem Ort, an dem man beson­ders deut­lich spürt, dass Land­schaft nie­mals wirk­lich stillsteht.

→ Wei­ter­le­sen: Rub­jerg Knu­de Fyr – der Leucht­turm in den Dünen

Råbjerg Mile und die versandete Kirche

Noch mehr Sand erwar­te­te mich auf mei­nem Weg Rich­tung Skagen.

Die Råb­jerg Mile zeig­te mir noch ein­mal ein­drucks­voll, wel­che Kraft Wind und Sand ent­wi­ckeln können.

Und bei der ver­san­de­ten Kir­che wird die­se Geschich­te auf ganz ande­re Wei­se sicht­bar. Von der eins­ti­gen Kir­che steht heu­te nur noch der Turm – der Rest muss­te dem Sand irgend­wann auf­ge­ge­ben werden.

→ Wei­ter­le­sen: Råb­jerg Mile und die ver­san­de­te Kirche

Skagen und Grenen – ganz oben in Dänemark

Und dann war ich tat­säch­lich ganz oben angekommen.

Ska­gen. Gre­nen. Der äußers­te Nor­den Dänemarks.

Wochen­lang hat­te mich die Küs­te nach Nor­den beglei­tet und nun stand ich an ihrer Spitze.

Bis hier­her war ich mit mei­nem Cam­per gefahren.

→ Wei­ter­le­sen: Ska­gen und Gre­nen – ganz oben in Dänemark

Aarhus – vom Dachgarten bis zum Dom

Nach all den Tagen mit Dünen, Strand und klei­nen Küs­ten­or­ten war Aar­hus ein ziem­li­cher Kontrast.

Plötz­lich wie­der Stadt.

Ich schau­te von oben über die Dächer, besuch­te den Dom, ent­deck­te Dokk1 und natür­lich durf­te auch das ARoS mit sei­nem Regen­bo­gen über der Stadt nicht fehlen.

Danach wuss­te ich aller­dings auch wie­der ziem­lich genau: Jetzt darf es ger­ne wie­der etwas ruhi­ger werden.

→ Wei­ter­le­sen: Aar­hus – vom Dach­gar­ten bis zum Dom

Jelling – Dänemarks Geburtsstunde

Jel­ling war einer die­ser Orte, deren Bedeu­tung mir erst vor Ort wirk­lich bewusst wurde.

Runen­stei­ne. Grab­hü­gel. Kir­che. Die ehe­ma­li­ge Pali­sa­de und eine gewal­ti­ge Schiffssetzung.

Hier begeg­ne­te ich Gorm dem Alten und Harald Blau­zahn – und damit einer Zeit, in der ent­schei­den­de Kapi­tel der däni­schen Geschich­te geschrie­ben wurden.

→ Wei­ter­le­sen: Jel­ling – Däne­marks Geburtsstunde

Das Egtved-Mädchen – Reise in die Bronzezeit

Doch es ging noch viel wei­ter zurück.

Beim Egt­ved-Mäd­chen ver­ließ ich gedank­lich sogar die Wikin­ger­zeit und lan­de­te mit­ten in der Bronzezeit.

Und aus­ge­rech­net eine klei­ne Schaf­gar­ben­blü­te stell­te für mich plötz­lich eine Ver­bin­dung über Jahr­tau­sen­de her.

Eine Pflan­ze, die ich heu­te auf mei­nen Wild­pflan­zen­gän­gen zei­ge, lag vor mehr als 3.000 Jah­ren bei die­sem jun­gen Mäd­chen im Grab.

→ Wei­ter­le­sen: Das Egt­ved-Mäd­chen – Rei­se in die Bronzezeit

Sanddorn in Dänemark – und plötzlich sitze ich auf einem Quad

Sand­dorn war mir wäh­rend mei­ner Rei­se immer wie­der begegnet.

Also woll­te ich wis­sen: Wie sieht es eigent­lich aus, wenn Sand­dorn ange­baut und geern­tet wird?

Ich fand einen Sand­dorn­be­trieb und dach­te zunächst, ich wür­de dort ein biss­chen schau­en und viel­leicht etwas kaufen.

Statt­des­sen saß ich kur­ze Zeit spä­ter auf einem Quad und fuhr mit­ten durch die Plantage.

→ Wei­ter­le­sen: Sand­dorn in Däne­mark – zu Besuch auf einem Hof

Rømø Drachenfestival – Wind, Wetter und ein Himmel voller Drachen

Mei­ne letz­te Sta­ti­on in Däne­mark war Rømø.

Und dort war­te­te zum Abschluss noch ein­mal etwas völ­lig ande­res auf mich: das Dra­chen­fes­ti­val am rie­si­gen Strand von Lakolk.

Der Him­mel war vol­ler rie­si­ger bun­ter Figu­ren. Wind und Wet­ter bestimm­ten das Gesche­hen, und als ich am Abend noch ein­mal über die Dünen ging, hat­te sich der Strand bereits deut­lich geleert.

Der geplan­te Nacht­flug fiel dem Wet­ter weit­ge­hend zum Opfer.

Dafür bekam ich etwas ande­res geschenkt:

einen wun­der­schö­nen Sonnenuntergang.

Ich stand noch ein­mal am Meer und schau­te hinaus.

Am nächs­ten Mor­gen wür­de ich nach Hau­se fahren.

→ Wei­ter­le­sen: Rømø Dra­chen­fes­ti­val – Wind, Wet­ter und ein Him­mel vol­ler Drachen

Häufige Fragen zu meiner Dänemarkreise mit dem Camper

Wie lange war ich mit dem Camper in Dänemark unterwegs?

Mei­ne Däne­markrei­se dau­er­te knapp drei Wochen. In die­ser Zeit führ­te mich mein Weg von Ribe an die däni­sche West­küs­te und immer wei­ter Rich­tung Nor­den bis nach Ska­gen. Anschlie­ßend ging es über Aar­hus, Jel­ling und Egt­ved wie­der nach Süden und zum Abschluss auf die Nord­see­insel Rømø.

Welche Route bin ich mit dem Camper durch Dänemark gefahren?

Nach Ribe und dem däni­schen Wat­ten­meer ging es für mich über Esbjerg an die West­küs­te. Von dort fuhr ich über Lyng­vig Fyr, Søn­der­vig und Thy­borøn wei­ter in den Natio­nal­park Thy. Über Nør­re Vor­upør, Løk­ken, Rub­jerg Knu­de und Råb­jerg Mile erreich­te ich schließ­lich Ska­gen und Gre­nen ganz im Nor­den Däne­marks. Auf dem Rück­weg lagen Aar­hus, Jel­ling, Egt­ved und ein Sand­dorn­hof auf mei­ner Stre­cke, bevor ich mei­ne Rei­se auf Rømø beendete.

Was waren meine schönsten Stationen in Dänemark?

Das kann ich gar nicht auf einen ein­zi­gen Ort redu­zie­ren. Beson­ders in Erin­ne­rung geblie­ben sind mir das Wat­ten­meer, die wil­de Land­schaft im Natio­nal­park Thy, die Eichen, die Dünen und Leucht­tür­me an der West­küs­te, natür­lich Lok­ken – direkt auf den Strand fah­ren und kei­ne 10 Meter vom Cam­per ent­fernt ins Meer hüp­fen – groß­ar­tig. Gre­nen ganz im Nor­den und die Begeg­nung mit der Geschich­te in Jel­ling und beim Egt­ved-Mäd­chen. Und natür­lich all die klei­nen unge­plan­ten Ent­de­ckun­gen unter­wegs – bis hin zu mei­ner Fahrt mit dem Quad durch eine Sand­dorn­plan­ta­ge, hui – war das eine Freu­de für mich.

Lohnt sich Dänemarks Westküste mit dem Camper?

Für mich auf jeden Fall. Gera­de mit dem Cam­per konn­te ich die West­küs­te wun­der­bar Stück für Stück ent­de­cken. Dünen, brei­te Strän­de, Leucht­tür­me, Fischer­or­te und die Nord­see beglei­te­ten mich über vie­le Tage. Beson­ders schön fand ich, dass ich immer wie­der spon­tan anhal­ten, einen Ort genau­er anschau­en oder ein­fach noch ein Stück am Meer ent­lang­lau­fen konn­te. Ich gebe zu für uns Deut­sche ist Däne­mark teu­rer, aber man darf auch oft kos­ten­los ste­hen und wenn man nur Grund­nah­rungs­mit­tel ein­kauft, geht das sehr gut. 

Kann man mit dem Camper direkt an den Strand fahren?

An eini­gen Orten an der däni­schen West­küs­te ist das tat­säch­lich mög­lich. Beson­ders ein­drück­lich habe ich das in Løk­ken und spä­ter auf Rømø erlebt. Dort gehö­ren Autos und Cam­per auf bestimm­ten Strand­ab­schnit­ten ganz selbst­ver­ständ­lich zum Bild. Trotz­dem soll­te man vor Ort immer auf die aktu­el­len Regeln, den Unter­grund und natür­lich auf Wet­ter und Was­ser ach­ten. In Lok­ken war mei­ner Erkennt­nis jedoch der ein­zigs­te Strand, wo man auch nachts blei­ben durf­te. An allen ande­ren Plät­zen nur tagsüber. 


Was von meiner Dänemarkreise bleibt

Wenn ich heu­te auf die­se Rei­se zurück­bli­cke, sind es erstaun­li­cher­wei­se gar nicht unbe­dingt die gro­ßen Sehens­wür­dig­kei­ten, die mir zuerst einfallen.

Es sind Bilder.

Die Füße im Watt. Fischer­boo­te im Sand. Hei­de zwi­schen den Dünen. Der Wind an den Leucht­tür­men. Eine 3.400 Jah­re alte Schaf­gar­be. Oran­ge­far­be­ner Sand­dorn. Ein Him­mel vol­ler Drachen.

Und immer wie­der das Meer.

Viel­leicht ist genau das der Grund, war­um ich so ger­ne mit dem Cam­per unter­wegs bin. Ich kann anhal­ten. Einen Weg aus­pro­bie­ren. Noch einen Tag blei­ben oder wei­ter­fah­ren. Und ich kann Din­gen fol­gen, von denen ich vor­her noch gar nicht wuss­te, dass sie mich inter­es­sie­ren würden.

Däne­mark hat mir auf die­ser Rei­se unglaub­lich vie­le unter­schied­li­che Sei­ten gezeigt.

Aber der rote Faden blieb bis zum Schluss derselbe:

drau­ßen sein, ent­de­cken und neu­gie­rig bleiben.

Mei­ne Rei­se durch Däne­mark ist zu Ende – mei­ne Ent­de­ckungs­rei­se drau­ßen in der Natur natür­lich nicht. Denn genau dar­um geht es auch bei Strah­le­Mensch: wie­der genau­er hin­zu­schau­en, die Natur vor unse­rer Haus­tür zu ent­de­cken und zu erken­nen, wie viel es dort zu fin­den gibt.

Wenn Du mich dabei wei­ter beglei­ten möch­test, fin­dest Du auf Strah­le­Mensch noch vie­le wei­te­re Geschich­ten rund um Wild­pflan­zen, Natur, Gesund­heit und mei­ne Rei­sen.

Und wenn Du selbst tie­fer in die Welt der Wild­pflan­zen ein­tau­chen möch­test, beglei­te ich Dich in mei­nem Jah­res­kurs „Mit den Wild­pflan­zen durchs Jahr“ per­sön­lich durch die Jah­res­zei­ten. Wir ler­nen gemein­sam Wild­pflan­zen sicher ken­nen, ent­de­cken, wie Du sie sam­meln kannst, und brin­gen sie mit ein­fa­chen Rezep­ten in den Alltag.

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