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Unser Weihnachtsbaum

Er steht jetzt in vielen Wohnzimmern und nach ein paar Tagen wird er einfach vor die Tür gestellt. Doch ein Weihnachtsbaum kann für uns noch viel mehr sein. Davon handelt dieser Beitrag.

Der Weih­nachts­baum ist in der Weih­nachts­zeit fest ver­an­kert. Zum hei­li­gen Abend wird er in den Wohn­zim­mern auf­ge­stellt und mit Ker­zen, Kugeln und Ster­nen geschmückt. Die Geschen­ke sind meist dar­un­ter zu fin­den und in sei­nem Schein wird gemein­sam musi­ziert und Lie­der gesun­gen. Doch woher stammt die­ser Brauch eigentlich?

Ursprung des Weihnachtsbaumes:

Ältes­te Zeug­nis­se kom­men aus dem 16. Jahr­hun­dert. Es ging damals um einen Gedenk­tag für Adam und Eva. In der Pro­tes­tan­ti­schen Kir­che wur­de ein Baum auf­ge­stellt, wel­cher mit Ker­zen geschmückt war. In der katho­li­schen Kir­che war dies bis zum 20. Jahr­hun­dert ver­bo­ten. Dort stand immer die Krip­pe im Vor­der­grund. Der ers­te Weih­nachts­baum soll erst 1982 durch Johan­nes Paul II auf dem Peters­platz neben dem Obe­lis­ken auf­ge­stellt wor­den sein.²Heu­te ist der Baum aus allen Kir­chen nicht mehr wegzudenken.

Doch wir kön­nen noch wei­ter zurück­ge­hen. Der Nadel­baum ist ein immer­grü­ner Baum und war auch fest in ger­ma­ni­schen und kel­ti­schen Bräu­chen ver­an­kert. Er sym­bo­li­sier­te durch  sei­ne dau­er­haf­ten grü­nen Nadeln die Frucht­bar­keit und Lebens­kraft. Man hat in jenen Zei­ten noch kei­nen Baum ver­wen­det. Aber es waren Zwei­ge von Tan­ne, Wachol­der und Mis­tel mit wel­chen man sei­ne Häu­ser zur Win­ter­son­nen­wen­de schmück­te. Eines der wich­ti­gen kel­ti­schen Fes­te. Es hat in jenen Zei­ten  noch nicht so vie­le Nadel­wäl­der in unse­ren Regio­nen gege­ben, so hat man meist nur Zwei­ge verwendet.

Es waren die Hand­werks­zünf­te wel­che als ers­tes einen Baum geschmückt haben. Dies ist dann zunächst auf die Wohl­ha­ben­den Men­schen über­ge­gan­gen und spä­ter ver­brei­te­te sich der Brauch immer mehr. Er schwapp­te auch nach Ame­ri­ka. 1889₁ wur­de erst­mals ein Weih­nachts­baum im weis­sen Haus aufgestellt. 

Der Brauch war nicht mehr auf­zu­hal­ten und ist heu­te nicht mehr weg­zu­den­ken. Es wer­den immer mehr Stim­men laut, dass der Brauch doch zu über­den­ken wäre. Für zwei Wochen einen Baum abzu­schla­gen, wel­cher ca 15 Jah­re alt ist und dann ein­fach wie­der weg­zu­wer­fen. So gibt es tol­le Aktio­nen mit Bäu­men im Topf, wel­che man dann hin­ter­her in den Gar­ten pflan­zen kann. Oder eine Freun­din erzähl­te mir, dass sie einen Gar­ten mit einer Fich­ten­he­cke haben und jedes Jahr zu Weih­nach­ten wird oben eine Spit­ze gekappt und als Weih­nachts­baum ins Haus geholt und wird geschmückt und bewun­dert egal ob krumm oder wenig Äste.

Woher kommt unser Baum:

Ich fin­de da soll­te sich jeder Gedan­ken machen und auch mit Acht­sam­keit den Bäu­men gegen­über han­deln. Ich erzäh­le euch heu­te hier von mei­nem Weg wie wir damit in der Fami­lie umgehen.

Wir holen die Säge aus dem Kel­ler und gehen los zu einem Baum­ver­käu­fer in unse­rer Nähe. Sie haben die Bäu­me ange­pflanzt und man darf dort durch die Plan­ta­ge gehen und selbst­stän­dig einen Baum her­aus­su­chen und sägen. Die Bäu­me wer­den nicht behan­delt und gespritzt, wie es viel­leicht in Groß­plan­ta­gen der Fall ist. Für mei­ne Kin­der ist es jedes mal ein High­light sich selbst den Baum aus­zu­su­chen und dann mit heim­zu­neh­men. Wir haben eine Bezie­hung von Anfang an. Wir haben gese­hen wo er gewach­sen ist, wel­ches sei­ne Nach­barn waren und dan­ken dem Ort und brin­gen ihn nach Hause. 

Dort ver­brin­gen wir zusam­men eine wun­der­vol­le Zeit. Er wird jedoch nicht nach dem 6.1. sofort wie­der aus dem Wohn­zim­mer ver­bannt, son­dern darf noch län­ger dort ste­hen. Ich habe noch im Janu­ar Geburts­tag und da steht immer noch der Weih­nachts­baum. Danach wird er abde­ko­riert und wird für tol­le Sachen wei­ter­ver­wen­det. Man kann ihn kom­plett wie­der­ver­wen­den. Dies möch­te ich ger­ne mit Euch tei­len und Euch inspirieren.

War­um ich das so erzäh­le? Die Bäu­me für die gro­ßen bil­li­gen Ver­käu­fer wer­den meist in kur­zer Zeit erzo­gen und um mög­lichst wenig Ver­lus­te zu haben wer­den sie gern mit Pes­ti­zi­den behan­delt. Ich möch­te mir kei­nen sol­chen Baum ins Wohn­zim­mer stel­len und wei­ter­ver­wen­den kann man ihn auch nicht. Also ach­tet dar­auf woher ihr die Bäu­me bekommt. Die Nadel­bäu­me haben aber auch auf wei­te­rer Ebe­ne schon immer Ver­wen­dung gehabt, das möch­te ich Euch auch erzählen:

Verwendung in der Volksheilkunde:

  • Fes­ti­gung des Zahn­fleisches (kau­en des Har­zes wie Kaugummi)
  • Schutz der Zähne
  • Skor­but­vor­beu­gung (Nadeln ent­hal­ten viel Vit­amin C)
  • Lun­gen­stär­kung und schleim­lö­send (Tee aus den Nadeln)
  • bei Erkäl­tungs­krank­hei­ten (inha­lie­ren)
  • Rheu­ma und Neur­al­gien (Ein­rei­bun­gen sind durchblutungsfördernd)

Es wur­den auch Pflan­zen­wäs­ser und äthe­ri­sche Öle gewon­nen, wel­che Ter­pe­ne ent­hal­ten mit vie­len Anwendungsmöglichkeiten.

Gesundheitlicher Nutzen des Weihnachtsbaumes

Das Wald­ba­den Shin­rin Yoku, ist zwi­schen­zeit­lich sehr bekannt gewor­den. Es han­delt sich dabei um wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen in Japan, wel­che bestä­ti­gen, dass ein Wald­spa­zier­gang das Immun­sys­tem um 80 % anhebt. Das liegt an den äthe­ri­schen Ölen und Ter­penen der Bäu­me. Sie stim­mu­lie­ren die Immun­mo­du­la­to­ren. Es ist ein Pro­zess, wel­cher über das lim­bi­sche Sys­tem abläuft. Sie wir­ken eben­falls auf unser Atem­sys­tem. In die­ser Kom­bi­na­ti­on ein abso­lu­ter Gewinn in die­ser Jah­res­zeit, wo die Grip­pe doch ger­ne mal durch die Häu­ser zieht. Zu frü­he­ren Zei­ten sind die Weih­nachts­bäu­me auch bis Imbolc gestan­den. Danach wer­den die Tage fühl­bar län­ger und die Son­ne und die Kör­per wie­der stabiler.

Herstellung eines eigenen Quirls:

Die ers­te Idee, wel­che ich mit Euch tei­len möch­te, ist die Her­stel­lung eines wun­der­vol­len Quirls. Als Ers­tes neh­me ich ihm dafür die Spit­ze. Dort wer­den die Nadeln und die Rin­de ent­fernt und schon hat man einen wun­der­vol­len Holz­quirl her­ge­stellt. wel­chen man für die Kräu­ter-Rezep­te ver­wen­den kann.

In der wilden Küche: 

Dann kann man mit den Nadeln und Rin­den noch vie­le wei­te­re wun­der­vol­le Din­ge her­stel­len. Bei uns ste­hen meis­tens die Tan­nen in den Wohn­zim­mern, da die Fich­ten schnel­ler ihre Nadeln ver­lie­ren. Die Tan­nen gehö­ren zu den Kie­fern­ge­wäch­sen und fin­den in der wil­den Küche abso­lu­te lecker Ver­wen­dung. Sie ist etwas säu­er­lich und passt frisch wun­der­voll in Sala­te. Das gibt auch Sala­ten bei Weih­nachts­me­nues eine beson­de­re Note. Wei­ter kann man die Tan­ne auch zum Wür­zen von Süß­spei­sen ver­wen­den. Vor allem, wenn ihr eine Dou­gla­sie im Wohn­zim­mer habt. Wenn ihr die Nadeln ver­reibt, ent­steht ein herr­li­cher Oran­gen­duft. Dar­aus las­sen sich lecke­re Bon­bons her­stel­len. Man kann Alko­hol, Essig, Öl und Honig damit anset­zen für sich selbst oder als tol­les Geschenk.

Sam­melt also als ers­tes einen Teil der Nadeln für Euch. Getrock­net sind sie ja meis­tens schon wunderbar.

Fichtennadel-Smoothie: 

Pro­biert das ein­fach ein­mal aus auch die Nadeln in den Smoot­hie zu geben. Dazu am bes­ten frisch verwenden.

Ein­fach mit Apfel, Zitro­ne und evtl Bana­ne (je nach­dem wie süss ihr es mögt) und Was­ser durch­mi­xen. Er ist erfri­schend und belebend.

Als Erstes der Fichten-Nadel-Tee:

Brecht die Nadeln etwas oder noch ein­fa­cher mör­sert sie kurz an und über­giesst Euch eine Tas­se Tee. Nehmt dafür ca. 2 TL getrock­ne­te Nadeln und 250 ml kochen­des Was­ser. 5 Minu­ten zie­hen las­sen – absei­hen. Ich gebe gern noch ein wenig Zitro­ne, Ing­wer oder Oran­ge dazu. Manch­mal auch eine Zimt­stan­ge. Da könnt ihr mit Eurer Fan­ta­sie spie­len. Ein Löf­fel Honig noch dazu und ihr wer­det es lie­ben. Er wirkt Wun­der bei Erkäl­tun­gen und schmeckt herr­lich, denn er wirkt anti­bak­te­ri­ell und tem­pe­ra­turan­re­gend. Mein Baum wird meist schon beern­tet, wenn er noch steht. Ich habe prak­tisch mei­ne wil­de Genuss-Apo­the­ke im Wohn­zim­mer ste­hen. Dazu neh­me ich ein gan­zes Äst­chen und brü­he mir den Tee auf.

Die­ser Tee kann auch noch mit ande­ren Kräu­tern kom­bi­niert wer­den. Zb mit Sal­bei, Dost, Holun­der­blü­ten und Thy­mi­an. Wobei ich es schön fin­de, eine Pflan­ze am Anfang ganz für sich zu genießen.

Tee für ein Bad:

Ihr könnt euch aus den Nadeln auch ein­fach einen star­ken Tee brauen

  • 2 Liter Wasser
  • 2 bis 3 Hän­de voll Nadeln (gern mit Zwei­gen und auch Harz)
  • ca. 20 min kochen (in altem Topf – kann har­zig werden)

Und in ein Bade­was­ser absie­ben. Tem­pe­ra­tur prü­fen – nicht hei­ßer als 38 °C. und nicht län­ger als 25 Minu­ten drin blei­ben. Es ist belas­tend für den Kreis­lauf. Die­ses Bad ist wun­der­voll bei allen Erkäl­tungs­krank­hei­ten, aber auch nach dem Sport zur Durch­wär­mung der Gelen­ke. Noch ein El Öl dazu, wenn ihr tro­cke­ne Haut habt. Jedoch nicht für Klein­kin­der geeignet.

Fichten-Nadel-Pulver:

Am ein­fachs­ten nehmt ihr ein paar Nadeln und mör­sert sie Euch fein. Geht auch mit dem Mixer falls ihr kei­nen Mör­ser habt. So ent­steht ein tol­les Pul­ver, wel­ches ihr für alles Mög­li­che ver­wen­den könnt. So erhal­ten Eure Spei­sen eine sehr indi­vi­du­el­le Note. Pro­biert ein­mal aus, wo die­ser Geschmack alles da zupasst. Ich mag es gern in mei­nen Ein­töp­fen, Sup­pen und auch in Salatsaucen.

Nadel-Salz:

das Nadel-Salz ist ganz leicht hergestellt. 

  • 100 g getrock­ne­te Tannen-Nadeln 
  • 50 g Salz (Stein­salz, Himalayasalz)

mör­sert Euch wie­der die Nadeln und gebt das Salz dazu. Dies in ein Schraub­glas geben und auf­be­wah­ren. Die­ses Salz könnt ihr dann wei­ter­ver­wen­den zum Inha­lie­ren oder auch in der Küche um Spei­sen zu wür­zen. Ich fin­de es ist auch ein tol­les Geschenk. Ihr könnt euch also gern auch gleich mehr zube­rei­ten und wei­ter­ge­ben. So ver­brei­tet ihr die Idee und in Zukunft fin­den viel mehr Weih­nachts­bäu­me eine wei­te­re Verwendung.

Inhalieren mit den Nadeln: 

Ein bis zwei TL des Nadel­sal­zes in einen Topf mich heis­sem Was­ser geben und wie frü­her mit dem Hand­tuch über den Kopf inha­lie­ren. Schliesst dabei ein­fach die Augen. Bei emp­find­sa­men Men­schen kann es zu Augen­rei­zun­gen kom­men. Ein­fach acht­sam mit sich sein. Es ist eine wun­der­ba­re Mög­lich­keit bei allen fest­sit­zen­den Erkäl­tun­gen. WICHTIG: nicht für Klein­kin­der geeig­net. Es ent­hält Ter­pen­tin­öle, wel­che neben All­er­gien auch zu Ver­kram­prun­gen des Kehl­kop­fes als auch zu Atem­schwie­rig­kei­ten kom­men kann

Bade-Salz:

Aus dem Nadel-Salz lässt sich ganz leicht ein Bade-Salz her­stel­len, indem ihr noch ein äthe­ri­sches Öl dazu­gebt. Ich habe da eine reich­hal­ti­ge Palet­te zu Hau­se und ver­wen­de ger­ne ein Nadel-Öl.  Aber ver­wen­det ein­fach Euren Lieblingsduft. 

Tropft dafür 3 bis 5 Trop­fen Eures Öls auf das Nadel-Salz. Gebt es in ein Schraub­glas und schüt­telt es gut durch. Das ist eben­falls auch wie­der ein tol­les Geschenk

Anwendung: 

Für ein Voll­bad gebt 5 El von Eurem Duft-Nadel-Salz in einen Wasch­lap­pen, bin­det es zu und hängt es in die Wan­ne. So müsst ihr hin­ter­her nicht die Wan­ne put­zen, son­dern könnt die Nadeln ganz leicht wie­der ent­fer­nen. Wer zu tro­cke­ner Haut neigt, oder sich nach dem Baden meist ein­cre­men muss, soll­te noch ein wenig Man­del-Jojo­ba- oder Oli­ven­öl ins Was­ser geben. Sehr pfle­gend. WICHTIG: nicht für Klein­kin­der geeignet. 

Es geht auch als Fuss­bad, nehmt ein­fach ent­spre­chend weni­ger Salz.

Nadel-Tinktur:

Die durch­blu­tungs­för­dern­de Wir­kung des Franz­brannt­wei­nes ist wahr­schein­lich bekannt. Man kann sich etwas ver­gleich­ba­re durch­blu­tungs­för­dern­de Tink­tur mit den Nadeln selbst herstellen.

  • Nadeln vom Ast ent­fer­nen (wenn nicht schon als Reser­ve geschehen)
  • Ein Glas zur Hälf­te mit den Nadeln befüllen
  • Wachol­der­bee­ren quet­schen und zugeben
  • Chil­li klein­schnei­den und zuge­ben (ver­stärkt die durchwärmung)
  • mit 40 % igen Alko­hol auf­fül­len (ich ver­wen­de gern Wodka)
  • schüt­teln und 6 Wochen zie­hen lassen
  • abfil­tern, abfül­len und etikettieren

damit nun schmer­zen­de Gelen­ke ein­rei­ben. Der Alko­hol kann die Haut aus­trock­nen. mit Creme nachgehen.

Nadel-Öl:

wer die Tink­tur nicht so gut ver­trägt, kann sich auch ein durch­blu­tungs­för­dern­des Öl her­stel­len. Das Vor­ge­hen ist gleich

  • Nadeln vom Ast ent­fer­nen (wenn nicht schon als Reser­ve geschehen)
  • Ein Glas zur Hälf­te mit den Nadeln befüllen
  • Wachol­der­bee­ren quet­schen und zugeben
  • Chil­li klein­schnei­den und zuge­ben (ver­stärkt die Durchwärmung)
  • mit Oli­ven- oder Man­del­öl auffüllen 
  • schüt­teln und 6 Wochen zie­hen lassen
  • abfil­tern, abfül­len und etikettieren
Schon hat man ein wun­der­vol­les Kör­per­öl. Man kann es für Mas­sa­gen bei Mus­kel­ka­ter, Zer­run­gen und Schmer­zen wun­der­voll anwenden.
 

Peeling: 

Wenn man sich ein Nadel­salz her­ge­stellt hat, kann man sich auch ein wun­der­vol­les Pee­ling her­stel­len. Ein­fach Fich­ten­na­del­salz mit Kokos­öl zu glei­chen Tei­len ver­mi­schen. Gern kann man noch ein äthe­ri­sches Öl der Wahl dazu geben und so hat man ein wun­der­vol­les Peeling. 
TIP:
Wenn man das Salz auf der Haut nicht ver­trägt, kann man auch Zucker verwenden. 

Räuchern mit den Nadeln:

Gera­de jetzt kom­men die Rau­h­näch­te und dort wer­den die letz­ten Nadeln des Vor­jah­res ver­räu­chert. Für das Räu­chern gibt es meh­re­re Mög­lich­kei­ten.
1. auf einer Räu­cher­koh­le
2. auf einem Räucherstövchen

Es geht Bei­des ganz pri­ma. Die Vari­an­te mit dem Stövchen geht lang­sa­mer und der Duft brei­tet sich lang­sa­mer im Zim­mer aus. Das ist Geschmacks­sa­che. Ich mische die Nadeln auch gern mit ande­ren wun­der­vol­len getrock­ne­ten Kräu­tern. Ich erstel­le der­zeit einen Räu­cher­kurs mit einer lie­ben Kol­le­gin. Dort beschrei­ben und erzäh­len wir alles ganz genau.

Nadel-Hydrolat:

Auch wenn ihr kei­ne Destil­le habt, könnt ihr euch ein Hydro­lat selbst her­stel­len. Da eig­nen sich die Nadeln auch ganz wun­der­bar dazu.

  • stellt einen Topf mit Was­ser auf den Herd
  • einen Sie­b­ein­satz hinein
  • in den Sie­b­ein­satz kom­men die Nadeln
  • in die Mit­te des Sie­b­ein­sat­zes kommt eine Glasschale
  • Dar­über ein Topf­de­ckel oder Schüssel
  • in die Schüs­sel kommt Eis (aus Wasser)

Das Was­ser zum Kochen brin­gen und immer dabei­blei­ben. Der Dampf steigt auf, kühlt sich am Eis­de­ckel ab und tropft zurück in die Scha­le und kann abge­füllt wer­den. Die­ses Hydro­lat könnt ihr wie­der­rum zum kochen als auch in der Kos­me­tik­her­stel­lung verwenden.

so sieht mei­ne “Küchen­de­stil­le” aus: 

Weihnachtsbaum als Pflanzenstütze: 

Gera­de der Weih­nachts­baum ist auch wun­der­voll als Pflan­zen­ge­rüst im nächs­ten Jahr ver­wend­bar. Da kann man sogar noch die Bäu­me der Nach­barn ein­sam­meln. Wenn man die Äste so ca 10–15 cm vom Stamm ent­fernt abschnei­den, hat man ein wun­der­vol­les Klet­ter­ge­rüst für alle ran­ken­den Pflan­zen wie Boh­nen, Gur­ken, Kapu­zi­ner­kres­se oder auch als Toma­ten­stüt­ze. Eben­falls eine wun­der­vol­le Ver­wen­dung des Baumes. 

Weihnachtsbaum schmücken für die Vögel

Von einer Lese­rin habe ich auch den wun­der­vol­len Hin­weis erhal­ten, dass sie jedes Jahr ihren Weih­nachts­baum im Haus abschmückt und im Gar­ten wie­der auf­stellt und erneut schmückt mit selbst­ge­mach­ten Mei­sen­knö­deln. Eine Rück­ga­be an die Natur und ihre Bewoh­ner. Eine schö­ne Idee und ein respekt­vol­ler Umgang. So kann man sich auch noch lan­ge am Baum erfreu­en und die Vögel beob­ach­ten. Danach kann man den Baum wei­ter ver­wen­den für Haus und Hof. 

Anzünder herstellen:

Aus den klei­nen Äst­chen, aber auch aus noch zusätz­lich gesam­mel­ten Fich­ten­zap­fen las­sen sich wun­der­vol­le Anzün­der her­stel­len. Schmelzt in einem Topf etwas altes Wachs (ich hebe immer alle alte Res­te auf) und tunkt sie hin­ein. Wie­der getrock­net habt ihr ganz tol­le Anzün­der für ein wun­der­schö­nes Feuer.

Der Rest des Baumes:

wenn ihr euch genü­gend Nadeln vom Baum genom­men habt für all die tol­len Sachen und auch aus der Spit­ze einen eige­nen wun­der­vol­len Quirl her­ge­stellt habt, bleibt immer noch etwas übrig. Die klei­nen Äst­chen eig­nen sich wun­der­voll als Anzünd­holz für den Ofen. Auch der Rest kann nun in Ofen­grö­ße zuge­sägt wer­den und im Gar­ten gesta­pelt wer­den zum durch­trock­nen und spä­te­ren ver­hei­zen. Wer kei­nen Ofen hat, macht sich viel­leicht ab und an ein Feu­er. Ihr seht – der Weih­nachts­baum kann kom­plett ver­wen­det wer­den und fin­det eine wun­der­vol­le Bestim­mung in den ver­schie­dens­ten Berei­chen. Viel­leicht konn­te ich euch mit die­sem Arti­kel etwas Lust machen, ein paar Din­ge aus­zu­pro­bie­ren. Dies geht natür­lich alles nur mit pes­ti­zid­frei­en Bäu­men. Ich wün­sche euch nun ein wun­der­schö­nes Weih­nachts­fest. ANMERKUNG: wich­tig ist nicht die Fich­te, Tan­ne oder Dou­gla­sie mit der gif­ti­gen Eibe zu ver­wech­seln. Dies soll­te beim Erwerb eines Weih­nachts­bau­mes nicht der Fall sein. Ich schrei­be das hier noch­mal, da jemand die Rezep­te auch sonst ver­wen­det.  Ich habe dazu auch Bei­trag und ein Video, wel­ches ihr hier sehen könnt.

Quel­len: 

1 white house 

Buch ‘Bräu­che und Fes­te im christ­li­chen Jah­res­lauf von Dietz-Rüdi­ger Moser

12 Antworten

      1. Vie­len Dank für die guten Tipps. Ich bin immer ganz trau­rig wenn der Baum wie­der aus dem Zim­mer muss. Den Tee und das Salz wer­de ich auf jeden Fall aus­pro­bie­ren. Ich dach­te man kann nur jun­ge Trie­be essen. Schö­nen Advent.

  1. Ich ver­wen­de­te auch schon den Baum­stamm als Pflan­zen­stüt­ze, für z.B. Toma­ten oder Boh­nen. Geht wun­der­bar. Dan­ke für dein Tun und Sein, lie­be Heike.
    Lie­be Schwei­zer-Grüs­se Regula

    1. Lie­be Regu­la, stimmt, das habe ich auch schon gemacht. Super, dass Du das anmerkst. Ich neh­me es oben gleich mit auf! Es ist eine wun­der­vol­le Ver­wen­dung – Herz­li­che Grü­ße Heike

  2. Hal­lo ihr Lieben!

    Herz­li­chen Dank für die­se wun­der­vol­len Tipps.

    Da auch uns es immer sehr leid tat, unse­ren Weih­nachts­baum “weg­schmei­ßen “zu müs­sen, lie­ßen wir uns etwas ande­res einfallen.

    Wir schmück­ten ihn ab, stell­ten ihn dann nach drau­ßen und schmück­ten ihn erneut.
    Die­ses Mal jedoch mit selbst­ge­mach­ten Mei­sen­knö­deln :O).

    So erfreut er uns und die Win­ter­vö­gel jedes Jahr bis lan­ge in den Febru­ar hinein!

    Die­ses Jahr wer­de ich dann auch eini­ge dei­ner schö­nen Rezep­te ausprobieren.

    Lie­be Grüße

    Yvonne

    1. Lie­be Ivon­ne, das ist eine wun­der­vol­le Idee und ich wer­de sie sofort in mei­nen Bei­trag mit auf­neh­men. Vie­len Dank für die­se Rück­mel­dung – Herz­li­che Grü­ße Heike

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