Jahresrad mit den acht Jahreskreisfesten von Samhain bis Mabon und ihren Daten, vor einem Abendhimmel mit Mond

Die acht Jahreskreisfeste: Bedeutung, Daten und Bräuche im Überblick

Der Jah­res­kreis beschreibt den Weg der Son­ne durch das Jahr und den Wech­sel der Jah­res­zei­ten, die wir direkt vor unse­rer Haus­tür erle­ben. Acht Fes­te tei­len die­ses Jahr in Abschnit­te von jeweils etwa sechs bis sie­ben Wochen: die bei­den Son­nen­wen­den, die bei­den Tag­und­nacht­glei­chen und vier Fes­te dazwi­schen, die den Beginn der Jah­res­zei­ten in der alten bäu­er­li­chen Welt markierten.

Wer den Jah­res­kreis­fes­ten folgt, schaut genau­er hin, was drau­ßen gera­de geschieht. Wann kom­men die ers­ten Hasel­kätz­chen, wann blüht das Johan­nis­kraut, wann leuch­ten die Hage­but­ten? So ver­bin­det uns der Jah­res­kreis wie­der mit den Rhyth­men der Natur, mit Wachs­tum und Ern­te, mit Rück­zug und Neu­be­ginn. In die­sem Über­blick fin­dest Du alle acht Fes­te mit ihren Daten, ihrer Bedeu­tung und den Wild­pflan­zen, die zu ihrer Zeit wachsen.

Warum ich den Jahreskreis feiere

Je mehr ich mich mit Kräu­tern und mit der Natur beschäf­ti­ge, des­to mehr kom­me ich in ihre Rhyth­men hin­ein. Ich mer­ke, wann die ers­ten Blät­ter kom­men, wann alles in vol­ler Kraft steht und wann sich das Leben wie­der in die Wur­zeln zurück­zieht. Und genau die­se Rhyth­men fin­de ich in den alten Jah­res­kreis­fes­ten wie­der. Unse­re Alt­vor­de­ren haben ihre Fes­te aus der Beob­ach­tung und dem eige­nen Erle­ben her­aus gefei­ert. Sie leb­ten eng mit der Natur, und so sind, wie ich es mir vor­stel­le, auch ihre Fes­te entstanden.

Wenn Du Dich selbst wie­der mehr mit der Natur ver­bin­dest und spürst, wie ihre Rhyth­men funk­tio­nie­ren, stößt Du fast auto­ma­tisch auf die Geschich­ten die­ser alten Fes­te. Das heißt für mich nicht, in eine alte Reli­gi­on ein­zu­tau­chen. Mich fas­zi­niert viel­mehr, dass die­ses Wis­sen nichts Neu­es ist, son­dern schon lan­ge da war. Es lohnt sich, genau­er hin­zu­schau­en, wie viel Klu­ges die Men­schen vor uns schon wuss­ten und gelebt haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was: Die Jah­res­kreis­fes­te sind acht Fes­te, die den Lauf der Son­ne und den Wech­sel der Jah­res­zei­ten markieren.
  • Wel­che: vier Son­nen­fes­te (Win­ter­son­nen­wen­de, Früh­lings-Tag­und­nacht­glei­che, Som­mer­son­nen­wen­de, Herbst-Tag­und­nacht­glei­che) und vier Feu­er­fes­te dazwi­schen (Sam­hain, Imbolc, Bel­ta­ne, Lughnasadh).
  • Her­kunft: Die ein­zel­nen Fes­te haben Wur­zeln in iri­scher, kel­ti­scher, ger­ma­ni­scher und bäu­er­li­cher Über­lie­fe­rung. Das Rad mit acht Fes­ten und Namen wie Mabon, Litha oder Ost­ara ist eine moder­ne Zusam­men­stel­lung aus dem 20. Jahrhundert.
  • Rhyth­mus: Etwa alle sechs bis sie­ben Wochen folgt ein Fest. Vie­le las­sen den Jah­res­kreis mit Sam­hain am 31. Okto­ber beginnen.
  • Für Dich: Zu jedem Fest gehö­ren Pflan­zen der Zeit, mit denen Du den Jah­res­kreis drau­ßen und in Dei­ner Küche erle­ben kannst.

Was sind die Jahreskreisfeste?

Die Jah­res­kreis­fes­te sind acht Fes­te, die das Jahr nach dem Stand der Son­ne und dem Lauf der Natur glie­dern. Vier davon rich­ten sich nach der Son­ne: die Som­mer- und die Win­ter­son­nen­wen­de sowie die Tag­und­nacht­glei­chen im Früh­ling und im Herbst. Die ande­ren vier lie­gen jeweils etwa in der Mit­te dazwi­schen und wer­den oft Feu­er­fes­te genannt, weil zu ihnen tra­di­tio­nell Feu­er gehörten.

Ehr­lich betrach­tet ist der Jah­res­kreis, wie wir ihn heu­te ken­nen, kein uraltes Gesamt­sys­tem. Die vier Feu­er­fes­te Sam­hain, Imbolc, Bel­ta­ne und Lugh­na­sadh stam­men aus der iri­schen und kel­ti­schen Über­lie­fe­rung, Lugh­na­sadh etwa wur­de am 1. August als Fest des Got­tes Lugh und als Beginn der Ern­te gefei­ert (Ency­clo­paed­ia Bri­tan­ni­ca: Lug­na­sad). Die Fes­te zu den Son­nen­wen­den und Tag­und­nacht­glei­chen sind dage­gen eher ger­ma­nisch und bäu­er­lich geprägt, den­ken wir an das Jul­fest oder die Johan­nis­feu­er. Zu einem Rad mit acht gleich­ran­gi­gen Fes­ten wur­den sie erst im 20. Jahr­hun­dert zusam­men­ge­fügt, vor allem durch Gerald Gard­ner und Ross Nichols. Namen wie Mabon, Litha und Ost­ara wur­den um 1970 von dem Ame­ri­ka­ner Aidan Kel­ly ein­ge­führt (Wiki­pe­dia: Wheel of the Year).

Das nimmt den Fes­ten für mich nichts von ihrem Wert. Die Son­nen­wen­den, das ers­te Grün im Febru­ar, die Fül­le im Mai und die Ern­te im Herbst gibt es wirk­lich, und die Men­schen haben die­se Über­gän­ge schon immer bewusst erlebt. Der Jah­res­kreis ist eine schö­ne Mög­lich­keit, genau das wie­der zu tun.

Jahresrad mit den acht Jahreskreisfesten von Samhain bis Mabon und ihren Daten, vor einem Abendhimmel mit Mond
Die acht Jah­res­kreis­fes­te im Überblick

Die acht Jahreskreisfeste und ihre Daten

Die Daten der Son­nen­fes­te ver­schie­ben sich von Jahr zu Jahr um einen Tag, weil sie sich nach dem tat­säch­li­chen Son­nen­stand rich­ten. Die Feu­er­fes­te wer­den heu­te meist an fes­ten Tagen gefeiert.

FestDatumWor­um es geht
Sam­hainNacht vom 31. Okto­ber auf den 1. NovemberEnde des Som­mers, Ahnen, Rück­zug nach innen
YuleWin­ter­son­nen­wen­de um den 21. Dezemberlängs­te Nacht, Wie­der­kehr des Lichts
Imbolc1. Febru­ar, Licht­mess am 2. Februarers­tes Licht, Rei­ni­gung, Neubeginn
Ost­araFrüh­lings-Tag­und­nacht­glei­che um den 20. MärzTag und Nacht gleich lang, Erwa­chen der Natur
Bel­ta­neNacht vom 30. April auf den 1. MaiLebens­kraft, Frucht­bar­keit, Beginn der hel­len Zeit
Som­mer­son­nen­wen­de (Litha)um den 21. Junilängs­ter Tag, höchs­ter Son­nen­stand, Kräuterzeit
Lugh­na­sadh1. AugustBeginn der Getrei­de­ern­te, ers­tes Brot
MabonHerbst-Tag­und­nacht­glei­che am 22. oder 23. SeptemberDank für die Ern­te, Gleich­ge­wicht, Loslassen

Samhain: Wenn die Schleier dünn werden

Sam­hain (aus­ge­spro­chen „Sa-u-in“) wird in der Nacht vom 31. Okto­ber auf den 1. Novem­ber gefei­ert und mar­kiert im kel­ti­schen Jah­res­kreis das Ende des Som­mers. Für vie­le beginnt hier das neue Jahr, denn das Leben zieht sich zurück, damit Neu­es im Ver­bor­ge­nen kei­men kann. Es heißt, in die­ser Nacht sei­en die Schlei­er zwi­schen den Wel­ten dünn, und so ste­hen die Ahnen, das Los­las­sen und der Weg nach innen im Mit­tel­punkt. Hal­lo­ween, Aller­hei­li­gen und Aller­see­len tra­gen bis heu­te Spu­ren die­ses alten Festes.

Zum Räu­chern pas­sen in die­ser Zeit Bei­fuß, Wachol­der und Holun­der, die vie­le Men­schen seit jeher mit Schutz und Über­gang ver­bin­den. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Sam­hain: Wenn die Schlei­er dünn wer­den.

Yule: Die Wiederkehr des Lichts

Yule, alt­nor­disch jól, ist das Fest der Win­ter­son­nen­wen­de in der längs­ten Nacht des Jah­res um den 21. Dezem­ber. Belegt ist es als Mitt­win­ter­fest ger­ma­ni­scher Völ­ker, vor allem in Skan­di­na­vi­en, wo Weih­nach­ten bis heu­te „Jul“ heißt. Ab jetzt wer­den die Tage wie­der län­ger, und so steht Yule für Hoff­nung, Ver­trau­en und Neu­be­ginn. Ein paar bewusst ent­zün­de­te Ker­zen und ein stil­ler Moment der Innen­schau rei­chen schon, um die­ses Fest zu begehen.

Immer­grü­ne Pflan­zen wie Fich­te, Tan­ne, Efeu und Mis­tel gehö­ren in die­se dunk­le Zeit, zum Räu­chern eig­nen sich Fich­ten­harz, Wachol­der und Bei­fuß. Wenn Du im Som­mer vor­ge­sorgt hast, kannst Du mit dem Tee-Advents­ka­len­der aus 24 Bün­deln Som­mer­licht das gesam­mel­te Licht des Som­mers Tag für Tag in die Advents­zeit holen. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Yule: Die Wie­der­kehr des Lichts.

Die Rauhnächte zwischen den Jahren

Eng mit Yule ver­bun­den sind die zwölf Rauh­näch­te „zwi­schen den Jah­ren“, tra­di­tio­nell meist von der Nacht vom 25. auf den 26. Dezem­ber bis zur Nacht vom 5. auf den 6. Janu­ar. Der Name kommt wahr­schein­lich vom Aus­räu­chern des Hau­ses. Vie­le nut­zen die­se Zeit zum Inne­hal­ten, für eine Rück­schau und um sich auf das neue Jahr aus­zu­rich­ten. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Rauh­näch­te: Die zwölf hei­li­gen Näch­te zwi­schen den Jah­ren.

Imbolc: Das Fest des wiederkehrenden Lichts

Imbolc ist eines der vier gro­ßen Jah­res­zei­ten­fes­te der iri­schen Über­lie­fe­rung und wird tra­di­tio­nell am 1. Febru­ar gefei­ert, eng ver­bun­den mit Bri­gid, die in Irland als Göt­tin und spä­ter als Hei­li­ge ver­ehrt wird. Christ­lich ist am 2. Febru­ar Mariä Licht­mess. Die Tage wer­den jetzt spür­bar län­ger, und Imbolc steht für Rei­ni­gung und Neu­be­ginn. Dazu pas­sen alte Bräu­che wie das Rei­ni­gen von Haus und Hof, eine Haus­räu­che­rung und Kerzenlicht.

In der Natur zei­gen sich die ers­ten Früh­lings­bo­ten wie die Hasel­kätz­chen, und für mich beginnt mit Imbolc das Wild­pflan­zen­jahr. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Imbolc und Maria Licht­mess: das Fest des wie­der­keh­ren­den Lichts.

Ostara: Das Erwachen im Frühling

Ost­ara wird zur Früh­lings-Tag­und­nacht­glei­che um den 20. März gefei­ert, wenn Tag und Nacht gleich lang sind und das Licht danach die Ober­hand gewinnt. Der Name geht auf Jacob Grimm zurück, der eine ger­ma­ni­sche Früh­lings­göt­tin Ost­ara aus der angel­säch­si­schen Eost­re ablei­te­te, die der Mönch Beda erwähnt. Ob es die­se Göt­tin wirk­lich gab, ist umstrit­ten. Als Fest steht Ost­ara heu­te für Auf­bruch, Wachs­tum und das Erwa­chen der Natur, und man­che Oster­bräu­che wie das bemal­te Ei pas­sen gut dazu.

Jetzt kommt das ers­te fri­sche Grün auf den Tel­ler: Brenn­nes­sel, Löwen­zahn, Gän­se­blüm­chen und an vie­len Orten auch Bär­lauch, den Du wegen gif­ti­ger Dop­pel­gän­ger beson­ders sorg­fäl­tig bestim­men soll­test. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Ost­ara: das Fest der Früh­lings-Tag­und­nacht­glei­che und der grü­nen Fül­le.

Beltane: Das Fest der Lebenskraft

Bel­ta­ne wird heu­te meist in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai gefei­ert und begrüßt das vol­le Erwa­chen der Natur und den Beginn der hel­len Jah­res­zeit. Die­sel­be Nacht ken­nen wir als Wal­pur­gis­nacht, benannt nach der Hei­li­gen Wal­bur­ga, deren Gedenk­tag der 1. Mai ist. Zu den Bräu­chen gehö­ren Feu­er, der Tanz in den Mai, der Mai­baum und das Mai­en­sin­gen. Bel­ta­ne ist ein Fest der Lebens­kraft und der Fruchtbarkeit.

Drau­ßen kannst Du jetzt Wald­meis­ter, Gun­del­re­be und Klet­ten­lab­kraut sam­meln. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Bel­ta­ne und Wal­pur­gis­nacht: das Fest der Lebens­kraft.

Sommersonnenwende und Litha: Wenn das Licht am höchsten steht

Zur Som­mer­son­nen­wen­de am 20. oder 21. Juni erreicht die Son­ne auf der Nord­halb­ku­gel ihren höchs­ten Stand, es ist der längs­te Tag und die kür­zes­te Nacht des Jah­res. Eng damit ver­bun­den ist der Johan­nis­tag am 24. Juni, in der Nacht davor bren­nen tra­di­tio­nell die Johan­nis­feu­er. Im moder­nen Jah­res­kreis heißt die­ses Fest auch Litha, ein Name, den Beda als angel­säch­si­schen Monats­na­men über­lie­fert. Ab jetzt wer­den die Tage wie­der kür­zer, und so ist die Son­nen­wen­de eine Zeit auf der Schwel­le, zum Inne­hal­ten und Wahr­neh­men, was gewach­sen ist.

Holun­der, Lin­de, Johan­nis­kraut, Schaf­gar­be und Kamil­le ste­hen jetzt in Blü­te, und tra­di­tio­nell beginnt die Zeit, die Haus­apo­the­ke zu fül­len. Zwi­schen Sonn­wend und Johan­ni samm­le ich auch die Kräu­ter für mei­nen Tee-Advents­ka­len­der 24 Bün­del Som­mer­licht. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Die Som­mer­son­nen­wen­de: eine Zeit auf der Schwel­le. Zum Namen und zur Sym­bo­lik fin­dest Du mehr in Litha: Wenn das Licht am höchs­ten steht, und eine Anre­gung zum Fei­ern in Ein klei­nes Som­mer­son­nen­wen­de-Ritu­al für die zwei­te Jah­res­hälf­te.

Lughnasadh: Das Fest der ersten Ernte

Lugh­na­sadh, gespro­chen etwa „Lu-na-sa“, wird am 1. August gefei­ert und ist das vier­te der iri­schen Feu­er­fes­te. Es war dem Gott Lugh gewid­met und eröff­ne­te die Getrei­de­ern­te, oft mit Märk­ten, Spie­len und Zusam­men­künf­ten. In Eng­land heißt der Tag Lamm­as, nach dem Brot aus dem ers­ten Korn. Lugh­na­sadh steht für Dank­bar­keit, für die Früch­te der eige­nen Arbeit und für das ers­te Spü­ren, dass sich der Som­mer neigt.

Das Korn reift, die ers­ten Brom­bee­ren wer­den süß, und vie­le Kräu­ter tra­gen jetzt Samen. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Lugh­na­sadh: das Fest der ers­ten Ern­te und des Über­gangs in den Herbst.

Mabon: Wenn die Erde den Atem anhält

Mabon ist das Fest der Herbst-Tag­und­nacht­glei­che am 22. oder 23. Sep­tem­ber, wenn Licht und Dun­kel im Gleich­ge­wicht sind. Der Name ist eine moder­ne Prä­gung von um 1970, ein über­lie­fer­tes kel­ti­sches Fest die­ses Namens gibt es nicht. Gefei­ert wird der Dank für die Ern­te, und es ist eine gute Zeit für Rück­schau und Los­las­sen. Ein Dank­platz aus Herbst­früch­ten, Ker­zen­licht oder ein Gang in die Däm­me­rung pas­sen gut dazu.

Hage­but­ten, Holun­der­bee­ren, Äpfel, Quit­ten und Kas­ta­ni­en fül­len jetzt Kör­be und Vor­rats­glä­ser. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Mabon: Wenn die Erde den Atem anhält.

Wie kannst Du den Jahreskreis für Dich feiern?

Für die Jah­res­kreis­fes­te brauchst Du weder beson­de­re Uten­si­li­en noch fes­te Regeln. Es geht dar­um, die Über­gän­ge im Jahr bewusst wahr­zu­neh­men und Dir dafür einen Moment Zeit zu neh­men. Viel­leicht fin­dest Du in die­sen Anre­gun­gen etwas, das zu Dir passt:

  • Drau­ßen sein: Geh rund um jedes Fest bewusst hin­aus und schau, was sich seit dem letz­ten Fest ver­än­dert hat.
  • Pflan­zen der Zeit sam­meln: Hol Dir die Wild­pflan­zen der Jah­res­zeit in die Küche, als Tee, Pes­to, Gewürz oder Vor­rat, und samm­le nur, was Du sicher bestim­men kannst.
  • Ker­ze oder Feu­er: Ein bewusst ent­zün­de­tes Licht oder ein klei­nes Feu­er im Gar­ten ist bei fast allen Fes­ten ein schö­ner Mittelpunkt.
  • Räu­chern: Bei­fuß, Wachol­der oder Fich­ten­harz gehö­ren zu den tra­di­tio­nel­len Räucherpflanzen.
  • Rück­schau und Aus­blick: Schreib auf, was seit dem letz­ten Fest gewach­sen ist und was Du in den nächs­ten Wochen mit­neh­men oder los­las­sen möchtest.
  • Gemein­sam fei­ern: Lade Freun­din­nen oder Fami­lie ein, kocht mit den Pflan­zen der Zeit und erzählt Euch, was Euch bewegt.

Häufige Fragen zu den Jahreskreisfesten

Wie viele Jahreskreisfeste gibt es?

Im heu­ti­gen Jah­res­kreis gibt es acht Fes­te: Sam­hain, Yule, Imbolc, Ost­ara, Bel­ta­ne, Som­mer­son­nen­wen­de (Litha), Lugh­na­sadh und Mabon. Die Rauh­näch­te sind kein eige­nes Fest, son­dern eine beson­de­re Zeit rund um Yule und den Jahreswechsel.

Sind die Jahreskreisfeste keltisch?

Nur zum Teil. Sam­hain, Imbolc, Bel­ta­ne und Lugh­na­sadh stam­men aus der iri­schen und kel­ti­schen Über­lie­fe­rung, die Fes­te zu den Son­nen­wen­den und Tag­und­nacht­glei­chen sind eher ger­ma­nisch und bäu­er­lich geprägt. Das Rad mit acht Fes­ten ist eine moder­ne Zusam­men­stel­lung aus dem 20. Jahrhundert.

Wann beginnt der Jahreskreis?

Einen fes­ten Anfang hat ein Kreis eigent­lich nicht. Vie­le las­sen den Jah­res­kreis mit Sam­hain am 31. Okto­ber begin­nen, weil Sam­hain in der kel­ti­schen Über­lie­fe­rung als Beginn des neu­en Jah­res galt. Ande­re begin­nen mit Yule, wenn das Licht zurückkehrt.

Was ist der Unterschied zwischen Sonnenfesten und Feuerfesten?

Die vier Son­nen­fes­te rich­ten sich nach dem Son­nen­stand, also nach den Son­nen­wen­den und Tag­und­nacht­glei­chen, des­halb ver­schiebt sich ihr Datum leicht. Die vier Feu­er­fes­te lie­gen unge­fähr dazwi­schen und wer­den heu­te meist an fes­ten Tagen gefei­ert. Man­che nen­nen sie auch Mond­fes­te und fei­ern sie am nächst­ge­le­ge­nen Voll- oder Neu­mond, sicher belegt ist eine sol­che alte Berech­nung aller­dings nicht.

Muss ich spirituell sein, um die Jahreskreisfeste zu feiern?

Nein, Du kannst den Jah­res­kreis ganz boden­stän­dig erle­ben. Ein Spa­zier­gang, die Pflan­zen der Zeit in Dei­ner Küche oder ein Abend am Feu­er mit lie­ben Men­schen rei­chen völ­lig aus. Wie viel Ritu­al und Spi­ri­tua­li­tät Du dazu­nimmst, ent­schei­dest Du selbst.

Wel­ches Jah­res­kreis­fest ist Dir das liebs­te? Erzähl es mir gern in den Kommentaren.

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Ich bin Hei­ke Engel, Heil­prak­ti­ke­rin, Qigon­g­leh­re­rin, Fach­be­ra­te­rin für Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen und Pilz­coach. Hier auf Strah­le­Mensch tei­le ich mein Wis­sen über Wild­pflan­zen, Pil­ze, Natur­heil­kun­de und Qigong und beglei­te Men­schen in Kur­sen und Online-Ange­bo­ten zurück zur Natur und ein Stück näher zu sich selbst.

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