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Maria Lichtmess IMBOLC oder Brigids Tag

Heute am 2. Februar ist Maria Lichtmess - Imbolc oder auch Brigid genannt. Die Tage werden wieder länger, erfahre mehr über diesen Tag!

Der 2. Febru­ar ist im deut­schen Kalen­der der Tag Mariä Licht­mess, an dem die katho­li­sche Kir­che 40 Tage nach Weih­nach­ten das “Fest der Dar­stel­lung des Herrn” begeht. An “Mariä Licht­mess” ende­te frü­her die Weihnachtszeit.

Schon seit jeher hat man an bestimm­ten Tagen das Wet­ter beob­ach­tet, so auch an die­sem Tag und es gibt für die­sen Tag gibt es ein brei­tes Spek­trum alt­be­kann­ter Bau­ern­re­geln. Anbei eine klei­ne Kostprobe:

  • Wenn zu Licht­meß die Son­ne glost, gibt´s im Febru­ar viel Schnee und Frost
  • Licht­mess im Klee, Ostern im Schnee
  • Ist’s zu Licht­mess mild und rein, wirds ein lan­ger Win­ter sein.
  • Wenn’s an Licht­mess stürmt und schneit, ist der Früh­ling nicht mehr weit.
    Ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.
  • Gibt’s an Licht­mess Son­nen­schein, wird’s ein spä­tes Früh­jahr sein.

In der Nacht vom 1. Febru­ar auf den 2. Febru­ar wur­de auch das kel­ti­sche Lich­ter­fest IMBOLC gefei­ert. Es endet die düs­te­re Zeit und man fei­ert die Kraft­vol­le Macht des Früh­lings. Die Vögel begin­nen nun wie­der mehr zu sin­gen und es wird jeden Tag ein wenig frü­her hell und bleibt abends län­ger Tag. Das Lich­ter­fest steht in enger Ver­bin­dung zu der Licht­göt­tin Bri­gid und so wird der Tag auch Bri­gids Tag genannt. Sie gilt als Wäch­te­rin des Feu­ers und als Schutz­pa­tro­nin der Gebä­ren­den. Es wird sich erzählt, dass sich man­che sicher waren,  in die­ser Nacht Bri­gid auf einem Hirsch rei­ten gese­hen zu haben. Sie rüt­tel­te­te an den Bäu­men und weck­te die Samen, sodass die Säf­te zu flies­sen began­nen. Das Wecken des neu­en Jah­res­zy­klus beginnt an die­sem Tag. Nach alten Schrif­ten bedeu­tet Imbolc “Anle­gen der Scha­fe zum säu­gen”. In die­ser Zeit wer­den meist die ers­ten Scha­fe gebo­ren. An die­sem Tag wur­de oft Haus und Hof gerei­nigt und auch orakelt.

Auch die Römer hat­ten ein Rei­ni­gungs­fest “februa”, räu­cher­ten und zogen lär­mend durch die Stras­sen um den Win­ter zu vertreiben.

Wenn man an die alten Zei­ten zurück­denkt, waren die Zei­ten von Dezem­ber bis Febru­ar die här­tes­ten Zei­ten des Jah­res. Es war kalt und es gab nichts zu ern­ten, oft auch wenig zu essen. Die Fas­ten­zeit war oft genug nicht frei­wil­lig gewählt. Es war eine Zeit, in der es draus­sen nicht viel zu tun gab und so brach­te man im Haus alles in Ord­nung. Man repa­rier­te, und erstell­te Hand­ar­bei­ten und brach­te zu guter letzt alles in Ord­nung. Mit dem Febru­ar änder­te sich dies und dies drück­te sich auch in der Freu­de über das wie­der­keh­ren­de Licht aus. Man brach­te alles in Ord­nung und wen­de­te sei­ne Auf­merk­sam­keit wie­der mehr dem Draus­sen zu.

Wirk­lich weiss man dies aber alles nicht mehr so genau. Aber unab­hän­gig von all die­sen Din­gen ist für mich Maria Licht­mess immer ein Wen­de­punkt im Win­ter.  Mei­ne Oma sag­te immer: “an Licht­mess bei Tag ess”. Was nichts ande­res bedeu­tet, als dass man zur Ves­per­zeit man nun nicht mehr im Dun­keln sitzt. Die Son­ne hat jetzt wie­der mehr Kraft und die Tage wer­den spür­bar län­ger. Obwohl es noch dau­ert bis der Früh­ling kommt ist die dunk­le Zeit vor­bei. Es geht wie­der in die Zeit des Lichts, in die Aktivität. Man geht wie­der mehr nach draus­sen und bald freu­en wir uns an den ers­ten Frühlingsboten. 

Wo ich her­kom­me gab es immer einen Krä­mer­markt, wel­cher Licht­mess­markt genannt war und es gab in allen Wirt­schaf­ten Ham­mel und Gans­vier­tel zu essen. Die­ser Tag wur­de bewusst gefei­ert. Ich freue mich jedes Jahr über die­sen Tag. Bei uns ist heu­te sogar ein son­ni­ger Tag. Ich sit­ze mit mei­nem Com­pu­ter am Tisch und die Son­ne scheint mir mir Kraft auf den Rücken. Es ist wun­der­schön und ich spü­re auch, wie sich das auf mei­ne Lau­ne aus­wirkt. Ich bin vol­ler Taten­drang und Freu­de. Wenn man nach den Bau­ern­re­geln geht, kommt dann noch­mal ein rich­ti­ger Win­ter­ein­bruch. Wir wer­den sehen.

Lasst uns die­se Kraft nut­zen: Auf in die hel­le­ren Zeit und in die Aktivität!

Rei­nigt Euer zu Hau­se, berei­tet alles vor um in den Früh­ling zu starten.

Wie geht es Euch mit Imbolc oder Maria Lichtmess?

Was habt Ihr für eine Ver­bin­dung zu die­sem Tag?

Es inter­es­siert mich, schreibt mir ein­fach – ich lie­be Geschich­ten über alte Bräu­che und Rituale

Bis bald wie­der – Eure Heike

PS: Das Äqui­nok­ti­um (Tag und Nacht Glei­che) ist immer vom 19. bis 21. März – das so genann­te Früh­lings­äqi­nok­ti­um. An die­sem Tag sind Nacht und Tag unge­fähr gleich lang. Das Gegen­stück ist das Herbst­äqui­nok­ti­um vom 22. bis 24. September.

6 Antworten

  1. Lie­be Heike,

    ich hat­te bis­her gar kei­ne Ver­bin­dung zu die­sem Tag, aber in die­sem Jahr wer­de ich von ver­schie­de­nen Sei­ten dar­auf hingewiesen.
    Dei­ne Erläu­te­run­gen pas­sen her­vor­ra­gend dazu.
    Ich freue mich auf Dei­nen Kongress.
    Alles Lie­be für Dich und vie­len Dank.

    Lie­be Grü­ße von Ina-Elke

    1. Hal­lo lie­be Ina-Elke, das freut mich sehr, dass mei­ne Erläu­te­run­gen Dir wei­ter­ge­hol­fen haben. Es sind die alten kel­ti­schen Fei­er­ta­ge, wel­che meist durch christ­li­che Fes­te “ersetzt” wur­den. Mir sind es sehr wert­vol­le Tage, wel­che mich auf­merk­sam und bewusst durch das Jahr gehen las­sen. Man merkt nicht erst an Weih­nach­ten, dass wie­der ein Jahr vor­bei ist. Die Fei­er­ta­ge sind tief ver­wur­zelt in uns, denn sie haben mit uns und der uns umge­be­nen Natur zu tun. Ich freue mich sehr, wenn ich dazu inspi­rie­ren kann. Und ich freue mich auch so sehr auf den Kon­gress. Es macht mir soviel Freu­de die Inter­views zu füh­ren und es für Euch so leicht wie mög­lich auf­zu­be­rei­ten. Lie­be Grü­ße Heike

  2. Lie­be Heike,
    inspi­riert von Anselm Grün habe ich ges­tern ein schö­nes Ritu­al gemacht:
    Wenn Ihr wollt, könnt Ihr an die­sem Tag für Euch fol­gen­des Ritu­al machen: Zün­det eine Ker­ze an und geht mit der bren­nen­den Ker­ze durch Eure dunk­le Woh­nung. Dann könnt Ihr in jedem Zim­mer Euch über­le­gen, was Ihr dort ver­lo­ren habt: im Wohn­zim­mer viel­leicht das gute Mit­ein­an­der, leben­di­ge Gesprä­che, im Schlaf­zim­mer den guten erhol­sa­men Schlaf, im Arbeits­zim­mer die Krea­ti­vi­tät und die Dis­zi­plin, in der Küche die Gesund­heit usw. Dann geht Ihr durch die Räu­me und stellt Euch vor: Ich suche die ver­lo­re­ne Kraft, die ver­lo­re­ne Leben­dig­keit im Mit­ein­an­der, mein ver­lo­re­nes Selbst. Wenn Ihr durch alle Zim­mer gegan­gen seid, dann hal­tet in der Stil­le inne und spürt in Euch hin­ein: All das, was Ihr mit der Ker­ze gesucht habt, das ist schon in Euch: das wah­re Selbst, die ursprüng­li­che Leben­dig­keit, die inne­re Klar­heit. Und dann stellt Euch vor: Ich sel­ber mit all den Gaben, die Gott mir geschenkt hat, gehe jetzt in mei­nen All­tag, zu den Men­schen, mit denen ich lebe und arbei­te, in alle Situa­tio­nen hin­ein, die auf mich war­ten. Und ich gehe mit Chris­tus, dem wah­ren Licht, in den All­tag die­ses Jah­res hin­ein, in der Hoff­nung, dass Chris­tus mir immer wie­der neue Mög­lich­kei­ten eines gelin­gen­den Lebens und eines gelin­gen­den Mit­ein­an­ders eröffnet.
    In die­sem Sinn wün­sche ich Euch ein geseg­ne­tes Fest Mariä Licht­mess, dass Ihr Euer ver­lo­re­nes Selbst wie­der fin­det und dass Euer Leben hel­ler und kla­rer wird.
    Euer P. Anselm
    Das war sehr kraft­voll und hat gut getan 😊

  3. Ich schnitt mir vor zwei Tagen einen Apfel in Vier­tel auf. Die Ker­ne samm­le ich immer für spä­te­res Bas­teln damit. Dies­mal hat es mir die Spu­cke ver­schla­gen, wie der Ber­li­ner bei Erstau­nen zu sagen pflegt. Aus einem Kern kam ein fri­scher wei­ßer Sproß. Der woll­te wohl mit aller Macht ein Baum wer­den. Ich habe ihn in einer ganz klei­nen durch­sich­ti­gen Fla­sche bewahrt.
    Ich wer­de in den nächs­ten Tagen meh­re­re Ker­ne in einen Blu­men­topf in die Erde set­zen und einen Baum als Erin­ne­rung an den Spross­en­kern pflanzen.

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