Hirtentäschel mit Schoten im Schnee, darauf der Schriftzug Imbolc

Imbolc und Maria Lichtmess: das Fest des wiederkehrenden Lichts

Heute am 2. Februar ist Maria Lichtmess - Imbolc oder auch Brigid genannt. Die Tage werden wieder länger, erfahre mehr über diesen Tag!

Unse­re Vor­fah­ren leb­ten sehr im Ein­klang mit der Natur, und heu­te ken­nen wir acht Jah­res­kreis­fes­te. Mir sind die Fes­te schon lan­ge bekannt, denn mei­ne Oma hat oft von ihnen gespro­chen. Auch ihren Spruch „Licht­mess bei Tag ess“ zum Imbolc-Fest wer­de ich nie vergessen.

Jedes Jahr darf ich mich ein wenig mehr zu den Fes­ten hin­spü­ren und etwas über ihre Bedeu­tung und auch ihre Wir­kun­gen erfah­ren. Das Lesen dar­über und das kogni­ti­ve Ver­ste­hen ist das Eine. Aber das Füh­len und inner­li­che Begrei­fen ist noch­mal etwas ganz Anderes.

In einem Jahr habe ich die Rauh­näch­te sehr inten­siv erlebt. Nor­ma­ler­wei­se habe ich (wie gelernt) mit dem 6. Janu­ar die Rauh­näch­te been­det und bin in den All­tag gegan­gen. In jenem Jahr war mir dies nicht mög­lich. Ich kam nicht hoch. Die Ener­gie in mir war zu schwach. Ich bewer­te es nicht, son­dern spü­re dem nach. Denn ich weiß, alles hat sei­ne Bedeutung.

Ich fühl­te, dass ich noch in den Pro­zes­sen der Rauh­näch­te drin­steck­te. Kurz vor Imbolc spür­te ich dann, wie das Licht in mir zurück­kehr­te. Bis dahin war mein Blick völ­lig in mich gekehrt, und nun kam wie­der eine Neu­gier auf einen Blick nach außen. Ich hat­te das noch in kei­nem Jahr so sehr gespürt wie in die­sem. Viel­leicht geht es Dir auch so? Ich wür­de mich freu­en, wenn Du mir Dei­ne Erfah­run­gen hier in einem Kom­men­tar da lässt.

Ich freue mich jedes Jahr auf die­ses Fest. Jedes Jahr berich­te ich Dir davon und tau­che dabei noch tie­fer in sei­ne Bedeu­tung ein. Ich mer­ke, wie mein gan­zes inne­res Sys­tem sich auf die­ses Fest freut, wenn das Licht zurück­kehrt. Ein Neubeginn!

Das Wichtigste in Kürze

  • Was: Imbolc ist ein Fest aus der iri­schen Über­lie­fe­rung zum Ende des Win­ters, auch Bri­gids Tag genannt. Christ­lich wird am 2. Febru­ar Mariä Licht­mess gefeiert.
  • Wann: tra­di­tio­nell am 1. Febru­ar, Licht­mess am 2. Febru­ar, der astro­no­mi­sche Mit­tel­punkt zwi­schen Win­ter­son­nen­wen­de und Früh­lings­an­fang liegt meist um den 3. oder 4. Februar.
  • Bedeu­tung: Das Licht kehrt zurück, die Tage wer­den spür­bar län­ger. Imbolc steht für Rei­ni­gung und Neubeginn.
  • Bräu­che: Haus und Hof rei­ni­gen, Haus­räu­che­rung, Ker­zen, Bau­ern­re­geln zum Wetter.
  • Natur: Die ers­ten Früh­lings­bo­ten wie die Hasel­kätz­chen zei­gen sich, für mich beginnt das Wildpflanzenjahr.

Was ist Imbolc?

Imbolc ist eines der vier gro­ßen Jah­res­zei­ten­fes­te der iri­schen Über­lie­fe­rung und mar­kiert um den 1. Febru­ar den Über­gang vom Win­ter zum Früh­jahr. Es ist eng mit Bri­gid ver­bun­den, die in Irland als Göt­tin und spä­ter als Hei­li­ge ver­ehrt wird. Den ältes­ten schrift­li­chen Hin­weis auf ein Bri­gid-Fest am 1. Febru­ar gibt der Mönch Cogi­to­sus im spä­ten 7. Jahr­hun­dert für Kil­da­re (Quel­le: Wiki­pe­dia, Imbolc).


Wann ist Imbolc?

Imbolc wird tra­di­tio­nell am 1. Febru­ar gefei­ert, in Irland ist das der Tag der hei­li­gen Bri­gid. Vie­le fei­ern das Fest auch in der Nacht vom 1. auf den 2. Febru­ar und ver­bin­den es mit Mariä Licht­mess am 2. Febru­ar. Wer es astro­no­misch genau nimmt, fei­ert zum Mit­tel­punkt zwi­schen Win­ter­son­nen­wen­de und Früh­lings-Tag­und­nacht­glei­che, der meist auf den 3. oder 4. Febru­ar fällt (Quel­le: newgrange.com).


Die acht Jahreskreisfeste im Überblick

Bevor ich Dir mehr von Imbolc erzäh­le, möch­te ich Dir kurz alle Jah­res­kreis­fes­te im Über­blick zei­gen. Vier davon, Sam­hain, Imbolc, Bel­ta­ne und Lugh­na­sad, gehen auf die iri­sche Über­lie­fe­rung zurück. Das Rad mit acht Fes­ten, ergänzt um Son­nen­wen­den und Tag­und­nacht­glei­chen, ist in sei­ner heu­ti­gen Form deut­lich jünger.

Jahresrad mit den acht Jahreskreisfesten von Samhain bis Mabon und ihren Daten, vor einem Abendhimmel mit Mond
Die acht Jah­res­kreis­fes­te im Über­blick: Imbolc liegt Anfang Febru­ar, zusam­men mit Licht­mess am 2. Februar.

Was ist Mariä Lichtmess?

Mariä Licht­mess ist der 2. Febru­ar im christ­li­chen Kalen­der. An die­sem Tag begeht die katho­li­sche Kir­che 40 Tage nach Weih­nach­ten das Fest der Dar­stel­lung des Herrn. An Mariä Licht­mess ende­te frü­her die Weihnachtszeit.

Doch die­ses Fest ist kein Fest, wel­ches es erst seit der katho­li­schen Kir­che gibt. Schon lan­ge vor­her hat man die­se Zeit gefei­ert. Unse­re Vor­fah­ren haben dazu sehr gut die Natur und auch das Wet­ter beob­ach­tet. Sie leb­ten im Ein­klang mit der Natur. Auch an Licht­mess oder Imbolc haben sie das Wet­ter beob­ach­tet und eini­ges davon abgeleitet.


Welche Bauernregeln gibt es zu Lichtmess?

Für Licht­mess gibt es ein brei­tes Spek­trum alt­be­kann­ter Bau­ern­re­geln. Die meis­ten dre­hen sich dar­um, ob ein son­ni­ger oder ein stür­mi­scher Tag auf einen lan­gen Win­ter oder einen frü­hen Früh­ling hin­deu­tet. Hier eine klei­ne Kostprobe:

  • Wenn zu Licht­mess die Son­ne glost, gibt’s im Febru­ar viel Schnee und Frost.
  • Licht­mess im Klee, Ostern im Schnee.
  • Ist’s zu Licht­mess mild und rein, wird’s ein lan­ger Win­ter sein.
  • Wenn’s an Licht­mess stürmt und schneit, ist der Früh­ling nicht mehr weit. Ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.
  • Gibt’s an Licht­mess Son­nen­schein, wird’s ein spä­tes Früh­jahr sein.

Ich kann­te die­ses Wet­ter­be­ob­ach­ten auch noch von mei­ner Oma. Sie konn­te durch das gan­ze Jahr sagen, wie in den ein­zel­nen Mona­ten das Wet­ter wird. Men­schen gin­gen gern zu ihr, um zu fra­gen, ob es zum Bei­spiel ein guter Hoch­zeits­ter­min wäre. Sie hat­te aber auch die Fähig­keit, die Wol­ken zu lesen und zu deu­ten, und konn­te dar­aus das Wet­ter der nächs­ten Tage sehr gut vorhersehen.

Im Zeit­al­ter der Meteo­ro­lo­gen hat man die­ses Wis­sen lei­der ver­lo­ren gehen las­sen. Man hat sich auf Weni­ge ver­las­sen, frü­her konn­ten es Vie­le. Oft sit­ze ich da und schaue in den Him­mel und über­le­ge, was mei­ne Oma dort wohl gera­de sehen wür­de. Ich kann sie lei­der nicht mehr fragen.


Was bedeutet Imbolc? Brigid und das wiederkehrende Licht

Imbolc ist das Fest des wie­der­keh­ren­den Lichts. Frü­her fei­er­te man in der Nacht vom 1. auf den 2. Febru­ar die­ses Lich­ter­fest. Es endet die düs­te­re Zeit und man fei­ert die kraft­vol­le Macht des Früh­lings. Die Vögel begin­nen nun wie­der mehr zu sin­gen und es wird jeden Tag ein wenig frü­her hell und bleibt abends län­ger Tag.

Das Lich­ter­fest steht in enger Ver­bin­dung zu Bri­gid, und so wird der Tag auch Bri­gids Tag genannt. Sie gilt als Hüte­rin des Feu­ers und als Schutz­pa­tro­nin der Gebä­ren­den. Eine alte Erzäh­lung berich­tet, man­che sei­en sich sicher gewe­sen, in die­ser Nacht Bri­gid auf einem Hirsch rei­ten gese­hen zu haben. Sie rüt­tel­te an den Bäu­men und weck­te die Samen, sodass die Säf­te zu flie­ßen began­nen. Das Wecken des neu­en Jah­res­zy­klus beginnt an die­sem Tag.

Woher der Name Imbolc kommt, ist nicht ganz sicher. Häu­fig wird er auf das alt­iri­sche „i mbolc“, also „im Bauch“, zurück­ge­führt und mit den träch­ti­gen Scha­fen ver­bun­den. Eine alte Deu­tung aus dem 10. Jahr­hun­dert liest dar­in „Schaf­milch“, Sprach­for­scher hal­ten das aber eher für eine volks­tüm­li­che Erklä­rung. Pas­send ist bei­des, denn in die­ser Zeit wer­den meist die ers­ten Läm­mer geboren.


Welche Bräuche gehören zu Imbolc und Lichtmess?

An die­sem Tag wur­de oft Haus und Hof gerei­nigt und auch ora­kelt. So ist es auch für uns ein guter Ter­min für eine Haus­räu­che­rung. Wenn Du damit noch kei­ne Erfah­rung hast, fin­dest Du in mei­nem Bei­trag Räu­chern für Ein­stei­ger einen guten Anfang. Für Imbolc mag ich die­se Kräuter:

  • Sal­bei für die Reinigung
  • Bir­ke und Hasel für den kom­men­den Neubeginn

Auch die Römer kann­ten im Febru­ar ein Rei­ni­gungs­fest, die Februa, von dem der Monat sei­nen Namen hat. Dass dabei lär­mend durch die Stra­ßen gezo­gen wur­de, um den Win­ter zu ver­trei­ben, wird gern erzählt, ist aber eher Über­lie­fe­rung als gesi­cher­tes Wissen.

Wenn man an die alten Zei­ten zurück­denkt, waren die Mona­te von Dezem­ber bis Febru­ar die här­tes­ten des Jah­res. Es war kalt und es gab nichts zu ern­ten, oft auch wenig zu essen. Die Fas­ten­zeit war oft genug nicht frei­wil­lig gewählt. Drau­ßen gab es nicht viel zu tun, und so repa­rier­te man im Haus, fer­tig­te Hand­ar­bei­ten und brach­te alles in Ord­nung. Mit dem Febru­ar änder­te sich das, und es drück­te sich auch in der Freu­de über das wie­der­keh­ren­de Licht aus. Man wen­de­te sei­ne Auf­merk­sam­keit wie­der mehr dem Drau­ßen zu.

Ein wei­te­rer Brauch war, dass man den Weih­nachts­baum an Licht­mess von der Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on befrei­te und in einem Feu­er ver­brann­te. Wenn Du Dir einen Bio-Baum selbst geschla­gen hast, kann man aus dem Baum aller­dings auch aller­lei zau­bern. Wirk­lich weiß man all dies heu­te nicht mehr so genau.

Wo ich her­kom­me, gab es immer einen Krä­mer­markt, den Licht­mess­markt, und in allen Wirt­schaf­ten gab es Ham­mel und Gans­vier­tel zu essen. Die­ser Tag wur­de auch in mei­ner Kind­heit noch bewusst gefeiert.


Imbolc als Wendepunkt: Was dieser Tag für mich bedeutet

Unab­hän­gig von all die­sen Din­gen ist für mich Maria Licht­mess immer ein Wen­de­punkt im Win­ter. Die Son­ne hat jetzt wie­der mehr Kraft und die Tage wer­den spür­bar län­ger. Obwohl es noch dau­ert, bis der Früh­ling kommt, ist die dunk­le Zeit vor­bei. Es geht wie­der in die Zeit des Lichts, in die Akti­vi­tät. Man geht wie­der mehr nach drau­ßen und bald freu­en wir uns an den ers­ten Früh­lings­bo­ten wie den Hasel­kätz­chen.

In einem Jahr war bei uns an Licht­mess ein son­ni­ger Tag. Ich saß mit mei­nem Com­pu­ter am Tisch und die Son­ne schien mir mit Kraft auf den Rücken. Es war wun­der­schön und ich spür­te auch, wie sich das auf mei­ne Lau­ne aus­wirk­te. Ich war vol­ler Taten­drang und Freu­de. Seit­dem bin ich jedes Jahr gespannt, wie Licht­mess bei uns wird.

Lass uns die­se Kraft nut­zen: auf in die hel­le­re Zeit und in die Akti­vi­tät! Rei­ni­ge Dein Zuhau­se und berei­te alles vor, um in den Früh­ling zu star­ten. Wie geht es Dir mit Imbolc oder Maria Licht­mess, und was hast Du für eine Ver­bin­dung zu die­sem Tag? Es inter­es­siert mich, schreib mir ein­fach, ich lie­be Geschich­ten über alte Bräu­che und Rituale.


Imbolc und die Frauenfeste im Jahreskreis

Eine wun­der­vol­le Ergän­zung habe ich von Bar­ba­ra bekom­men. Sie ergänzt, dass die Fes­te auf dem dia­go­nal ste­hen­den Kreuz (im Bild oben) im Jahr vor allem Frau­en­fes­te sind, und jedem Fest wird eine Lebens­pha­se der Frau zugeordnet:

  • Febru­ar: das Mäd­chen (schon im Grie­chi­schen die Kore)
  • Mai: die Braut
  • August: die Mutter
  • Novem­ber: die wei­se Alte (wur­de spä­ter zur Hexe)

Zum Ver­gleich: Die Früh­lings-Tag­und­nacht­glei­che liegt jedes Jahr um den 20. März. An die­sem Tag sind Tag und Nacht unge­fähr gleich lang. Das Gegen­stück ist die Herbst-Tag­und­nacht­glei­che um den 22. oder 23. September.


Häufige Fragen zu Imbolc

Wann ist Imbolc?

Imbolc wird tra­di­tio­nell am 1. Febru­ar gefei­ert, oft auch in der Nacht vom 1. auf den 2. Febru­ar. Der astro­no­mi­sche Mit­tel­punkt zwi­schen Win­ter­son­nen­wen­de und Früh­lings­an­fang liegt meist um den 3. oder 4. Februar.

Ist Imbolc dasselbe wie Mariä Lichtmess?

Nicht ganz. Imbolc stammt aus der iri­schen Über­lie­fe­rung und ist mit Bri­gid ver­bun­den, Mariä Licht­mess am 2. Febru­ar ist das christ­li­che Fest der Dar­stel­lung des Herrn. Bei­de lie­gen fast am sel­ben Tag und fei­ern das wie­der­keh­ren­de Licht.

Was bedeutet das Wort Imbolc?

Meist wird Imbolc auf das alt­iri­sche „i mbolc“, „im Bauch“, zurück­ge­führt, gemeint sind die träch­ti­gen Scha­fe. Die Deu­tung als „Schaf­milch“ ist alt, gilt aber als volks­tüm­li­che Erklärung.

Wer ist Brigid?

Bri­gid ist eine iri­sche Göt­tin des Feu­ers, der Dicht­kunst und der Heil­kunst und zugleich eine der Schutz­hei­li­gen Irlands. Ihr Fest­tag ist der 1. Febru­ar, des­halb heißt Imbolc auch Bri­gids Tag.

Wie kann ich Imbolc feiern?

Ganz schlicht: Zün­de eine Ker­ze an, räu­me auf, mache eine Haus­räu­che­rung mit Sal­bei, Bir­ke oder Hasel und geh hin­aus, um die ers­ten Früh­lings­bo­ten zu ent­de­cken. Es braucht kein gro­ßes Ritu­al, wich­tig ist, dass es sich für Dich stim­mig anfühlt.

Wie fei­erst Du Imbolc? Erzähl es mir gern in den Kommentaren.

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Ich bin Hei­ke Engel, Heil­prak­ti­ke­rin, Qigon­g­leh­re­rin, Fach­be­ra­te­rin für Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen und Pilz­coach. Hier auf Strah­le­Mensch tei­le ich mein Wis­sen über Wild­pflan­zen, Pil­ze, Natur­heil­kun­de und Qigong und beglei­te Men­schen in Kur­sen und Online-Ange­bo­ten zurück zur Natur und ein Stück näher zu sich selbst.

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24 Kommentare

  1. Lie­be Heike,

    ich hat­te bis­her gar kei­ne Ver­bin­dung zu die­sem Tag, aber in die­sem Jahr wer­de ich von ver­schie­de­nen Sei­ten dar­auf hin­ge­wie­sen.
    Dei­ne Erläu­te­run­gen pas­sen her­vor­ra­gend dazu.
    Ich freue mich auf Dei­nen Kon­gress.
    Alles Lie­be für Dich und vie­len Dank.

    Lie­be Grü­ße von Ina-Elke

    1. Hal­lo lie­be Ina-Elke, das freut mich sehr, dass mei­ne Erläu­te­run­gen Dir wei­ter­ge­hol­fen haben. Es sind die alten kel­ti­schen Fei­er­ta­ge, wel­che meist durch christ­li­che Fes­te “ersetzt” wur­den. Mir sind es sehr wert­vol­le Tage, wel­che mich auf­merk­sam und bewusst durch das Jahr gehen las­sen. Man merkt nicht erst an Weih­nach­ten, dass wie­der ein Jahr vor­bei ist. Die Fei­er­ta­ge sind tief ver­wur­zelt in uns, denn sie haben mit uns und der uns umge­be­nen Natur zu tun. Ich freue mich sehr, wenn ich dazu inspi­rie­ren kann. Und ich freue mich auch so sehr auf den Kon­gress. Es macht mir soviel Freu­de die Inter­views zu füh­ren und es für Euch so leicht wie mög­lich auf­zu­be­rei­ten. Lie­be Grü­ße Heike

    2. Lie­be Hei­ke,
      machen denn die alten Sprü­che noch Sinn in einer Zeit, da das Wet­ter von den Men­schen gemacht wird?
      Lie­be Grü­ße von Jutta

      1. Lie­be Jut­ta – das ist eine sehr gute Fra­ge. Ich möch­te Dir gern mei­ne Gedan­ken dazu tei­len. Wir sind oft ver­lo­ren in der heu­ti­gen Zeit auf­grund all dem mit dem wir zurecht kom­men MÜSSEN – natür­lich nicht jeder, aber doch vie­le. Es ist wich­tig, zunächst wie­der die eig­nen Wur­zeln zu spü­ren und damit in sich selbst anzu­kom­men. Es ist die Basis, es sind Gesetz­mäs­sig­kei­ten, die wir­ken. Unser Sys­tem kennt sie seit tau­sen­den von Jah­ren. Wir müs­sen zunächst zu Ihnen zurück­kom­men, um dann wei­te­re Ent­schei­dun­gen und Ergän­zun­gen zu fin­den, die das wei­te­re Leben in der heu­ti­gen Zeit erfor­dert. Es ist bes­ser, dies mit Wur­zeln zu tun, wie in der Ver­wir­rung panisch nach allen Sei­ten zu agie­ren und gefühlt aber ein­fach nur ver­wir­belt zu wer­den. Es gibt Ruhe, Zuver­sicht und Erdung. Und wir leben auf Mut­ter Erde und wir gehen den Weg, der uns bestimmt ist gemein­sam mit Mut­ter Erde. Ich hof­fe, ich konn­te mich eini­ger­ma­ßen ver­ständ­lich aus­drü­cken, was ich in mir füh­le und Du kannst die Wor­te anneh­men. Lie­be Grü­ße und dan­ke für die Frage

  2. Lie­be Hei­ke,
    inspi­riert von Anselm Grün habe ich ges­tern ein schö­nes Ritu­al gemacht:
    Wenn Ihr wollt, könnt Ihr an die­sem Tag für Euch fol­gen­des Ritu­al machen: Zün­det eine Ker­ze an und geht mit der bren­nen­den Ker­ze durch Eure dunk­le Woh­nung. Dann könnt Ihr in jedem Zim­mer Euch über­le­gen, was Ihr dort ver­lo­ren habt: im Wohn­zim­mer viel­leicht das gute Mit­ein­an­der, leben­di­ge Gesprä­che, im Schlaf­zim­mer den guten erhol­sa­men Schlaf, im Arbeits­zim­mer die Krea­ti­vi­tät und die Dis­zi­plin, in der Küche die Gesund­heit usw. Dann geht Ihr durch die Räu­me und stellt Euch vor: Ich suche die ver­lo­re­ne Kraft, die ver­lo­re­ne Leben­dig­keit im Mit­ein­an­der, mein ver­lo­re­nes Selbst. Wenn Ihr durch alle Zim­mer gegan­gen seid, dann hal­tet in der Stil­le inne und spürt in Euch hin­ein: All das, was Ihr mit der Ker­ze gesucht habt, das ist schon in Euch: das wah­re Selbst, die ursprüng­li­che Leben­dig­keit, die inne­re Klar­heit. Und dann stellt Euch vor: Ich sel­ber mit all den Gaben, die Gott mir geschenkt hat, gehe jetzt in mei­nen All­tag, zu den Men­schen, mit denen ich lebe und arbei­te, in alle Situa­tio­nen hin­ein, die auf mich war­ten. Und ich gehe mit Chris­tus, dem wah­ren Licht, in den All­tag die­ses Jah­res hin­ein, in der Hoff­nung, dass Chris­tus mir immer wie­der neue Mög­lich­kei­ten eines gelin­gen­den Lebens und eines gelin­gen­den Mit­ein­an­ders eröff­net.
    In die­sem Sinn wün­sche ich Euch ein geseg­ne­tes Fest Mariä Licht­mess, dass Ihr Euer ver­lo­re­nes Selbst wie­der fin­det und dass Euer Leben hel­ler und kla­rer wird.
    Euer P. Anselm
    Das war sehr kraft­voll und hat gut getan 😊

  3. Ich schnitt mir vor zwei Tagen einen Apfel in Vier­tel auf. Die Ker­ne samm­le ich immer für spä­te­res Bas­teln damit. Dies­mal hat es mir die Spu­cke ver­schla­gen, wie der Ber­li­ner bei Erstau­nen zu sagen pflegt. Aus einem Kern kam ein fri­scher wei­ßer Sproß. Der woll­te wohl mit aller Macht ein Baum wer­den. Ich habe ihn in einer ganz klei­nen durch­sich­ti­gen Fla­sche bewahrt.
    Ich wer­de in den nächs­ten Tagen meh­re­re Ker­ne in einen Blu­men­topf in die Erde set­zen und einen Baum als Erin­ne­rung an den Spros­s­en­kern pflanzen.

  4. Lie­be Hei­ke
    Dein Emp­fin­den über die ver­län­ger­ten Rauh­näch­te in die­sem Jahr kann ich nur bestä­ti­gen. Bei mir war es so, daß ich erst nach Son­nen­auf­gang ein­schla­fen konn­te. Kein Gedan­ken­ka­ru­sell, wie es mich frü­her auch schon ein­mal nicht ein­schla­fen lies son­dern ruhi­ges im Bett lie­gen und mit Posi­ti­ons­wech­sel, Atem­übun­gen usw. aufs Ein­schla­fen hof­fen. Tags­über fiehl es mir dann schwer, die wich­tigs­ten All­tags­din­ge zu bewäl­ti­gen. Erst letz­te Nacht bin ich sofort ein­ge­schla­fen und habe 8 Stun­den lang wie­der tief und fest durch­ge­schla­fen. Welch eine Wohl­tat und mei­ne Antriebs­kraft ist auch gleich zurück­ge­kehrt, was mir mei­ne alte Hün­din mit vol­lem Elan gespie­gelt hat (oder spü­ren Tie­re auch die Rauh­näch­te?)
    Wie dem auch sei, freue ich mich schon auf IMBOLC und wer­de mich künf­tig ein wenig mehr mit den alten kel­ti­schen Jah­res­zei­ten beschäf­ti­gen
    Lie­be Grü­ße Gabi

    1. Tie­re sind sehr emp­find­lich für Ener­gien und neh­men es abso­lut wahr. Das steht für mich außer Fra­ge. Schön, dass auch bei Dir die Kräf­te nun zurück­keh­ren – alles Lie­be Heike

  5. Lie­be Hei­ke,
    Ich lese nun schon eine Wei­le dei­ne berüh­ren­den Erfah­run­gen, die du teilst. Jetzt möch­te ich mich erst ein­mal dafür bedan­ken. Es tut mir sehr gut dabei zu sein, wie du wahr­nimmst. Vie­les erle­be ich auch so und spü­re dabei Ver­bin­dung.
    Zum Imbolc Fest geht es mir ähn­lich, ich kom­me jedes Jahr ein biss­chen tie­fer ins Spü­ren. 🙂 Dan­ke!
    Ein schö­nes Ritu­al möch­te ich tei­len.
    Man kann in der Nacht vom 1. auf den 2. Febru­ar eine Decke drau­ßen auf­hän­gen, und die hei­li­ge Bri­gid, Chris­tus (oder mit wel­cher Licht­kraft man sich ver­bun­den fühlt) dar­um bit­ten die Decke zu seg­nen.
    In die­se kann man sich ein­hül­len, das gan­ze nächs­te Jahr, und sie schenkt einem Schutz, Wär­me, Trost und Licht­kraft, wann immer man des­sen bedarf.
    Herz­li­che Grü­ße Ute

  6. Ich schi­cke Dir als Dank für Dei­ne Nach­richt an mich, daß Du mich in die­se Gedan­ken­gän­ge gebracht hast, was ande­res als Geld (habe nicht die­se Geld­we­ge). Du müß­test mir nur Dei­ne pos­ta­li­sche Adres­se mitteilen.

  7. Lie­be Hei­ke,
    Imbolc ist das­je­ni­ge der Jah­res­fes­te, das mir bis­her am Ferns­ten war. Der Tag ging irgend­wie unbe­merkt an mir vor­über. Die­ses Jahr war es völ­lig anders. Es war, als ob jemand in mir einen Ener­gie­hahn auf­ge­dreht hät­te. Und mit ihm stieg die Lebens­freu­de, die Zuver­sicht und die Kraft empor. Dank Dei­nes wun­der­ba­ren Bil­des weiß ich nun, dass Bri­gid nicht nur an den Bäu­men und Samen rüt­telt und sie weckt, son­dern auch all die ver­bor­ge­nen Samen in mei­nem Inne­ren zum Leben erweckt. Ich dan­ke Dir für die­ses schö­ne Bild. Ich bin zutiefst dank­bar, dass nach Jahr­hun­der­ten des Angriffs und der bra­chia­len Unter­drü­ckung durch die Kir­che die­se Kräf­te wie­der ihren Weg ins mensch­li­che Bewusst­sein fin­den und so ver­stärkt und im Ein­klang wir­ken dür­fen.
    Vie­len Dank fürs Tei­len. Herz­li­che Grü­ße Daniela

    1. Lie­be Danie­la, mir ste­hen die Trä­nen in den Augen, da ich die Kraft und die Ener­gie durch Dei­ne Wor­te spü­ren darf, die sich in Dir regt. Dan­ke für die­se Rück­mel­dung, dass wir Vie­le sind und wir gemein­sam die­sen wun­der­vol­len Weg gehen dür­fen. Dan­ke – vie­le Grü­ße Heike

  8. Lie­ber Strah­le­mensch: Auch ich habe in die­sem Jahr die Rauh­näch­te sehr inten­siv wahr­ge­nom­men. ICH bin jetzt am 24.01.24 86 Jah­re gewor­den. vom 21.01.zum 22.01. Wech­sel nach 248 von Plu­to in Was­ser­mann! Ich hat­te zum Geburts­tag 4 wei­te­re Cou­si­nen ein­ge­la­den und konn­te denen als Fami­li­en­äl­tes­te vie­le Kriegs­fra­gen beant­wor­ten. Ich habe mich jetzt ener­ge­tisch aus die­ser Kriegs­fre­quenz befreit. ——- Aber das macht schon was mit einem—–. 02.02.1938 war mein Tauft­ag. —– Ja, 2.Febr. Maria Licht­mess, ich genie­ße es, wie sehr ich die Minu­ten schät­ze, die sich täg­lich bemerk­bar machen. ich freue mich jetzt schon auf mei­ne Gar­ten­ar­beit! Alles Lie­be euch Allen, freund­li­che Grü­ße, Margrit!

    1. Lie­be Mar­git, so eine schö­ne Rück­mel­dung – vie­len lie­ben Dank. Ich freue mich sehr, Dich wei­se Frau hier zu haben, mit Dei­ner Ener­gie und Dei­nem Sein. Du bist ein Licht­mensch, der in die­ser Ener­gie­qua­li­tät gebo­ren ist. Alles Lie­be Heike

  9. Lie­be Hei­ke ,
    mir ging es heu­er genau­so wie dir mit den Rauh­näch­ten.
    Habe auch Licht­mess viel inten­si­ver erlebt als sonst, obwohl ich schon ca 20 Jah­re Ritua­le mache.
    in der neu­en Zeit kann man die fein­stof­fi­che Äther Ener­gie – die gera­de wirk­sam ist- viel deut­li­cher spü­ren.
    Wir haben uns mit den 5 Ele­men­ten ver­bun­den nach dem sym­bo­li­schen Able­gen der alten Klei­der des alten Jah­res unse­re neu­en Zie­le mani­fes­tiert, laut und deut­lich am Feu­er­kreis. Das war sehr kraft­voll.
    Zur reli­giö­sen Bedeu­tung : nach dem alten Tes­ta­ment ( Buch Mose 3 ) war nach der Geburt eines Soh­nes eine Qua­ran­tä­ne (40 Tage Tem­pel­ver­bot) vor­ge­schrie­ben. Man führ­te die Ver­un­rei­ni­gung der Frau auf den Koitus zirück .
    Der 2. Febru­ar ist der 40./41.Tag nach der Geburt Chris­ti .Das war dann Mari­as Tem­pel­gang mit Opfe­rung.
    Gleich­zei­tig fei­ert die Kir­che die: ” Dar­stel­lung des Herrn”.
    Erst­ge­bo­re­ne Söh­ne waren Eigen­tum Got­tes. Durch ein Opfer und Wei­hung durch den Pries­ter wur­den sie aus­ge­löst. ( Kurz­fas­sung).
    LG Therese

    1. Lie­be The­re­se, Du hast es auf den Punkt gebracht. Die Ener­gie ist viel deut­li­cher zu spü­ren. Dan­ke auch für Dei­ne Ergän­zung der reli­giö­sen Bedeu­tung. Vie­len lie­ben Dank Heike

  10. Wun­der­bar, dein Arti­kel zu den kel­ti­schen Fest­ta­gen. Ich habe selbst engen Bezug dazu und feie­re die­ses Fes­te. Heu­er wer­de ich auch wie­der ein Dank­ri­tu­al durch­füh­ren und räu­chern. Alles Lie­be dir!

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