Nach meinem wunderbaren Besuch auf dem Sanddornhof ging meine Reise weiter Richtung Rømø. Und diesmal hatte ich einen festen Termin.
Ich wollte zum Drachenfestival auf Rømø. Das Rømø Drachenfestival findet jedes Jahr am Lakolk Strand auf der dänischen Nordseeinsel Rømø statt. Am ersten vollständigen Septemberwochenende verwandelt sich der riesige Sandstrand in einen Treffpunkt für Drachenflieger aus vielen Ländern. 2026 fand das Festival vom 4. bis 6. September statt. (Quelle: VisitDenmark – Rømø Kite Festival)
Dafür hatte ich mir bereits einen Platz auf einem Campingplatz reserviert – zum Glück, wie sich ziemlich schnell herausstellte. Schon bei meiner Ankunft war überall unglaublich viel los. Camper, Wohnmobile, Autos – und vor der Anmeldung des Campingplatzes eine ordentliche Schlange.
Laut VisitDenmark zieht das Rømø Drachenfestival inzwischen bis zu 40.000 bis 50.000 Besucher pro Tag an und gilt als größtes Drachenfestival Nordeuropas.
Irgendwann war eingecheckt, mein Platz gefunden und der Camper abgestellt. Lange hielt es mich dort allerdings nicht. Ich wollte zum Strand.
Die ersten Drachen über den Dünen
Also machte ich mich gleich auf den Weg über die Dünen. Und tatsächlich: Noch bevor ich richtig am Meer angekommen war, sah ich die ersten Drachen am Himmel.
Da waren sie.
Genau deshalb war ich hierhergekommen. Viel Zeit zum Schauen blieb mir allerdings erst einmal nicht. Der Himmel machte ziemlich schnell deutlich, wer an diesem Wochenende auf Rømø das Sagen hatte.
Es begann zu schütten. Und zwar nicht ein bisschen. Ich war innerhalb kürzester Zeit nass bis auf die Haut. Ich machte, dass ich zurück zu meinem Camper kam, und dort blieb ich dann auch. Immer wieder prasselte der Regen sturzbachartig aufs Dach, dazu stürmte es so heftig, dass ich mich nicht noch einmal hinauswagte.
Für den nächsten Tag versprach der Wetterbericht immerhin eine kleine Verbesserung. Ab ungefähr 12 Uhr sollte es „nur“ noch windig sein.
Nur windig.
Auf Rømø bekam dieser Ausdruck gerade eine ganz neue Bedeutung.

Eine Nacht wie auf einem Schiff
In der Nacht rüttelte der Sturm weiter am Camper.
Ich kannte dieses Gefühl inzwischen schon von meiner Reise: Wenn der Wind so kräftig gegen die großen Seitenflächen drückt, beginnt der ganze Camper sich zu bewegen. Es fühlte sich wieder einmal an, als würde ich auf einem Schiff schlafen, zumindest stelle ich mir das so vor.
Der Wind schüttelte mich durch die Nacht, Regen prasselte aufs Dach, und am nächsten Morgen war das Wetter noch immer nicht wirklich entschieden.
Sonne.
Regen.
Sonne.
Regen.
Nur auf eines konnte man sich verlassen:
Der Wind blieb.
Und zwar ordentlich. Trotzdem hielt es mich nicht mehr im Camper. Ich war schließlich wegen des Drachenfestes hier. Also zog ich los.
Kurze Hose, barfuß und Regenjacke
Meine Kleidung für diesen Tag war denkbar einfach. Kurze Hose. Barfuß. Darüber meine Regenjacke.
Perfekt.
Die Jacke hielt Wind und Regen ab, und um nasse Schuhe musste ich mir schon einmal keine Gedanken machen. Also wieder über die Dünen. Und tatsächlich waren Drachen am Himmel.
Herrlich, dachte ich und zapp – war ich eingeseift. (übersetzt ich war tropfnass vom Regen) Über dem Meer zogen immer wieder neue Regenschauer herein. Das Faszinierende war, dass man sie schon von Weitem sehen konnte. Wie ein grauer Vorhang kamen sie über die Nordsee auf den Strand zu.
Dann war der Regen da.
Und genauso schnell, wie der Wind ihn herangetrieben hatte, schob er ihn auch wieder weiter. Kurz darauf kam die Sonne heraus.
Und der Sturm, der einen gerade noch gemeinsam mit dem Regen ordentlich durchgepustet hatte, sorgte nun dafür, dass ich innerhalb kürzester Zeit wieder trocken war.
Also blieb ich draußen. Irgendwann hatte ich das Prinzip verstanden.
Regen kommt.
Regenjacke zu und Schutz hinter einem Camper suchen.
Durchregnen lassen.
Weiterlaufen.
Sonne kommt.
Trockenpusten lassen.
Und von vorne.

Ein Strand, dessen Dimensionen man kaum begreift
Was mich auf Rømø fast genauso beeindruckte wie die Drachen, war dieser Strand.
Er ist riesig.
Von den Dünen bis zum Wasser läuft man und läuft man – und irgendwann fragt man sich, ob das Meer eigentlich noch kommt.
Das ist keine Täuschung. Lakolk gehört zu den breitesten Sandstränden Europas. Selbst an diesem im Vergleich zum südlicher gelegenen Sønderstrand „schmaleren“ Strand können zwischen Dünen und Wasserkante etwa 900 bis 1.000 Meter liegen. Am Sønderstrand erreicht die Entfernung stellenweise sogar ungefähr drei Kilometer.
An diesem Wochenende kam noch etwas hinzu: Große Teile des Strandes waren von flachem Wasser bedeckt. Ich lief stellenweise duch knöchentiefes Wasser. Barfuß und kurze Hose war also tatsächlich die beste Entscheidung des Tages.
Und mitten in dieser unglaublichen Weite standen Autos.
Sehr viele Autos. Es war ein Who ist Who am Strand. Man entdeckte normale Autos und Camper aller Art von klein bis LKW mässig und sogar Wohnwagen – Alles war zu entdecken. Also CMT kann nicht das abbilden, was ich dort alles sehen konnte.

Mit dem Auto einfach auf den Strand
Das ist auf Rømø tatsächlich erlaubt. (Quelle: Visit Rømø & Tønder – Drachenfestival auf Rømø)
Sowohl am Lakolk Strand als auch am Sønderstrand dürfen Autos über ausgewiesene Zufahrten auf den Strand fahren. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, und man sollte durchaus darauf achten, wohin man fährt: Der Untergrund ist zwar in vielen Bereichen fest, aber eben nicht überall. Die örtliche Tourismusorganisation warnt ausdrücklich vor weichen Sandstellen.
Und davon gab es an diesem Wochenende offenbar genügend. Denn am Strand standen bereits zwei Abschlepp-Jeeps mit blinkenden Lichtern bereit. Auf dem Heck ein Hinweis in mehreren Sprachen: Wer im Sand stecken bleibt, wird kostenlos herausgezogen.
Die Männer wussten vermutlich ziemlich genau, warum sie sich dort positioniert hatten. Bei der Menge an Autos und Campern hätte ich jedenfalls darauf gewettet, dass sie an diesem Tag noch Arbeit bekommen würden.

Warum ist der Strand von Rømø eigentlich so unglaublich breit?
Wenn man dort steht, fragt man sich irgendwann, wie eine solche Landschaft überhaupt entstehen konnte.
Rømø gehört zu den dänischen Wattenmeerinseln. Die Insel besteht zu großen Teilen aus Sand, den Meer, Strömungen und Wind über lange Zeit bewegt und abgelagert haben. Und diese Landschaft ist keineswegs fertig.
Sand wird weiter transportiert, Dünen entstehen und verändern sich, Wasserflächen kommen und gehen. Die flachen Seen, durch die ich an diesem Tag watete, gehören zu diesem dynamischen Strand. Nach Hochwasser bleiben in Vertiefungen große flache Wasserflächen zurück.
Der Strand ist also nicht einfach eine riesige starre Sandfläche. Er bewegt und verändert sich. Und dann versteht man langsam auch, warum dieser Ort gerade für das Drachenfestival so außergewöhnlich geeignet ist. Platz gibt es hier wirklich genug. Und Wind offenbar auch.

Tausende Drachen über Rømø
Das Drachenfestival findet traditionell am ersten Septemberwochenende am Lakolk Strand statt.
2026 wird es bereits zum 34. Mal veranstaltet. Vom 4. bis 6. September treffen sich hier Drachenflieger und Besucher, und die offizielle Tourismusorganisation bezeichnet es als das größte internationale Drachenfestival Nordeuropas.
Tausende Drachen können dann über dem Strand stehen.
Natürlich hatte ich mir für meinen Besuch ein klein wenig anderes Wetter vorgestellt.
Wind – unbedingt.
Ohne Wind kein Drachenfest. Aber vielleicht hätte es ein paar Windstärken weniger und ein paar Liter Wasser weniger auch getan. Die Drachenflieger schienen das wesentlich gelassener zu sehen.
Sie ließen ihre Drachen einfach weiter steigen
Überall auf dem Strand wurde aufgebaut, gestartet, eingeholt, wieder gestartet.
Kleine Drachen.
Riesige Drachen.
Figuren, Tiere und Gebilde, bei denen ich teilweise erst einmal herausfinden musste, was da eigentlich über mir schwebte. Manche standen hoch oben ruhig im Wind. Andere tanzten und zerrten an ihren Leinen.
Und immer wieder kamen diese Regenschauer. Was mich dabei besonders beeindruckte: Die Menschen ließen sich davon kaum vertreiben.
Natürlich suchte auch ich zwischendurch Schutz. Dafür waren die vielen Camper am Strand ausgesprochen praktisch. Wenn es wieder einmal richtig herunterkam, stellte ich mich einfach kurz irgendwo unter.
Schauer vorbei.
Weiter ging es.
Und niemand schien sich wirklich darüber aufzuregen. Von bärtigen Männern bis kleine Mädchen waren die verschiedensten Drachensteiger dabei. Wobei ich mir vorstellen kann, dass es mehr Drachen sein könnten und es sicher einige sich nicht trauten.

Ich sah keinen einzigen schlecht gelaunten Menschen
Vielleicht ist mir das an diesem Tag am meisten aufgefallen.
Der Wind war so stark, dass man sich kaum miteinander unterhalten konnte. Er riss einem die Worte beinahe aus dem Mund.
Der Regen kam immer wieder quer über den Strand. Überall Wasser und weicher Sand. Menschen, die ihre Drachen festhalten mussten. Viele hatten sie aber auch fest verankert im Boden.
Autos, die aufpassen mussten, nicht stecken zu bleiben. Und trotzdem:
Ich sah keinen einzigen schlecht gelaunten Menschen.
Vielleicht muss man für ein Drachenfestival einfach ein bisschen anders ticken. Wer hierherkommt, möchte Wind. Und Wind gab es reichlich.
Und im Meer kämpften die Kitesurfer
Während über mir die Drachen standen, ging es draußen auf der Nordsee noch einmal ganz anders zur Sache. Dort waren die Kitesurfer unterwegs.
Das Meer war vom Sturm aufgewühlt. Wellen rollten herein, der Wind peitschte über das Wasser – und mittendrin kämpften sich die Kitesurfer durch die Nordsee.
Ich konnte lange einfach nur dastehen und zuschauen. Eigentlich geschah überall gleichzeitig etwas. Am Himmel die Drachen.
Auf dem Strand Menschen, Camper und Autos.
Im Wasser die Kitesurfer.
Über dem Meer die nächsten Regenschauer.
Und dazwischen ich, barfuß in meiner kurzen Hose und mit meiner Regenjacke, vom Wind ordentlich durchgepustet.

Wind und Meer bestimmen Rømø schon seit Jahrhunderten
Während ich dort stand, musste ich daran denken, wie sehr diese Insel schon immer vom Meer geprägt wurde. Heute kommen Menschen wegen des riesigen Strandes, der Natur und des Windes hierher. Früher bedeutete das Meer für die Bewohner von Rømø vor allem eines:
Arbeit und Lebensunterhalt.
Besonders im 17. und 18. Jahrhundert waren viele Männer der Insel als Seeleute unterwegs. Einige brachten es zu Kapitänen – den sogenannten Kommandeuren – auf großen Handels- und Walfangschiffen. Ihre Reisen führten sie weit hinaus in den Nordatlantik und in die arktischen Gewässer.
Der Walfang brachte manchen Familien auf Rømø erheblichen Wohlstand. Noch heute kann man das in der Kommandørgården im Norden der Insel sehen. Der alte Familienhof wurde im 18. Jahrhundert geprägt und bewahrt bemalte Wandpaneele, aufwendige Holzarbeiten und Wände mit holländischen Fliesen. Der Wohlstand der damaligen Bewohner kam aus Handel und Walfang.
Ein Stück dieser maritimen Geschichte steht also noch immer auf der Insel. Und das Meer, das ihnen ihren Wohlstand brachte, konnte gleichzeitig gefährlich und unberechenbar sein.
Wenn ich an meine Nacht im schwankenden Camper denke, bekam ich zumindest eine winzige Vorstellung davon, welche Kraft der Wind hier entwickeln kann.

Eine Insel, die lange nur übers Wasser erreichbar war
Heute fährt man ganz selbstverständlich über den Rømø-Damm auf die Insel.
Dabei gibt es diese feste Verbindung zum Festland noch gar nicht so lange.
Früher war Rømø tatsächlich auf Schiffs- und Fährverbindungen angewiesen. Eine Fährverbindung vom Festland ist bereits für das späte 18. Jahrhundert belegt. Später verkehrten Motorfähren, bis der Rømø-Damm 1948 eröffnet wurde.
Erst seitdem kann man die Insel jederzeit auf der Straße erreichen.
Auch politisch verlief die Geschichte dieser Region nicht geradlinig. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 gehörte Nordschleswig zu Preußen und später zum Deutschen Reich. Nach der Volksabstimmung und der Wiedervereinigung Nordschleswigs mit Dänemark kam Rømø 1920 wieder zu Dänemark.
Auch daran erinnert diese Landschaft, wenn man ein wenig genauer hinschaut.
Spuren des Zweiten Weltkriegs
Und noch eine Epoche hat ihre Spuren auf Rømø hinterlassen.
Während der deutschen Besatzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg entstanden auf der Insel zahlreiche Bunker und militärische Anlagen. Viele davon liegen heute verborgen zwischen Dünen und Wald, manche sind teilweise tief vom Sand bedeckt.
Der Sand, der die Insel ständig verändert, hat also inzwischen auch einen Teil dieser jüngeren Geschichte wieder unter sich begraben.
Man kann einige der Anlagen heute noch entdecken, andere nur im Rahmen geführter Bunkertouren betreten.
Rømø besteht eben nicht nur aus Strand.
Je länger ich durch Dänemark reise, desto mehr merke ich, wie viele Schichten sich hinter einer Landschaft verbergen können.
Und heute gehört der Wind den Drachen
Vielleicht gefällt mir gerade deshalb dieses Drachenfestival so gut.
Der Wind, der über Jahrhunderte das Leben auf der Insel mitbestimmt hat, der Sand bewegt, Dünen formt, Seefahrer hinaus aufs Meer getragen und in dieser Nacht meinen Camper durchgeschüttelt hat, bekommt an diesem Wochenende eine vollkommen andere Aufgabe.
Er trägt Drachen.
Tausende davon.
Und die Menschen kommen von überall her, um genau das zu erleben. Auch wenn sie dabei gelegentlich bis auf die Haut nass werden. Ich jedenfalls war inzwischen ziemlich gut eingespielt. Wenn der nächste graue Vorhang über dem Meer auftauchte, wusste ich:
Gleich kommt er.
Regenjacke zu.
Und zapp – eingeseift.
Ein paar Minuten später war alles wieder vorbei.
Der Wind pustete mich trocken.
Und ich schaute weiter in den Himmel.

Ein letzter Abend am Strand
Am Abend wollte ich noch einmal hinaus. Für später war der Nachtflug angekündigt. Beleuchtete Drachen sollten über dem Strand stehen, und es sollte eine Preisverleihung für besonders fantasievolle beleuchtete und selbstgebaute Drachen geben.
Also machte ich mich noch einmal auf den Weg über die Dünen. Doch schon als ich oben ankam, merkte ich, dass sich die Stimmung verändert hatte. Der Strand war deutlich leerer geworden. Viele Camper waren bereits abgereist, nur noch einzelne Drachen standen am Himmel und von dem großen Trubel des Tages war nicht mehr viel übrig.
Das Wetter hatte dem Fest an diesem Abend leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach all dem Regen und Sturm war offenbar für viele Schluss.
Ein bisschen schade fand ich das schon. Gerade auf die beleuchteten Drachen hatte ich mich gefreut. Aber dann bekam dieser Abend trotzdem noch seinen ganz eigenen Abschluss.
Abschied von Dänemark und vom Meer
Über dem Meer begann die Sonne unterzugehen.
Nach diesem wilden Tag mit Sturm, Regen, Drachen und immer wieder neuen Schauern wurde es beschaulich, obwohl der Wind einem immer noch ein Peeling durch den peitschenden Sand bescherte.
Ich blieb noch eine Weile am Strand stehen und schaute hinaus. Morgen würde es wieder nach Hause gehen. Und damit endete nicht nur mein Aufenthalt auf Rømø, sondern auch meine Reise durch Dänemark.
So viele Wochen hatte mich das Meer begleitet.
Die Nordsee, das Wattenmeer, Dünen, Leuchttürme, Küstenorte, Wind, Regen, Sonne und immer wieder dieser Blick hinaus aufs Wasser.
Nun stand ich ein letztes Mal dort. Der große Nachtflug fiel aus. Dafür schenkte mir Rømø noch einen Sonnenuntergang. Und vielleicht war das für meinen letzten Abend sogar der passendere Abschied.
Nicht spektakulär.
Nicht laut.
Einfach Meer, Himmel, Wind und dieses Wissen:
Morgen geht es nach Hause.
Und so verabschiedete ich mich von Dänemark.
Und vom Meer.
Die Natur am Wegesrand mit anderen Augen sehen
Auf dieser Reise durch Dänemark merke ich immer wieder, wie sehr Landschaft, Pflanzen und Geschichte zusammengehören. Auf Rømø sind es die Dünen, der Wind und diese weite Küstenlandschaft. Anderswo ist es eine Schafgarbe in einem bronzezeitlichen Grab oder ein Sanddornstrauch, der mit seinen orangefarbenen Beeren mitten im Wind steht.
Je mehr Pflanzen ich kenne, desto mehr entdecke ich unterwegs.
Eine Wiese ist dann nicht mehr einfach nur grün. Am Wegesrand stehen plötzlich alte Bekannte. Ich sehe, was gerade wächst, erkenne Zusammenhänge und nehme eine Landschaft viel bewusster wahr.
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Häufige Fragen zum Drachenfestival auf Rømø
Wann findet das Drachenfestival auf Rømø statt?
Das Rømø Drachenfestival findet traditionell am ersten Wochenende im September am Lakolk Strand statt. 2026 läuft das Festival vom 4. bis 6. September und wird zum 34. Mal veranstaltet.
Wo findet das Drachenfestival statt?
Das Festival findet am Lakolk Strand an der Westküste von Rømø statt. Der außergewöhnlich breite Sandstrand und die häufig guten Windverhältnisse bieten sehr viel Platz zum Drachensteigen.
Kostet das Drachenfestival Eintritt?
Der Lakolk Strand ist frei zugänglich. Das Drachenfestival findet direkt auf dem Strand statt.
Darf man mit dem Auto auf den Strand von Rømø fahren?
Ja. Am Lakolk Strand und am Sønderstrand darf man über die ausgewiesenen Zufahrten mit dem Auto auf den Strand fahren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h. Da es auch weiche Sandbereiche gibt und sich die Bedingungen durch Wasser und Gezeiten verändern können, sollte man die örtlichen Hinweise beachten.
Wie breit ist der Strand von Rømø?
Am Lakolk Strand können zwischen Dünen und Wasser etwa 900 bis 1.000 Meter liegen. Der südlich gelegene Sønderstrand ist stellenweise sogar bis zu etwa drei Kilometer breit. Damit gehören Rømøs Strände zu den breitesten Sandstränden Europas.
Seit wann ist Rømø mit dem Festland verbunden?
Der Rømø-Damm wurde 1948 eröffnet. Zuvor war die Insel über Fährverbindungen mit dem Festland verbunden.
Was hat Rømø mit Walfang zu tun?
Im 17. und 18. Jahrhundert waren zahlreiche Männer von Rømø in der Seefahrt und im Walfang tätig. Einige wurden Kapitäne beziehungsweise „Kommandeure“ auf großen Walfangschiffen. Der dadurch erworbene Wohlstand ist noch heute an historischen Höfen wie der Kommandørgården zu erkennen.
Weiterlesen – meine Reise durch Dänemark
👉 Sanddorn in Dänemark – zu Besuch auf einem Hof
Bevor ich nach Rømø kam, durfte ich einen dänischen Sanddornbauern auf seine Felder begleiten – und landete dabei zum ersten Mal in meinem Leben hinten auf einem Quad.
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👉 Jelling – auf den Spuren der Wikinger
Runensteine, Grabhügel, eine gewaltige Schiffssetzung und Harald Blauzahn – meine Reise durch die Geschichte Dänemarks führte mich zuvor nach Jelling.
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Wind und Nordsee begleiteten mich schon weiter nördlich auf meiner Fahrt entlang der dänischen Westküste.
Noch mehr Reisen und Begegnungen
Rømø war die letzte Station meiner Reise durch Dänemark – aber natürlich längst nicht die einzige. In meiner Rubrik „Reisen und Begegnungen“ findest du meine weiteren Reisegeschichten: besondere Orte, Naturerlebnisse, Geschichte, Pflanzen und die Begegnungen, die unterwegs entstanden sind.