Reife gelbe Quitten mit Blättern in einem Korb auf einem Holztisch

Goldener Herbst im Glas: mein Quitten-Chutney

Quitten-Chutney selber machen: fruchtig, würzig und monatelang haltbar. Mit einfachem Rezept, Haltbarkeits-Tipps und spannenden Fakten rund um die Quitte.

Fruch­tig, wür­zig, leicht scharf, und es hält mona­te­lang im Vorratsregal

Kennst du das? Im Okto­ber lie­gen plötz­lich in den Gär­ten die­se gold­gel­ben, duf­ten­den Früch­te, und kaum jemand weiß so recht, wie man Quit­ten ver­ar­bei­ten soll. Roh sind sie stein­hart und schme­cken herb. Gekocht wer­den sie zu etwas ganz Beson­de­rem. Mein Quit­ten-Chut­ney Rezept ist der bes­te Beweis dafür: Es passt zu Käse, Wild, Ofen­ge­mü­se und Raclette, und als Geschenk aus der Küche kommt es auch immer gut an.

Vor vie­len Jah­ren, als ich end­lich mei­nen eige­nen Gar­ten hat­te, pflanz­te ich vie­les. Unter ande­rem auch einen Quit­ten­baum. Ich ken­ne Quit­ten schon aus mei­ner Kind­heit. Wir hat­ten immer einen Quit­ten­baum im Gar­ten, und so bin ich mit den Köst­lich­kei­ten aus der Quit­te auf­ge­wach­sen. Nun woh­ne ich lei­der weit weg von mei­nem ursprüng­li­chen Zuhau­se, und es ist gar nicht so leicht, Quit­ten zu bekom­men. Manch­mal gibt es sie auf dem Wochen­markt, aber dann auch zu einem ordent­li­chen Preis, und ich will doch viel aus den wun­der­vol­len Quit­ten her­stel­len. Also war ich über­glück­lich, eine eige­ne Quit­te zu haben. Ich pflanz­te mir eine Bir­nen­quit­te, sie ist etwas lieb­li­cher als die Apfel­quit­te. Sie ist mitt­ler­wei­le ein so statt­li­ches Bäum­lein gewor­den und trägt jedes Jahr eine sol­che Fül­le an Früch­ten, dass ich noch Fami­lie, Freun­de und Nach­bar­schaft damit erfreu­en kann. So ein Geschenk jedes Jahr.

Das Wich­tigs­te in Kürze

  • Mein Quit­ten-Chut­ney ist wür­zig, fruch­tig und leicht scharf, mit Ing­wer, Chi­li und Zimt.
  • Für 5–6 Glä­ser brau­che ich 1 kg Quit­ten und etwa 1,5 Stunden.
  • Schä­len ist nicht nötig. Es reicht, den Flaum gründ­lich abzureiben.
  • Heiß in ste­ri­li­sier­te Glä­ser gefüllt, hält es sich 6 bis 12 Monate.
  • Am bes­ten schmeckt es zu Käse, Wild und Raclette.

Was ist eine Quitte? Alt, geheimnisvoll und unterschätzt

Vor vie­len Jah­ren als ich end­lich mei­nen eige­nen Gar­ten hat­te, pflanz­te ich vie­les. Unter ande­rem auch einen Quit­ten­baum. Ich ken­ne Quit­ten schon aus mei­ner Kind­heit. Wir hat­ten immer einen Quit­ten­baum im Gar­ten und so bin ich mit den Köst­lich­kei­ten aus der Quit­te auf­ge­wach­sen. Nun woh­ne ich lei­der weit weg von mei­nem ursprüng­li­chen zu Hau­se und es ist gar nicht so leicht Quit­ten zu bekom­men. Manch­mal gibt es sie auf dem Wochen­markt, aber dann auch zu einem ordent­li­chen Preis und ich will doch viel aus den wun­der­vol­len Quit­ten her­stel­len. Also war ich über­glück­lich eine eige­ne Quit­te zu haben. Ich pflanz­te mir eine Bir­nen­quit­te – sie ist etwas lieb­li­cher als die Apfel­quit­te. Sie ist mitt­ler­wei­le ein so statt­li­ches Bäum­lein gewor­den und trägt jedes Jahr eine Fül­le an Früch­ten, dass ich noch Fami­lie, Freun­de und Nach­bar­schaft damit erfreu­en kann. So ein Geschenk jedes Jahr. 

Die Quit­te ist ein Kern­obst aus der Fami­lie der Rosen­ge­wäch­se und eng mit Apfel und Bir­ne ver­wandt. Bevor wir den Koch­löf­fel schwin­gen, ein paar Din­ge, die du über die Quit­te viel­leicht noch nicht wusstest:

  • Eine uralte Kul­tur­frucht: Die Quit­te (Cydo­nia oblon­ga) stammt aus dem Kau­ka­sus und West­asi­en und wird seit über 4.000 Jah­ren ange­baut.
  • Ihr Name erzählt eine Geschich­te: Er geht auf die Stadt Kydo­nia auf Kre­ta zurück. Die Grie­chen nann­ten die Frucht „meli­me­lon“ (Honig­ap­fel). Über das por­tu­gie­si­sche „mar­me­lo“ ist dar­aus unser Wort Mar­me­la­de geworden.
  • Der gol­de­ne Apfel der Lie­be: Vie­le His­to­ri­ker ver­mu­ten, dass der gol­de­ne Apfel, den Paris der Aphro­di­te über­reich­te, eigent­lich eine Quit­te war. In der Anti­ke galt sie als Sym­bol für Lie­be und Frucht­bar­keit, und Bräu­te bis­sen vor der Hoch­zeits­nacht in eine Quitte.
  • Ein natür­li­ches Gelier­mit­tel: Quit­ten ent­hal­ten beson­ders viel Pek­tin. Des­halb dicken Chut­ney, Gelee und Mus fast von allein ein.
  • Farb­wun­der beim Kochen: Gekocht färbt sich das hel­le Frucht­fleisch lang­sam rosé bis bern­stein­rot. Das kommt von den Gerb­stof­fen, die sich durch die Hit­ze umwandeln.
  • Duft statt Raum­spray: Eine ein­zi­ge rei­fe Quit­te in einer Scha­le ver­strömt tage­lang einen herr­li­chen Duft. Frü­her leg­te man sie auch in den Wäscheschrank.

Apfel­quit­te oder Birnenquitte?

Apfel­quit­teBir­nen­quit­te
Formrundläng­lich
Geschmacksehr aro­ma­tischmil­der
Frucht­fleischhär­terwei­cher, leich­ter zu schneiden
Für Chut­neygeeig­netgeeig­net

Quitten-Chutney Rezept: würzig, fruchtig und einfach

Ein Chut­ney ist eine süß-sau­re, wür­zi­ge Soße aus ein­ge­koch­tem Obst, Essig, Zucker und Gewür­zen und stammt ursprüng­lich aus der indi­schen Küche.

Für ca. 5–6 Glä­ser à 250 ml
Zube­rei­tung: ca. 30 Minu­ten + 50–60 Minu­ten Kochzeit

Zutaten

  • 1 kg Quitten
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 säu­er­li­cher Apfel (z. B. Boskoop)
  • 1 Stück Ing­wer (ca. 3 cm)
  • 1 rote Chi­li­scho­te (je nach gewünsch­ter Schärfe)
  • 80 g getrock­ne­te Cran­ber­ries oder Rosinen
  • 250 g brau­ner Rohrzucker
  • 250 ml Apfelessig
  • 150 ml Apfelsaft
  • 1 Zimt­stan­ge
  • 2 Stern­anis
  • 1 TL Senfsaat
  • 1 TL Salz
  • ½ TL gemah­le­ner Koriander

Zubereitung

  1. Quit­ten vor­be­rei­ten: Rei­be den Flaum mit einem Küchen­tuch gründ­lich ab, sonst wird das Chut­ney bit­ter. Viert­le die Quit­ten, ent­fer­ne das Kern­ge­häu­se groß­zü­gig und schnei­de das Frucht­fleisch in klei­ne Wür­fel (ca. 1 cm). Schä­len musst du sie nicht.
  2. Schnip­peln: Zwie­beln fein wür­feln, Apfel schä­len und wür­feln, Ing­wer rei­ben, Chi­li ent­ker­nen und fein hacken.
  3. Anschwit­zen: Zwie­beln in einem gro­ßen Topf mit etwas Öl gla­sig düns­ten. Senf­saat dazu­ge­ben und kurz mit­rös­ten, bis sie zu knis­tern beginnt.
  4. Alles in den Topf: Quit­ten, Apfel, Ing­wer, Chi­li, Cran­ber­ries, Zucker, Essig, Apfel­saft und alle Gewür­ze dazu­ge­ben und aufkochen.
  5. Ein­ko­chen las­sen: Bei mitt­le­rer Hit­ze offen 50–60 Minu­ten köcheln las­sen und gele­gent­lich umrüh­ren. Gegen Ende öfter rüh­ren, damit nichts ansetzt. Das Chut­ney ist fer­tig, wenn die Quit­ten weich sind, die Mas­se dick­lich ist und eine schö­ne röt­li­che Far­be hat.
  6. Abfül­len: Zimt­stan­ge und Stern­anis her­aus­neh­men. Das hei­ße Chut­ney rand­voll in ste­ri­li­sier­te Glä­ser fül­len, sofort fest ver­schlie­ßen und 5 Minu­ten auf den Deckel stellen.

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Wie mache ich Quitten-Chutney haltbar?

Mit ste­ri­li­sier­ten Glä­sern, hei­ßem Abfül­len und küh­ler Lage­rung hält mein Chut­ney 6 bis 12 Monate.

  • Glä­ser ste­ri­li­sie­ren: Beim Quit­ten ein­ko­chen ist Sau­ber­keit alles: Glä­ser und Deckel 10 Minu­ten in Was­ser aus­ko­chen oder bei 120 °C für 15 Minu­ten in den Back­ofen stellen.
  • Heiß abfül­len: Den Rand sau­ber hal­ten und sofort verschließen.
  • Rich­tig lagern: Kühl, dun­kel und tro­cken gela­gert hält sich das Chut­ney 6 bis 12 Mona­te. Essig und Zucker sor­gen für die natür­li­che Konservierung.
  • Nach dem Öff­nen: Im Kühl­schrank auf­be­wah­ren und inner­halb von etwa 4 Wochen aufbrauchen.
  • Tipp: Lass das Chut­ney 2–3 Wochen durch­zie­hen, bevor du es öff­nest. Dann haben sich die Aro­men rich­tig verbunden.

Wozu passt Quitten-Chutney?

Am liebs­ten esse ich es zu wür­zi­gem Käse, Wild und Braten.

  • zu wür­zi­gem Käse wie Berg­kä­se, Com­té, Zie­gen­kä­se oder Camembert
  • zu Wild, Ente, Schwei­ne­bra­ten oder Lamm
  • auf Raclette und Fondue
  • als Top­ping für Ofen-Camem­bert oder Flammkuchen
  • auf dem Käse­brot oder im herbst­li­chen Sandwich
  • als selbst gemach­tes Geschenk mit hüb­schem Eti­kett und Schleife

Häufige Fragen zum Quitten-Chutney

Muss man Quitten für Chutney schälen?

Nein. Es reicht, den Flaum gründ­lich mit einem Küchen­tuch abzu­rei­ben. Die Scha­le ent­hält viel Aro­ma und Pek­tin und macht das Chut­ney schön sämig.

Kann man Quitten roh essen?

Die meis­ten Sor­ten sind roh sehr hart, sau­er und herb. Erst durch das Kochen ent­fal­ten Quit­ten ihr vol­les, blu­mi­ges Aro­ma. Die Ker­ne soll­test du nicht zer­klei­nern oder mitessen.

Kann ich Quitten-Chutney verschenken?

Ja, sehr ger­ne sogar. Mit einem hüb­schen Eti­kett und einer Schlei­fe ist es eines mei­ner liebs­ten Geschen­ke aus der Küche.

Kann ich weniger Zucker nehmen?

Ja, du kannst die Zucker­men­ge etwas redu­zie­ren. Zucker und Essig sor­gen aller­dings für die Halt­bar­keit. Mit weni­ger Zucker lagerst du das Chut­ney bes­ser im Kühl­schrank und isst es schnel­ler auf.

Wann ist Quitten-Saison?

Quit­ten wer­den von Ende Sep­tem­ber bis Novem­ber geern­tet. Reif sind sie, wenn die Scha­le leuch­tend gelb ist und die Früch­te inten­siv duften.

Mein Fazit

Die Quit­te braucht ein biss­chen Geduld. Wer ein­mal Quit­ten ver­ar­bei­tet hat, war­tet danach jedes Jahr sehn­süch­tig auf den Okto­ber und auf den gol­de­nen Herbst im Glas. Noch Quit­ten übrig? Dann pro­bier mein Quit­ten-Mus oder mei­nen Quit­ten-Honig. Pro­bier es aus und erzähl mir in den Kom­men­ta­ren, wozu du dein Quit­ten-Chut­ney am liebs­ten isst!

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