Schüssel mit frisch gesammeltem Bärlauch, Brennnesseln, Giersch und blühender Gundelrebe

Essbare Wildpflanzen für Anfänger: So findest Du sicher den Einstieg

Du möchtest mehr Wildpflanzen essen, weißt aber nicht, wie Du anfangen sollst? Ich zeige Dir, wie Du sicher einsteigst, mit welchen Pflanzen Du beginnst und was Buch, App, Kräuterwanderung und Onlinekurs bringen.

Viel­leicht kennst Du die­sen Moment: Du gehst an einem Früh­lings­mor­gen über eine Wie­se, über­all sprießt es grün, und Du denkst: Eigent­lich möch­te ich viel mehr davon auf mei­nem Tel­ler haben. Über­all liest und hörst Du, wie wert­voll Wild­pflan­zen sind, oder Wild­kräu­ter, wie vie­le sie nen­nen, wie viel mehr in ihnen steckt als im Salat aus dem Super­markt. Und dann stehst Du da, schaust auf all das Grün und weißt nicht, wo Du anfan­gen sollst. Was ist ess­bar? Was ist gif­tig? Und wor­an erken­ne ich den Unterschied?

Genau dafür ist die­ser Arti­kel da. Ich habe die Wild­pflan­zen selbst nach vie­len Jah­ren im Büro wie­der neu ken­nen­ge­lernt und beglei­te heu­te als Fach­be­ra­te­rin für ess­ba­re Wild­pflan­zen und Heil­prak­ti­ke­rin ande­re auf die­sem Weg. Hier zei­ge ich Dir, wie Du sicher ein­steigst, mit wel­chen Pflan­zen Du gut anfan­gen kannst und was Dir Bücher, Apps, Kräu­t­er­wan­de­run­gen und Online­kur­se beim Ler­nen wirk­lich bringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fang klein an: Ler­ne zuerst drei bis fünf leicht erkenn­ba­re Pflan­zen wie Brenn­nes­sel, Löwen­zahn, Vogel­mie­re und Gän­se­blüm­chen rich­tig kennen.
  • Iss nur, was Du ganz sicher bestimmt hast. Ach­te immer auf meh­re­re Merk­ma­le und nut­ze alle Sinne.
  • Dol­den­blüt­ler wie Giersch oder Wie­sen­ker­bel sind nichts für Anfän­ge­rin­nen, denn in die­ser Fami­lie gibt es töd­lich gif­ti­ge Doppelgänger.
  • Apps zur Pflan­zen­be­stim­mung tau­gen höchs­tens zur Ori­en­tie­rung, nicht zur siche­ren Bestim­mung. Wenn es ums Essen geht, zählt Dein eige­nes Wissen.
  • Am meis­ten lernst Du, wenn Du eine Pflan­ze ein gan­zes Jahr lang beglei­test: vom ers­ten Grün bis zur Wur­zel im Herbst.

Wildkräuter sicher bestimmen: Was, wenn ich etwas verwechsle?

Die­se Fra­ge höre ich am häu­figs­ten, und sie ist berech­tigt. Es gibt gif­ti­ge Pflan­zen, die ess­ba­ren zum Ver­wech­seln ähn­lich sehen. Das bekann­tes­te Bei­spiel ist der Bär­lauch, der jedes Früh­jahr mit Mai­glöck­chen, Herbst­zeit­lo­se und Aron­stab ver­wech­selt wird. Wie Du die drei sicher unter­schei­dest, zei­ge ich Dir in mei­nem Arti­kel über die Bär­lauch-Dop­pel­gän­ger. Die gute Nach­richt: Angst ist kein Grund, gar nicht erst anzu­fan­gen, son­dern ein guter Grund, sorg­fäl­tig anzufangen.

Meine Grundregeln für den Anfang

  • Nur essen, was Du ganz sicher kennst. Ein „ich glau­be, das ist …“ reicht nicht. Bei Zwei­fel bleibt die Pflan­ze stehen.
  • Immer meh­re­re Merk­ma­le prü­fen. Blatt­form, Stän­gel, Blü­te, Geruch und Stand­ort. Eine Pflan­ze erkennst Du nie an einem ein­zi­gen Merkmal.
  • Mit allen Sin­nen bestim­men. Zer­reib ein Blatt zwi­schen den Fin­gern und riech dar­an. Vie­le Pflan­zen ver­ra­ten sich über ihren Duft.
  • Eine Pflan­ze nach der ande­ren. Lie­ber fünf Pflan­zen rich­tig gut ken­nen als fünf­zig nur ungefähr.
  • Sau­ber sam­meln. Nicht direkt an viel befah­re­nen Stra­ßen, nicht an Hun­de­wie­sen und nicht an gespritz­ten Feldrändern.
  • Erst ein­mal klei­ne Men­gen. Pro­bier eine neue Pflan­ze zunächst in klei­nen Men­gen und schau, wie sie Dir bekommt.

Wie ich selbst beim Sam­meln vor­ge­he, wor­auf ich ach­te und was ich immer dabei­ha­be, liest Du in mei­nem Arti­kel Wild­pflan­zen sam­meln: So samm­le ich acht­sam, sicher und mit Freu­de.

Teilnehmerinnen auf einem Sammelspaziergang am Waldrand, daneben Brennnesseln
Unter­wegs mit den Sam­mel­körb­chen: Gemein­sam lernt es sich leichter

Mit diesen Wildpflanzen kannst Du gut anfangen

Für den Ein­stieg eig­nen sich Pflan­zen, die fast über­all wach­sen, leicht zu erken­nen sind und kaum gefähr­li­che Dop­pel­gän­ger haben. Die­se vier sind mei­ne Emp­feh­lung für Dei­ne ers­ten Schritte.

Brennnessel

Die Brenn­nes­sel erkennst Du im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes mit geschlos­se­nen Augen. Sie ist eine der nähr­stoff­reichs­ten Pflan­zen, die wir haben, und schmeckt mild und spi­nat­ähn­lich. Am bes­ten ern­test Du die jun­gen Trieb­spit­zen. Alles über Wir­kung, Ern­te und Rezep­te der Brenn­nes­sel fin­dest Du in mei­nem Por­trät, und wie Du sie sogar roh genie­ßen kannst, zei­ge ich Dir in mei­nen Küchen­tipps gegen die Brenn­haa­re.

Löwenzahn

Den Löwen­zahn kennt wirk­lich jede. Sei­ne gezähn­ten Blät­ter wach­sen als Rosette, Stän­gel und Blät­ter ent­hal­ten wei­ßen Milch­saft, und auf jedem hoh­len Stän­gel sitzt nur eine Blü­te. Vom Blatt über die Knos­pe und die Blü­te bis zur Wur­zel kannst Du alles von ihm ver­wen­den. Mehr dazu in mei­nem Arti­kel Löwen­zahn: Heil­kraut für Küche und Gesund­heit.

Vogelmiere

Die Vogel­mie­re ist mein liebs­tes Wild­ge­mü­se für die kal­te Jah­res­zeit, denn sie wächst selbst im Win­ter, wenn es nicht gera­de friert. Sie schmeckt mild, ein wenig nach jun­gem Mais. Ihr sichers­tes Erken­nungs­merk­mal ist eine fei­ne Haar­li­nie, die am Stän­gel ent­lang­läuft und von Blatt­paar zu Blatt­paar die Sei­te wech­selt. Dar­an unter­schei­dest Du sie vom gif­ti­gen Acker-Gauch­heil, der die­se Haar­li­nie nicht hat. Wie Du sie sam­melst und ver­wen­dest, liest Du in mei­nem Arti­kel über die Vogel­mie­re.

Gänseblümchen

Das Gän­se­blüm­chen ist der per­fek­te Ein­stieg, um ein Gefühl für ess­ba­re Blü­ten zu bekom­men. Blü­ten und jun­ge Blät­ter sind ess­bar, sie schme­cken leicht nussig und machen jeden Salat und jedes But­ter­brot zu etwas Beson­de­rem. Und ganz neben­bei lernst Du dabei, genau­er hinzuschauen.

Warum Doldenblütler noch nichts für den Anfang sind

Zu den Dol­den­blüt­lern gehö­ren vie­le wun­der­ba­re Wild­pflan­zen wie Giersch, Wie­sen­ker­bel oder Wil­de Möh­re. In der­sel­ben Fami­lie ste­hen aber auch eini­ge der gif­tigs­ten Pflan­zen unse­rer Hei­mat: der Gefleck­te Schier­ling, der Was­ser­schier­ling und die Hunds­pe­ter­si­lie. Für ein unge­üb­tes Auge sehen sie sich sehr ähn­lich. Des­halb rate ich allen Anfän­ge­rin­nen: Lass die Dol­den­blüt­ler erst ein­mal ste­hen. Sie lau­fen Dir nicht weg, und wenn Du mehr Erfah­rung hast, kannst Du Dich ihnen in Ruhe widmen.

Wenn Du einen Über­blick über noch mehr Pflan­zen möch­test, schau Dir mei­nen Arti­kel Ess­ba­re Wild­pflan­zen erken­nen, sam­meln und ver­wen­den an. Dort fin­dest Du alle mei­ne Pflan­zen­por­träts nach Jah­res­zei­ten sortiert.

🌿 Die 10 wich­tigs­ten Wild­pflan­zen auf einen Blick

Mei­ne kos­ten­lo­se Sam­mel­hil­fe als PDF: 10 ess­ba­re Wild­pflan­zen mit Erken­nungs­merk­ma­len, Sam­mel­zeit und Küchen­ideen, dazu mein Wildkräuter-Pesto.

Buch, App, Kräuterwanderung oder Onlinekurs: Was hilft Dir wirklich?

Es gibt vie­le Wege, Wild­pflan­zen ken­nen­zu­ler­nen, und jeder hat sei­ne Stär­ken. Ich habe sie alle genutzt und möch­te Dir ehr­lich sagen, was sie Dir brin­gen und wo ihre Gren­zen liegen.

Bestimmungsbücher

Ein gutes Bestim­mungs­buch ist Gold wert. Du kannst in Ruhe nach­schla­gen, Merk­ma­le ver­glei­chen und es über­all­hin mit­neh­men. Die Gren­ze: Ein Foto oder eine Zeich­nung zeigt eine Pflan­ze immer nur in einem Moment. Wie sie im März aus­sieht, wenn sie gera­de aus dem Boden kommt, und wie im Juli, wenn sie blüht, ist oft ein gro­ßer Unter­schied. Und rie­chen kannst Du an einem Buch lei­der nicht.

Apps zur Pflanzenbestimmung

Pflan­zen-Apps sind prak­tisch und auf den ers­ten Blick ver­lo­ckend: Foto machen, Name erscheint. Ich emp­feh­le sie trotz­dem nicht. Sie kön­nen sich irren, gera­de bei jun­gen Pflan­zen, bei schlech­tem Licht oder bei Pflan­zen mit gif­ti­gen Dop­pel­gän­gern, und sie sagen Dir nicht, ob die Pflan­ze an die­ser Stel­le sau­ber gewach­sen ist. Höchs­tens zur Ori­en­tie­rung kann eine App Dir einen Hin­weis geben, in wel­che Rich­tung Du suchen kannst. Zur siche­ren Bestim­mung taugt sie nicht, und wenn es ums Essen geht, zählt nur Dein eige­nes Wissen.

Kräuterwanderungen

Drau­ßen mit jeman­dem unter­wegs zu sein, der sich aus­kennt, ist durch nichts zu erset­zen. Du siehst die Pflan­ze an ihrem Stand­ort, kannst sie anfas­sen, rie­chen und pro­bie­ren, und Dei­ne Fra­gen wer­den sofort beant­wor­tet. Der Nach­teil: Eine Wan­de­rung zeigt Dir, was an genau die­sem Tag wächst. Wenn Du die Pflan­ze ein paar Wochen spä­ter allein wie­der­fin­den willst, sieht sie oft schon ganz anders aus. Ach­te bei der Aus­wahl dar­auf, dass Dich jemand mit fun­dier­ter Aus­bil­dung führt, zum Bei­spiel eine Kräu­ter­päd­ago­gin oder eine Fach­be­ra­te­rin für ess­ba­re Wild­pflan­zen, und dass Du die Pflan­zen selbst anfas­sen, rie­chen und pro­bie­ren darfst.

Onlinekurse

Bei Online­kur­sen gibt es gro­ße Unter­schie­de. Man­che sind rei­ne Video­samm­lun­gen: Du schaust ein paar Fil­me, und dann stehst Du drau­ßen wie­der allein mit Dei­nen Fra­gen. Ein guter Online­kurs dage­gen beglei­tet Dich, schickt Dich nach drau­ßen und ist da, wenn Du unsi­cher bist. Denn sicher wirst Du nur, wenn Du die Pflan­zen selbst in der Hand hältst und jeman­den fra­gen kannst, der sich auskennt.

Genau so habe ich mei­nen Online­kurs „Mit den Wild­pflan­zen durchs Jahr“ aufgebaut:

  • Du gehst jeden Monat raus. Dei­ne Sam­mel­lis­te zeigt Dir, was gera­de wächst, und eine Drau­ßen-Auf­ga­be holt Dich vom Bild­schirm weg an den Wegrand.
  • Du siehst die Pflan­zen, wie sie wirk­lich wach­sen. In mei­nem Sam­mel­spa­zier­gang als Video neh­me ich Dich mit und zei­ge Dir die Merk­ma­le so, wie Du sie drau­ßen fin­dest, nicht nur auf einem per­fek­ten Foto.
  • Du bleibst mit Dei­nen Fra­gen nicht allein. Ein­mal im Monat tref­fen wir uns live auf Zoom zum Natu­r­abend, dazwi­schen tau­schen wir uns in unse­rer Tele­gram-Grup­pe aus. Dei­ne Fra­gen beant­wor­te ich selbst.
  • Du machst etwas dar­aus. Mit den Rezep­ten des Monats für Küche und Haus­apo­the­ke füllt sich Dein Vor­rats­re­gal ganz nebenbei.
  • Du lernst im Rhyth­mus der Natur. Jeder der zwölf Mona­te hat sei­ne eige­nen Schät­ze. So ver­passt Du kei­ne Pflan­ze mehr, weil Du ihre Zeit nicht kanntest.

Das ist kei­ne gro­ße Platt­form mit Tau­sen­den Mit­glie­dern, son­dern eine klei­ne Grup­pe, fast wie an einem Küchen­tisch. Ich ken­ne die Frau­en in mei­nem Kurs und sehe, wie ihre Sicher­heit von Monat zu Monat wächst. Und weil Du sofort Zugang zu allen zwölf Mona­ten hast, kannst Du jeder­zeit ein­stei­gen, genau mit dem, was drau­ßen gera­de dran ist. Hier fin­dest Du alles über den Kurs.

Mein wich­tigs­ter Rat: Ler­ne von jeman­dem, der sich wirk­lich aus­kennt und Dich beglei­tet, bis Du Dir sicher bist. Das kann eine Kräu­t­er­wan­de­rung bei Dir vor Ort sein, und ich wür­de mich sehr freu­en, wenn Du ein Jahr lang mit mir durch die Natur gehst. Ein gutes Buch zum Nach­schla­gen und Dei­ne eige­nen Spa­zier­gän­ge, auf denen Du übst, gehö­ren in jedem Fall dazu.

Mein Weg zurück zu den Wildpflanzen

Die Wild­pflan­zen haben mich schon als Kind beglei­tet. Dann bin ich, wie so vie­le, den „nor­ma­len“ Weg gegan­gen: Abitur, Stu­di­um, 25 Jah­re als Per­so­nal­re­fe­ren­tin. Zurück­ge­fun­den habe ich über zwei Wege, die sich irgend­wann ver­bun­den haben: Zei­ten, in denen ich mich viel in der Natur auf­ge­hal­ten habe, und mei­ne Aus­bil­dung zur Heil­prak­ti­ke­rin mit der Phy­to­the­ra­pie, der Pflan­zen­heil­kun­de. Ich woll­te die Heil­pflan­zen nicht nur aus Büchern ken­nen, son­dern drau­ßen fin­den. Dabei habe ich ange­fan­gen, auch die ess­ba­ren Wild­pflan­zen in mei­nen Spei­se­plan ein­zu­bau­en, da ich über­all gele­sen hat­te, wie gesund sie sein sollen.

Je mehr Pflan­zen ich ken­nen­ge­lernt habe, des­to ver­trau­ter wur­den sie mir, und irgend­wann war es nicht mehr nur Wis­sen, son­dern eine Bezie­hung. Die Lie­be zu den Pflan­zen ist gewach­sen und mit ihr die Lie­be zur Natur. Das kann ich heu­te gar nicht mehr von­ein­an­der tren­nen. Wo frü­her eine grü­ne Wie­se war, sehe ich heu­te lau­ter alte Bekannte.

Was Wildpflanzen auf Deinen Teller bringen

Wild­pflan­zen wach­sen ohne Dün­ger und ohne Spritz­mit­tel, sie müs­sen sich selbst gegen Wind, Wet­ter und Fress­fein­de behaup­ten. Vie­le von ihnen ent­hal­ten des­halb deut­lich mehr Vit­ami­ne, Mine­ral­stof­fe und sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe als unser gezüch­te­tes Gemü­se. War­um das so ist und was genau in ihnen steckt, habe ich Dir in mei­nem Arti­kel Kann man Wild­pflan­zen essen? Ja, klar! aus­führ­lich zusammengestellt.

In mei­ner Natur­heil­pra­xis habe ich eine Beob­ach­tung immer wie­der gemacht: Ganz gleich, wie sich jemand bis­her ernährt hat, sobald er ange­fan­gen hat, Wild­pflan­zen in sei­nen All­tag ein­zu­bau­en, war es für ihn ein Gewinn. Das ist mei­ne Erfah­rung aus vie­len Jah­ren, kei­ne Stu­die. Aber sie deckt sich mit dem, was ich an mir selbst erlebt habe. Mit jeder Pflan­ze, die ich ken­nen­ge­lernt habe, bin ich auch ein Stück mehr bei mir angekommen.

Warum es sich lohnt, eine Pflanze ein ganzes Jahr zu begleiten

Das Wert­volls­te, was ich auf mei­nem Weg gelernt habe: Eine Pflan­ze kennst Du erst dann wirk­lich, wenn Du sie durch alle Jah­res­zei­ten beglei­tet hast. Nimm den Löwen­zahn. Im Früh­jahr ern­test Du sei­ne zar­ten Blät­ter für Salat und Smoothies. Kurz dar­auf sit­zen sei­ne Knos­pen zwi­schen den Blät­tern, die ein­ge­legt wie Kapern schme­cken. Dann kom­men die Blü­ten für Sirup und Gelee. Und im Herbst steckt die gan­ze Kraft in der Wur­zel. Wer den Löwen­zahn nur als gel­be Blu­me kennt, ver­passt den größ­ten Teil sei­ner Geschichte.

Korb mit frisch gesammeltem Löwenzahn und einem jungen Schopftintling
Ein Körb­chen voll Löwen­zahn, dazwi­schen ein Schopftintling

Genau die­sen Weg gehe ich in mei­nem Online­kurs „Mit den Wild­pflan­zen durchs Jahr“ mit Dir. Die Brenn­nes­sel, den Löwen­zahn und die Vogel­mie­re stel­le ich Dir dort aus­führ­lich vor, zusam­men mit vie­len wei­te­ren ess­ba­ren Wild­pflan­zen vor Dei­ner Haus­tür. Jeden Monat neh­me ich Dich mit zu dem, was drau­ßen gera­de dran ist, vom ers­ten Grün im Früh­jahr bis zu den Schle­hen nach dem ers­ten Frost.

„Habe mega viel gelernt, füh­le mich jetzt viel siche­rer und lie­be es, mei­ne ers­ten wil­den Gerich­te zu zaubern.“

Sil­via, Teil­neh­me­rin im Kurs
Kursbild „Mit den Wildpflanzen durchs Jahr“: Monatskurs mit Heike Engel zum Sammeln, Bestimmen und Zubereiten von Wildpflanzen

Mit den Wildpflanzen durchs Jahr

Möch­test Du die Schät­ze direkt vor Dei­ner Haus­tür sicher erken­nen und Monat für Monat mehr davon in Dei­ne Küche holen? In mei­nem Online­kurs „Mit den Wild­pflan­zen durchs Jahr“ beglei­te ich Dich durch alle Jah­res­zei­ten: Du lernst, was gera­de wächst, wie Du es sicher bestimmst und was Du dar­aus machen kannst.

Ich bin noch heute auf dem Weg

Wenn Du jetzt denkst, das ist ganz schön viel: Kei­ne Sor­ge. Nie­mand lernt die Wild­pflan­zen an einem Nach­mit­tag ken­nen, und das ist auch gar nicht nötig. Ich bin selbst noch heu­te auf dem Weg, weil man nie aus­lernt. Jedes Jahr ent­de­cke ich etwas Neu­es, eine Pflan­ze, die ich über­se­hen habe, eine Ver­wen­dung, die ich noch nicht kannte.

Fang ein­fach mit einer Pflan­ze an. Geh hin­aus, schau genau­er hin und lass Dich über­ra­schen, wie schnell aus einer grü­nen Wie­se ein Ort vol­ler alter Bekann­ter wird. Ich freue mich, wenn ich Dich auf die­sem Weg ein Stück beglei­ten darf.

Häufige Fragen zum Einstieg in die Wildpflanzen

Wie lange dauert es, bis ich Wildpflanzen sicher erkenne?

Fast jede kennt schon min­des­tens fünf Pflan­zen, zum Bei­spiel Brenn­nes­sel, Löwen­zahn oder Gän­se­blüm­chen. Damit kannst Du anfan­gen und jedes Jahr dar­auf auf­bau­en. Eine Hand­voll neu­er Pflan­zen lernst Du in einer Sai­son sicher ken­nen, wenn Du regel­mä­ßig drau­ßen bist und übst. Wirk­lich ver­traut wird Dir eine Pflan­ze, wenn Du sie ein gan­zes Jahr beglei­tet hast und sie in jeder Wachs­tums­pha­se erkennst.

Kann ich Wildpflanzen mit einer App bestimmen?

Ich emp­feh­le Apps zum Bestim­men nicht. Sie kön­nen Dir höchs­tens zur Ori­en­tie­rung die­nen, aber nicht zur siche­ren Bestim­mung. Wenn Du eine Pflan­ze essen möch­test, prü­fe die Merk­ma­le immer selbst und iss nur, was Du ganz sicher erkannt hast.

Wie lerne ich Wildkräuter bestimmen?

Am sichers­ten lernst Du mit jeman­dem, der sich aus­kennt: vor Ort auf einer Kräu­t­er­wan­de­rung oder gern auch online bei mir. Dazu nimmst Du Dir eine Pflan­ze nach der ande­ren vor, prägst Dir meh­re­re Merk­ma­le ein, ver­gleichst sie mit einem guten Bestim­mungs­buch und besuchst sie immer wie­der, bis Du sie in jeder Jah­res­zeit erkennst.

Welche Wildpflanzen sind für Anfänger geeignet?

Gut geeig­net sind Pflan­zen, die leicht zu erken­nen sind und kaum gefähr­li­che Dop­pel­gän­ger haben, zum Bei­spiel Brenn­nes­sel, Löwen­zahn, Vogel­mie­re und Gän­se­blüm­chen. Dol­den­blüt­ler wie Giersch soll­test Du am Anfang meiden.

Wo darf ich Wildpflanzen sammeln?

Nach dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz darfst Du wild wach­sen­de Pflan­zen in gerin­gen Men­gen für den eige­nen Bedarf pfleg­lich sam­meln, wo kein Betre­tungs­ver­bot gilt. In Natur­schutz­ge­bie­ten und bei geschütz­ten Arten ist das Sam­meln tabu. Mei­de außer­dem stark befah­re­ne Stra­ßen, Hun­de­wie­sen und gespritz­te Feldränder.

Lohnt sich ein Onlinekurs, wenn ich doch draußen lernen will?

Ja, wenn er Dich nach drau­ßen bringt. Ein guter Kurs zeigt Dir, was gera­de wächst, wor­auf Du ach­ten musst und was Du dar­aus machen kannst. Das Sam­meln und Erken­nen übst Du dann selbst auf Dei­nen Spa­zier­gän­gen, mit der Sicher­heit, jeder­zeit nach­fra­gen zu können.

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Ich bin Hei­ke Engel, Heil­prak­ti­ke­rin, Qigon­g­leh­re­rin, Fach­be­ra­te­rin für Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen und Pilz­coach. Hier auf Strah­le­Mensch tei­le ich mein Wis­sen über Wild­pflan­zen, Pil­ze, Natur­heil­kun­de und Qigong und beglei­te Men­schen in Kur­sen und Online-Ange­bo­ten zurück zur Natur und ein Stück näher zu sich selbst.

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Heike Engel von StrahleMensch

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