Schloss Glücksburg wollte ich schon lange einmal sehen.
Es stand schon ewig auf meiner gedanklichen Reiseliste, aber irgendwie passte es nie. Entweder führte meine Route ganz woanders entlang oder der Abstecher war einfach zu groß.
Jetzt war ich in Flensburg – und Glücksburg plötzlich ganz nah.
Also dachte ich: Jetzt ist es soweit.
Ich hatte mir vorher schon einen kostenlosen Parkplatz herausgesucht, von dem aus ich zum Schloss laufen wollte. Auf dem Weg dorthin fuhr ich allerdings direkt am Wasserschloss vorbei – und sah gleich daneben einen Parkplatz.
Perfekt, dachte ich. Warum erst irgendwo weiter weg parken und zurücklaufen?
Also bog ich ab, stellte meinen Camper ab und ging zum Parkautomaten.
3,50 Euro für die ersten drei Stunden.
Eine kürzere Parkzeit gab es nicht.
Hm.
Ich wollte eigentlich nur eine Runde um das Schloss drehen, es mir endlich einmal aus der Nähe anschauen, ein paar Fotos machen und dann weiterfahren. Dafür brauchte ich ganz sicher keine drei Stunden.
Und irgendwie ärgerte mich das.
Also zurück zum Camper – und wieder runter vom Parkplatz.
So schnell kann ein Schlossbesuch gehen. 😄
Aber gesehen habe ich es trotzdem.
Und Schloss Glücksburg ist wirklich wunderschön. Dieses weiße Wasserschloss mit seinen Türmen, rundherum Wasser – es sieht tatsächlich ein bisschen so aus, als hätte jemand ein Bilderbuchschloss in die Landschaft gestellt.
Natürlich hätte ich die 3,50 Euro bezahlen können. Aber manchmal geht es mir ums Prinzip. Warum muss ich drei Stunden Parkzeit bezahlen, wenn ich vielleicht eine halbe Stunde bleiben möchte? Es war auch noch früh am Morgen, die erste Führung war um 11.00 Uhr – da entschied ich mich für Weiterfahren.
Also blieb es diesmal bei einem Blick von außen.
Mein Schloss Glücksburg, das schon so lange auf meiner Liste stand, habe ich endlich gesehen.
Vielleicht komme ich irgendwann noch einmal wieder und nehme mir dann wirklich Zeit dafür.
Aber für diesen Tag hieß es:
Haken dran – gesehen, für wunderschön befunden und weiter ging die Reise Richtung Dänemark.

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Eine Stadt, die mich mit ihren Geschichten, Pflanzen und besonderen Orten überrascht hat.