Reife gelbe Quitten hängen zwischen grünen Blättern am Baum in meinem Garten

Quitten verarbeiten: Meine liebsten Rezepte & Tipps aus dem eigenen Garten

Wenn im Herbst ein betö­ren­der Duft durch den Gar­ten zieht, dann weiß ich: Die Quit­ten sind reif. Die gol­de­ne Frucht beglei­tet mich schon mein gan­zes Leben. Im Gar­ten mei­nes Eltern­hau­ses stand immer ein Quit­ten­baum. Heu­te woh­ne ich weit weg von mei­nem ursprüng­li­chen Zuhau­se, aber eine Quit­te durf­te natür­lich auch in mei­nen eige­nen Gar­ten einziehen.

Ich habe mich für eine Bir­nen­quit­te ent­schie­den, weil sie lieb­li­cher ist als die Apfel­quit­te. Sie trägt jedes Jahr so reich­lich, dass ich Fami­lie, Freun­de und Nach­barn mit Quit­ten beschen­ken kann. Trotz­dem bleibt genug übrig, um in der Küche und in mei­ner klei­nen Hexen­kü­che für die Haut­pfle­ge zu expe­ri­men­tie­ren. In die­sem Arti­kel zei­ge ich Dir, wie Du Quit­ten ver­ar­bei­ten kannst, und habe alle mei­ne Quit­ten­re­zep­te an einem Ort gesammelt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ern­te­zeit: Ende Sep­tem­ber bis Okto­ber, mög­lichst vor dem ers­ten Frost
  • Reif ist die Quit­te, wenn sie satt­gelb ist, inten­siv duf­tet und sich der Flaum leicht abrei­ben lässt
  • Roh essen? Die meis­ten Sor­ten sind roh hart und herb. Erst gekocht ent­fal­ten sie ihr vol­les Aroma
  • Lage­rung: kühl, luf­tig und getrennt von ande­rem Obst. So hal­ten sie eini­ge Wochen
  • Beson­ders: Quit­ten ste­cken vol­ler Pek­tin und gelie­ren des­halb wun­der­bar, ide­al für Gelee, Mar­me­la­de und Quittenbrot

Apfelquitte oder Birnenquitte: Wo ist der Unterschied?

Die Quit­te (Cydo­nia oblon­ga) ist ein Kern­obst aus der Fami­lie der Rosen­ge­wäch­se und eng mit Apfel und Bir­ne ver­wandt. Man unter­schei­det zwei gro­ße Grup­pen, die Apfel­quit­te und die Bir­nen­quit­te. Die Unter­schie­de auf einen Blick:

Merk­malApfel­quit­teBir­nen­quit­te
Formrundläng­lich
Frucht­fleischfestwei­cher
Geschmacksehr aro­ma­tischmild, lieb­lich
Ver­ar­bei­tungauf­wen­di­gerleich­ter

Wie bereitet man Quitten vor? Flaum abreiben nicht vergessen

Bevor es an die Ver­ar­bei­tung geht, reibst Du die Quit­ten mit einem Küchen­tuch ab, bis sie glän­zen. Der fei­ne Flaum schmeckt bit­ter und gehört nicht ins Essen. Danach die Quit­te waschen, das har­te Kern­ge­häu­se her­aus­schnei­den und die Frucht klein schnei­den. Ein schar­fes, sta­bi­les Mes­ser ist dabei Gold wert, denn Quit­ten sind ganz schön hart!

Hände reiben eine gelbe Quitte mit einem Küchentuch ab, um den Flaum vor dem Verarbeiten zu entfernen
Bevor es los­geht: Den pel­zi­gen Flaum rei­be ich ein­fach mit einem Küchen­tuch ab.

Quittenrezepte: Süßes und Herzhaftes

Aus Quit­ten lässt sich so viel mehr zau­bern als nur Gelee. Hier fin­dest Du alle mei­ne Rezepte:

Glas mit selbst angesetztem Quittenlikör voller Quittenstücke, daneben ganze gelbe Quitten und Zitronenscheiben
Mein Quit­ten­li­kör darf jetzt ein paar Wochen in Ruhe durchziehen.

Quitten für die Haut

Die Quit­te ent­hält vie­le Wach­se und äthe­ri­sche Öle, die wir für unse­re Haut­pfle­ge nut­zen kön­nen. Wie das geht, zei­ge ich Dir hier:

Selbst gemachte Lippenpflegestifte mit Quitte in weißen Hülsen, daneben eine gelbe Quitte und ein Quittenblatt
Klei­ne Geschenk­idee aus dem Gar­ten: mei­ne selbst gemach­ten Quitten-Lippenpflegestifte.

Nichts wegwerfen: Quittenkerne

Auch in den Ker­nen der Quit­te steckt Erstaun­li­ches. Was es damit auf sich hat und wie Du sie nut­zen kannst, liest Du in mei­nem Arti­kel Quit­ten­ker­ne – das ver­bor­ge­ne Geheim­nis der gol­de­nen Frucht.

Und wenn Du Lust auf noch mehr Schät­ze aus der Natur hast, schau gern in mei­nen Arti­kel Wild­pflan­zen erken­nen, nut­zen und lie­ben.

Häufige Fragen rund um die Quitte

Kann man Quitten roh essen?

Die meis­ten Quit­ten­sor­ten sind roh sehr hart und herb und des­halb kaum genieß­bar. Gif­tig sind sie aber nicht. Erst durch das Kochen wer­den sie weich und ent­wi­ckeln ihr typi­sches, blu­mi­ges Aroma.

Wann sind Quitten reif?

Quit­ten wer­den meist Ende Sep­tem­ber bis Okto­ber geern­tet. Rei­fe Früch­te sind satt­gelb, duf­ten inten­siv und der Flaum lässt sich leicht abrei­ben. Vor dem ers­ten Frost soll­test Du sie ernten.

Wie kann man Quitten lagern?

Lage­re Quit­ten kühl, luf­tig und am bes­ten nur in einer Schicht. Hal­te sie von ande­rem Obst fern, denn ihr star­ker Duft kann auf Äpfel und Bir­nen über­ge­hen. So hal­ten sie sich eini­ge Wochen.

Warum gelieren Quitten so gut?

Quit­ten ent­hal­ten beson­ders viel Pek­tin. Des­halb sind sie ide­al für Gelee, Mar­me­la­de und Quit­ten­brot.

Mein Fazit

Die Quit­te ist für mich ein ech­tes Herbst­ge­schenk: duf­tend, viel­sei­tig und vol­ler Erin­ne­run­gen an mei­ne Kind­heit. Ob in der Küche oder in der Haut­pfle­ge: Pro­bier es ein­fach selbst aus! Und wenn Du ein Lieb­lings­re­zept mit Quit­ten hast, erzähl es mir gern in den Kommentaren.

Noch mehr Schätze aus Garten und Natur?

Die Quit­ten­zeit ist lei­der kurz. Doch Gar­ten und Natur hal­ten das gan­ze Jahr über Schät­ze für uns bereit. Damit Du kei­nen davon verpasst:

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