Selbstgemachtes Quittenkonfekt mit Schokolade, Zuckerperlen und Puderzucker

Quittenbrot selber machen: mein Quittenkonfekt mit Mandeln und Galgant

Quitten duften so wunderbar und dieses Jahr gab es so viele, dass man nach Herzenslust jedes Rezept ausprobieren konnte. Hier habe ich Euch nochmal eines, welches ich Euch vorstellen möchte.

Liebst Du die­se herr­li­chen gel­ben Früch­te auch so sehr?

Was ich so wun­der­bar fin­de: Quit­ten kom­men erst dran, wenn die sons­ti­ge Ern­te­zeit eigent­lich vor­bei ist. Man kann sich ihnen in aller Ruhe zuwen­den und so vie­le Din­ge aus ihnen zau­bern. In guten Quit­ten­jah­ren habe ich jede Men­ge davon, und eini­ge Sachen habe ich auch für Dich auf­be­rei­tet. Alle mei­ne Rezep­te fin­dest Du in mei­nem Arti­kel Quit­ten ver­ar­bei­ten.

Für die Weih­nachts­zeit möch­te ich Dir mein liebs­tes Rezept für Quit­ten­brot vor­stel­len, das ich zu Quit­ten­kon­fekt wei­ter­ver­ar­bei­te. Es ist mit Man­deln und Gal­gant, dem Hil­de­gard-von-Bin­gen-Gewürz, und hat eine sehr weih­nacht­li­che Note.

Du kannst die Gewür­ze natür­lich auch weg­las­sen und Dir mit der glei­chen Vor­ge­hens­wei­se ein lecke­res Quit­ten-Leder zubereiten.

Das Wich­tigs­te in Kürze

  • Quit­ten­brot ist ein­ge­koch­te und getrock­ne­te Quit­ten­mas­se, die in Stü­cke geschnit­ten wird.
  • Mein Rezept bekommt mit Man­deln, Vanil­le und Gal­gant eine weih­nacht­li­che Note.
  • Im Ther­mo­mix köchelt die Mas­se 60 Minu­ten, im Topf dau­ert es rund 1,5 Stunden.
  • Getrock­net wird im Dörr­ge­rät oder im Back­ofen bei ca. 60 °C, bis die Mas­se gum­mi­ar­tig ist.
  • Mit Kuver­tü­re, Puder­zu­cker oder Deko wird dar­aus Quittenkonfekt.

Was ist Quittenbrot?

Quit­ten­brot ist eine ein­ge­koch­te, getrock­ne­te Mas­se aus Quit­ten und Zucker, die man in Stü­cke schnei­det. Mit Scho­ko­la­de oder Puder­zu­cker ver­fei­nert, wird dar­aus Quit­ten­kon­fekt. Für mein Quit­ten­brot neh­me ich Quit­ten und Zucker im Ver­hält­nis 1:1.

Zutaten für mein Quittenbrot

  • 1000 g Quit­ten, ent­kernt und in Stücken
  • 1000 g Rohrohrzucker
  • 3 TL Galgant
  • 100 g gemah­le­ne Mandeln
  • 10 g Zitronensaft
  • 250 g Kuvertüre
  • 1 Vanil­le­scho­te

Wie mache ich Quittenbrot im Thermomix?

  1. Quit­ten mit einem Küchen­tuch abrei­ben, vier­teln und das Kern­ge­häu­se her­aus­schnei­den. Meist wer­den die Stü­cke dabei noch kleiner.
  2. In den Mix­topf geben und 20 bis 30 Sek. mixen (mit dem Spa­tel nachhelfen).
  3. Zucker und Vanil­le­scho­te zuge­ben und auf Stu­fe 7 vermischen.
  4. 60 Min. bei 110 °C auf Stu­fe 3 köcheln las­sen (Gar­körb­chen als Spritz­schutz draufstellen).
  5. Am Ende Man­deln, Zitro­nen­saft und Gal­gant zuge­ben und kurz auf Stu­fe 5 vermischen.

Quittenbrot ohne Thermomix: so geht’s im Topf

  1. Quit­ten mit einem Küchen­tuch abrei­ben, vier­teln und das Kern­ge­häu­se herausschneiden.
  2. Quit­ten grob kleinschneiden.
  3. In einen Topf geben.
  4. Mit Was­ser auf­fül­len, bis die Früch­te bedeckt sind.
  5. Vanil­le­scho­te auf­schlit­zen und zugeben.
  6. Ca. 45 Min. weich kochen.
  7. Absei­hen und den Saft dabei auf­fan­gen, er ist sehr lecker.
  8. Den Brei durch die Flot­te Lot­te passieren.
  9. Zucker, Gal­gant, gemah­le­ne Man­deln und Zitro­nen­saft zuge­ben und das Mus einkochen.
  10. Dabei immer rüh­ren, es spritzt auch ganz schön.
  11. Das dau­ert ca. 45 Min.

Ther­mo­mix oder Topf im Überblick:

SchrittTher­mo­mixTopf
Vor­be­rei­tenabrei­ben, vier­teln, entkernenabrei­ben, vier­teln, entkernen
Zer­klei­nern20 bis 30 Sek. mixenca. 45 Min. weich kochen, durch die Flot­te Lot­te passieren
Ein­ko­chen60 Min. / 110 °C / Stu­fe 3ca. 45 Min. unter Rühren
Koch­zeit gesamtca. 1 Stundeca. 1,5 Stunden

Wie lange muss Quittenbrot trocknen?

Je nach Feuch­tig­keit trock­net Quit­ten­brot eini­ge Stun­den bis zu einem Tag. Fer­tig ist es, wenn es eine gum­mi­ar­ti­ge Kon­sis­tenz hat. Die wei­te­re Ver­ar­bei­tung ist für bei­de Vari­an­ten wie­der gleich:

  1. Die Mas­se auf ein Blech mit Back­pa­pier oder auf die Dörr­fo­lie vom Dörr­au­to­ma­ten strei­chen (ca. 1 cm dick). Ich habe ver­schie­de­ne Dicken aus­pro­biert und sie schme­cken alle lecker. Für Kon­fekt wür­de ich es eher dicker machen.
  2. Nun nach eige­nem Bedarf trock­nen. Ich mache es im Dörr­ge­rät, es geht aber auch im Back­ofen bei ca. 60 °C mit leicht geöff­ne­ter Tür (ein­fach einen Koch­löf­fel in die Tür klemmen).
  3. Das dau­ert eini­ge Stun­den und kann auch einen Tag wer­den, je nach Feuch­tig­keit. Also gedul­dig sein.
  4. Wenn es eine gum­mi­ar­ti­ge Kon­sis­tenz hat, in klei­ne Stü­cke schneiden.
Dörr­ge­rätBack­ofen
Tem­pe­ra­turnach Anlei­tung Dei­nes Gerätsca. 60 °C
Beson­der­heitMas­se auf die Dörr­fo­lie streichenTür mit einem Koch­löf­fel leicht offen halten
Dau­ereini­ge Stun­den bis 1 Tageini­ge Stun­den bis 1 Tag

So wird aus Quittenbrot Quittenkonfekt

Jetzt kannst Du die Stü­cke nach Lust und Lau­ne weiterverarbeiten:

  • Ich habe Kuver­tü­re im Was­ser­bad schmel­zen las­sen und ein paar Stü­cke dar­in gewendet.
  • Mit Deko bestreut oder mit hel­le­rer oder dunk­le­rer Kuver­tü­re verziert.
  • Ich habe die Stü­cke in Puder­zu­cker gewälzt.
  • Ein paar habe ich ein­fach pur gelassen.

Quit­ten­kon­fekt schmeckt ein­fach herr­lich und sieht auf den Weih­nachts­tel­lern ein­fach nur gut aus. Ich bewah­re es im Kühl­schrank auf.

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Häufige Fragen zum Quittenbrot

Was ist der Unterschied zwischen Quittenbrot und Quittenkonfekt?

Quit­ten­brot ist die getrock­ne­te Quit­ten­mas­se. Quit­ten­kon­fekt mache ich dar­aus, indem ich die Stü­cke in Kuver­tü­re tau­che, in Puder­zu­cker wäl­ze oder verziere.

Wie lange muss Quittenbrot trocknen?

Eini­ge Stun­den bis zu einem Tag, je nach Feuch­tig­keit. Fer­tig ist es, wenn es eine gum­mi­ar­ti­ge Kon­sis­tenz hat.

Kann ich Quittenbrot ohne Thermomix machen?

Ja. Die Quit­ten weich kochen, durch die Flot­te Lot­te pas­sie­ren und mit dem Zucker unter Rüh­ren etwa 45 Minu­ten einkochen.

Wie bewahre ich Quittenbrot auf?

Ich bewah­re mein Quit­ten­brot im Kühl­schrank auf. Als Weih­nachts­ge­bäck kommt es dann direkt auf den Plätzchenteller.

Was ist Galgant?

Gal­gant ist ein Gewürz, das Hil­de­gard von Bin­gen sehr schätz­te. Es gibt dem Quit­ten­brot eine weih­nacht­li­che Note, Du kannst es aber auch weglassen.

Hast Du auch einen Quit­ten­baum? Dann schreib mir unten in die Kom­men­ta­re, was Du am liebs­ten aus Dei­nen Quit­ten machst. Ich freue mich auf Dei­ne Ideen!

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8 Kommentare

  1. Hal­lo Heike,
    den Zutat­en­tipp mit Gal­gant und gemah­le­nen Man­deln pro­bie­re ich ger­ne aus.
    Mein Quit­ten­kon­fekt habe ich letz­tes Jahr statt­des­sen mit Zimt und Kokos­ras­peln gemacht. Die Quit­ten­schicht war dabei nicht so dick, wie man es sonst gewöhnt ist. Anfangs kam das Mus, auf einem mit Back­pa­pier aus­ge­leg­tem Blech ver­stri­chen, für meh­re­re Stun­den in den Back­ofen bei ca. 42° C bei mit­tels Koch­löf­fel geöff­ne­ter Tür. Danach war es noch kleb­rig und ich ließ es für meh­re­re Tage an der Luft trock­nen, wobei die Quit­ten­plat­te täg­lich gewen­det wur­de. Dann schnitt ich es in klei­ne Stü­cke von ca. 4 x 5 cm. Die­se tauch­te ich in dunk­le Kuver­tü­re und wälz­te sie in Kokos­flo­cken. Nach dem Trock­nen wur­den sie schicht­wei­se in einem Glas mit wei­ter Öff­nung gela­gert. Zwi­schen jede Lage kam Back­pa­pier, damit die ein­zel­nen Stü­cke nicht anein­an­der klebten.
    Das war mein ers­ter Ver­such Anfang Okto­ber letz­ten Jah­res. Das Kon­fekt war der Hit und schnell ver­nascht, hät­te ich nicht ein Glas vol­ler Kon­fekt ‘ver­steckt’! Rich­tig lecker und voll aro­ma­tisch schmeck­te das Kon­fekt nach ca. 4–6 Wochen!
    Lei­der tra­gen die bei­den Quit­ten­bäu­me (Apfel- und Bir­nen­quit­te) im Nasch­gar­ten Imb­s­hau­sen, für den ich ehren­amt­lich arbei­te, in die­sem Jahr bei­de nicht eine ein­zi­ge Frucht. Glück­li­cher­wei­se bekam ich einen Eimer köst­lich duf­ten­der Quit­ten von einer Freun­din geschenkt. Denn auch die Ker­ne sind in der nahen­den Erkäl­tungs­zeit eine Wohltat!

    Vie­le wil­de Pflanzen-Grüße!
    Cor­ne­lia Jansch, Fach­be­ra­te­rin für Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen & Phytotherapeutin

    1. Lie­be Cor­ne­lia, ich kann das Quit­ten­mus doch sicher solan­ge im Dör­ret trock­nen bis es die rich­ti­ge Kon­sis­tenz hat. Eigent­lich woll­te ich Gelee und Mus machen aber das Kon­fekt spricht mich viel mehr an. Ich ver­ar­bei­te zum ers­ten mal Quitten.
      Lie­be Grüße
      Brigitte

  2. Lie­be Hei­ke, ich lie­be dei­ne Arbeit, dein Kon­gress war wun­der­bar, also ich bin eine rie­sen Fan von dir. 😊💞 Obwohl die­se Rezept scheint schmack­haft zu sein, ich ver­ste­he nicht, was für ein Sinn macht bei eine gekoch­te Quit­ten­mas­se über “roh­köst­lich” zu spre­chen. Es ist zwar fein ‑ich lie­be es auch 💛- aber nicht mehr leben­dig. 😉 Klar, kann man sie in Dör­rapa­rat fer­tig­ma­chen ‑geht bes­ser, als in Ofen‑, aber über Roh­kost zu spre­chen ist ziem­lich para­dox. Es ist doch schon gekocht. 🙂 Spielt kei­ne Rol­le, ob man es am 50 oder 40 Grad trock­net. (Anfangs emp­fiehlt sich sogar bei rohe Mas­sen auch 60 Grad, damit es schnel­ler trock­net statt gären. Sobald die äus­se­re Schicht tro­cken ist, klar: auf 42 zurück­stel­len, aber es gilt nur für ROHE LEBENSMITTEL.) Bei gekoch­te kann man ruhig auf 60 Grad bis Ende der Pro­zess arbeiten. 

    Freue mich wei­ter­hin auf dein Wir­ken, ich spü­re nur Dank­bar­keit, wenn ich dei­ne Bei­trä­ge lese/höre. 🥰

    1. Hal­lo lie­be Ildi­ko, da hast Du natür­lich völ­lig Recht. Das macht kei­nen Sinn – ich habe es kor­ri­giert. Dan­ke für Dei­nen Hin­weis. Das ist völ­lig rich­tig. Lie­be Grü­ße Heike

  3. Lie­be Hei­ke, auch ich bin treue Lese­rin Dei­ner Nach­rich­ten und Rezept­ideen. Mit den Quit­ten mache ich noch viel mehr! Hier 3 Rezepte:
    1. Quit­ten in Spal­ten geschnit­ten im Offen wie Schiff­chen auf­ge­reiht bra­ten. Wenn sie Far­be ange­nom­men haben, aus­küh­len las­sen und in einer Dose schich­ten und im Kühl­schrank auf­be­wah­ren. Für ein Mit­tag­essen die ent­spre­chen­de Men­ge zum Ver­ar­bei­ten her­aus­neh­men. In einem brei­ten Topf Zucker kara­me­li­sie­ren, mit But­ter ein wenig ver­fei­nern, mit ein wenig Sah­ne löschen und dar­in die gebra­te­nen Quit­ten wäl­zen. Dazu gewür­fel­ten Tofu geben, Pfef­fer, Salz und fri­sche Peter­si­lie und/oder Kori­an­der. Alles kurz und vor­sich­tig garen, ser­vie­ren. Das Ori­gi­nal­re­zept ist mit hel­lem Fleisch, aber als Vege­ta­rie­rin neh­me ich Tofu. Man kann auch ein wenig Meh­l­ein­brenn machen, falls jemand mehr Soße haben möchte.
    2. Gemü­se­pfan­ne mit Quit­ten. In einer Pfan­ne Möh­ren, Peter­si­lie­wur­zel – alles in mitt­le­ren Wür­feln geschnit­ten, grü­ne Sel­le­rie in kur­zen Stif­ten – im Oli­ven­öl kurz anbra­ten und dann mit Deckel düns­ten. Schnell die Quit­ten in gro­ßen(!) Stü­cken geschnit­ten dazu geben (sie wer­den sehr schnell gar!). Mit Salz, Pfef­fer, auch Cur­ry ist super lecker!, und unbe­dingt Kori­an­der und/oder Per­ter­si­lie wür­zen. Dazu Reis und fri­scher Salat.
    3. Roh­kost mit Quit­ten. Möh­ren, Peter­si­lie­wur­zel, Ret­tich (wei­ßer Ret­tich oder der kugel­för­mi­ge sind sehr gut dafür), evtl. noch Knol­len­sel­le­rie – grob rei­ben, Quitte(n) geputzt, ent­kernt eben­falls grob rei­ben und zum Schluss einen Apfel grob rei­ben. Wal­nuss­ker­ne gehackt und Gra­nat­ap­fel­ker­ne, Peter­si­lie fein geschnit­ten, Salz und Pfef­fer und zum Schluß Herin­ge in Strei­fen geschnit­ten dazu­ge­ben. Mit reich­lich Oli­ven­öl und evtl. ein wenig Zitro­nen­saft vor­sich­tig mischen (damit die Herin­ge nicht zur Pas­te wer­den). Natür­lich kann man den Fisch weg las­sen, aber damit ist der Salat wirk­lich super lecker!
    Alles Tie­ri­sche kann man weg las­sen. Die Quit­ten sind zwar roh nicht so leicht zu essen – man braucht star­ke Zäh­ne(!) um sie gut zu kau­en, aber gera­de roh sind sie super­ge­sund, auch weil das Vit.C durch Nicht-Erhit­zen erhal­ten bleibt. Auch wir­ken sie adstrin­gie­rend, was in Ayur­ve­da als beson­ders wich­tig ange­se­hen wird. Wir haben die letz­ten Tage Quit­ten roh geges­sen und auch gekocht als Gemü­se – und es schmeckt alles wirk­lich gut!
    Vie­le lie­be Grüße
    Stefana

    1. Lie­be Stefana,
      was für eine wun­der­ba­re Samm­lung – dan­ke, dass Du Dir die Zeit genom­men hast, all das so aus­führ­lich zu tei­len! Die Rezep­te klin­gen groß­ar­tig, beson­ders die Kom­bi­na­ti­on aus Kara­mell, Quit­ten und Tofu – das pro­bie­re ich defi­ni­tiv aus. Auch die Roh­kost­va­ri­an­te mit Quit­ten und Gra­nat­ap­fel hat was, so frisch und kraftvoll.
      Ich fin­de es schön, wie Du zeigst, dass Quit­ten weit mehr kön­nen als nur Gelee – genau das lie­be ich an sol­chen Bei­trä­gen: geleb­te Krea­ti­vi­tät aus der Küche, mit gesun­dem Sinn und viel Herz.

      Ganz lie­be Grüße
      Heike 🌿

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