Salzstangen aus Löwenzahnstängeln

In sozia­len Medi­en kur­siert der­zeit ein unge­wöhn­li­cher Snack: Salz­stan­gen aus Löwen­zahn­stän­geln. Ich war sofort fas­zi­niert wie bei fast allem mit Wild­pflan­zen. Das Tol­le, bei mir im Gar­ten ste­hen vie­le ver­blüh­te Löwen­zahn­blü­ten an lan­gen Stän­gel – per­fekt um es aus­zu­pro­bie­ren. Also nichts wie in den Garten: 

Einfache Zubereitung statt aufwendiger Rezeptur

Die Umset­zung ist ein­fa­cher, als vie­le Bei­trä­ge ver­mu­ten las­sen. Fri­sche Löwen­zahn­stän­gel wer­den gesam­melt – am bes­ten mög­lichst lan­ge, denn ent­spre­chend lang wer­den spä­ter auch die geba­cke­nen „Salz­stan­gen“. Die Stän­gel kön­nen ruhig schon ver­blüht sein.

Die ver­blüh­ten Blü­ten­köp­fe wer­den ent­fernt, anschlie­ßend kom­men die Stän­gel auf ein Back­blech. Falls sie zu lang sind, kön­nen sie ein­fach gekürzt wer­den – die Abschnit­te las­sen sich pro­blem­los mitverwenden.

Danach wer­den sie leicht mit Öl ein­ge­sprüht oder bestri­chen. Wich­tig ist dabei die rich­ti­ge Men­ge: Zu viel Öl macht die Stän­gel weich, zu wenig ver­hin­dert die gewünsch­te Knusp­rig­keit. Mit einem fei­nen Sprüh­ne­bel gelingt es in der Regel gut. Anschlie­ßend nach Geschmack wür­zen. Ich habe mein fei­nes Wild­kräu­ter­salz drü­ber gege­ben, dann ab in den Ofen

Geba­cken wird das Gan­ze bei 140 °C für etwa 30 bis 40 Minu­ten. Ab etwa 30 Minu­ten lohnt es sich, regel­mä­ßig zu prü­fen, wie kna­ckig die Stän­gel bereits sind, damit sie nicht ver­bren­nen. Im Ofen trock­nen sie aus und ent­wi­ckeln eine fes­te, leicht knusp­ri­ge Konsistenz.

Geschmackstest: Knusprig mit bitterer Note

Die „Salz­stan­gen“ haben einen ange­neh­men Crunch und las­sen sich gut sna­cken. Gleich­zei­tig brin­gen Löwen­zahn­stän­gel eine deut­li­che Bit­ter­no­te mit, die auch durch das Backen erhal­ten bleibt.

Das Kräu­ter­salz sorgt für eine wür­zi­ge Balan­ce. Wer bit­te­re Aro­men mag – etwa von Wild­kräu­tern – dürf­te Gefal­len dar­an fin­den. Für ande­re bleibt der Geschmack eher ungewohnt.

Der Reiz liegt vor allem im Aus­pro­bie­ren und im krea­ti­ven Umgang mit Wildpflanzen.

Fazit

Salz­stan­gen aus Löwen­zahn­stän­geln sind ein inter­es­san­tes Bei­spiel dafür, wie ein­fa­che Zuta­ten neu inter­pre­tiert wer­den kön­nen. Der Trend lebt von sei­ner Ori­gi­na­li­tät und passt beson­ders gut in die Löwen­zahn­zeit. Nach der Haupt­blü­te las­sen sich die noch vor­han­de­nen Stän­gel sinn­voll verwerten.

Als sai­so­na­ler Snack ist die­se Idee auf jeden Fall span­nend – und für mich per­sön­lich eine Berei­che­rung, die ich ger­ne in mein Reper­toire aufnehme.

Schreibt mir doch, ob ihr es schon aus­pro­biert habt und wie es euch schmeckt!

Eure Hei­ke

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