Fertige Salzstangen aus Löwenzahnstängeln neben einer Wiese mit verblühtem Löwenzahn Titel

Salzstangen aus Löwenzahnstängeln

Salz­stan­gen aus Löwen­zahn­stän­geln – als ich die­se unge­wöhn­li­che Idee zum ers­ten Mal in den sozia­len Medi­en gese­hen habe, war mei­ne Neu­gier sofort geweckt. Ihr kennt mich: Wenn sich aus einer Wild­pflan­ze etwas Über­ra­schen­des zau­bern lässt, muss ich es ausprobieren.

Und Löwen­zahn­stän­gel hat­te ich gera­de mehr als genug. In mei­nem Gar­ten stan­den vie­le ver­blüh­te Löwen­zahn­blü­ten mit lan­gen, kräf­ti­gen Stän­geln. Per­fekt also für einen klei­nen Ver­such: Kön­nen dar­aus tat­säch­lich knusp­ri­ge „Salz­stan­gen“ werden?

Also nichts wie raus in den Garten.

Kann man Löwenzahnstängel essen?


Ja, auch die Stän­gel des Löwen­zahns sind ess­bar. Wie ande­re Tei­le der Pflan­ze ent­hal­ten sie Bit­ter­stof­fe, die man beim Essen deut­lich schme­cken kann.

Gera­de das fin­de ich am Löwen­zahn so span­nend: Von den Blü­ten über die Blät­ter bis zu den Stän­geln und Wur­zeln las­sen sich unter­schied­li­che Pflan­zen­tei­le verwenden.

Wich­tig ist natür­lich, Löwen­zahn nur dort zu sam­meln, wo du eine Belas­tung durch Stra­ßen­ver­kehr, Hun­de­kot oder Spritz­mit­tel mög­lichst aus­schlie­ßen kannst – und nur Pflan­zen zu ver­wen­den, die du sicher bestimmt hast.

Salzstangen aus Löwenzahnstängeln – mein einfaches Rezept

Das brauchst du

  • fri­sche, mög­lichst lan­ge Löwenzahnstängel
  • etwas Öl
  • Kräu­ter­salz oder Wild­kräu­ter­salz nach Geschmack

So bereite ich die Löwenzahn-Salzstangen zu:

Ich samm­le mög­lichst lan­ge Löwen­zahn­stän­gel. Die Blü­ten dür­fen dabei ruhig schon ver­blüht sein. Die ver­blüh­ten Blü­ten­köp­fe ent­fer­ne ich und lege die Stän­gel auf ein Back­blech. Sind ein­zel­ne Stän­gel zu lang, kür­ze ich sie ein­fach – auch die abge­schnit­te­nen Stü­cke kön­nen mit aufs Blech.

Gesammelte grüne Löwenzahnstängel auf einer Wiese und vorbereitet auf einem Tisch für Löwenzahn-Salzstangen
Frisch gesam­mel­te Löwen­zahn­stän­gel: Aus den grü­nen Stän­geln berei­te ich mei­ne wil­den „Salz­stan­gen“ zu.

Anschlie­ßend besprü­he oder bestrei­che ich die Stän­gel ganz leicht mit Öl. Dabei lohnt es sich, spar­sam zu sein: Zu viel Öl macht die Stän­gel eher weich, zu wenig erschwert die gewünsch­te Knusp­rig­keit. Mit einem fei­nen Sprüh­ne­bel klappt es bei mir am besten.

Dann wür­ze ich die Löwen­zahn­stän­gel. Ich ver­wen­de dafür ger­ne mein Wildkräutersalz.

Bei 140 °C kom­men die Stän­gel für unge­fähr 30 bis 40 Minu­ten in den Back­ofen. Ab etwa 30 Minu­ten schaue ich regel­mä­ßig nach ihnen. Je nach Dicke der Stän­gel kann die Back­zeit etwas vari­ie­ren und sie sol­len schließ­lich knusp­rig wer­den, aber nicht verbrennen.Die Umset­zung ist ein­fa­cher, als vie­le Bei­trä­ge ver­mu­ten las­sen. Fri­sche Löwen­zahn­stän­gel wer­den gesam­melt – am bes­ten mög­lichst lan­ge, denn ent­spre­chend lang wer­den spä­ter auch die geba­cke­nen „Salz­stan­gen“. Die Stän­gel kön­nen ruhig schon ver­blüht sein.

Löwenzahnstängel werden mit Salz und Gewürzen für wilde Salzstangen gewürzt
Die vor­be­rei­te­ten Löwen­zahn­stän­gel wür­ze ich mit Salz und Gewür­zen, bevor sie zu mei­nen wil­den „Salz­stan­gen“ wei­ter­ver­ar­bei­tet werden.

Geschmackstest: Knusprig mit bitterer Note

Die „Salz­stan­gen“ haben einen ange­neh­men Crunch und las­sen sich gut sna­cken. Gleich­zei­tig brin­gen Löwen­zahn­stän­gel eine deut­li­che Bit­ter­no­te mit, die auch durch das Backen erhal­ten bleibt.

Das Kräu­ter­salz sorgt für eine wür­zi­ge Balan­ce. Wer bit­te­re Aro­men mag – etwa von Wild­kräu­tern – dürf­te Gefal­len dar­an fin­den. Wer Bit­ter­stof­fe nicht gewohnt ist, wird sich viel­leicht erst ein­mal an den Geschmack her­an­tas­ten müssen.

Der Reiz liegt vor allem im Aus­pro­bie­ren und im krea­ti­ven Umgang mit Wildpflanzen.

Fertig zubereitete knusprige Salzstangen aus Löwenzahnstängeln neben Löwenzahnblüte, Pusteblume und Blättern
Fer­tig sind mei­ne wil­den „Salz­stan­gen“ aus Löwen­zahn­stän­geln – knusp­rig gerös­tet und eine unge­wöhn­li­che Mög­lich­keit, auch die Stän­gel des Löwen­zahns zu verwenden.

Mein Fazit: eine ungewöhnliche Idee, die Spaß macht

Ich mag sol­che klei­nen Expe­ri­men­te mit Wild­pflan­zen. Sie zei­gen mir immer wie­der, wie viel direkt vor unse­rer Haus­tür wächst und wie wenig wir davon heu­te noch selbst­ver­ständ­lich nutzen.

Die Salz­stan­gen aus Löwen­zahn­stän­geln wer­den sicher nicht für jeden zum neu­en Lieb­lings­snack – dafür ist ihre bit­te­re Note zu cha­rak­te­ris­tisch. Aber gera­de das macht für mich den Reiz aus.

Und wenn nach der Löwen­zahn­blü­te über­all die lan­gen Stän­gel ste­hen, weiß ich jetzt: Auch dar­aus lässt sich noch etwas machen.

Wenn du die Löwen­zahn-Salz­stan­gen aus­pro­bierst, schreib mir ger­ne in die Kom­men­ta­re, wie sie dir geschmeckt haben.

Eure Hei­ke

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Häufige Fragen zu Salzstangen aus Löwenzahnstängeln

Kann man Löwenzahnstängel essen?

Ja, Löwen­zahn­stän­gel sind ess­bar. Sie haben aller­dings einen deut­lich bit­te­ren Geschmack. Ver­wen­de nur Löwen­zahn, den du sicher bestimmt hast und der an einem geeig­ne­ten Sam­mel­platz wächst.

Welche Löwenzahnstängel eignen sich für die Salzstangen?

Ich ver­wen­de mög­lichst lan­ge, fri­sche Stän­gel. Die Blü­ten dür­fen bereits ver­blüht sein. Den Blü­ten­kopf ent­fer­ne ich vor der Zubereitung.

Wie lange kommen Löwenzahnstängel in den Backofen?

Bei mir brau­chen die Löwen­zahn­stän­gel bei 140 °C unge­fähr 30 bis 40 Minu­ten. Da Dicke und Feuch­tig­keit unter­schied­lich sein kön­nen, kon­trol­lie­re ich sie gegen Ende regelmäßig.

Wie schmecken Salzstangen aus Löwenzahnstängeln?

Sie wer­den tro­cken und leicht knusp­rig und behal­ten die für Löwen­zahn typi­sche bit­te­re Note. Kräu­ter- oder Wild­kräu­ter­salz sorgt zusätz­lich für Würze.


Wei­ter­le­sen – noch mehr Löwen­zahn ent­de­cken:

Löwen­zahn – ein Heil­kraut
→ wenn du mehr über die Pflan­ze selbst erfah­ren möchtest.

Löwenzahn-„Honig“
→ ein Klas­si­ker für die Löwenzahnblüte.

Ein­ge­leg­te Löwen­zahn­knos­pen
→ noch eine über­ra­schen­de Mög­lich­keit, Löwen­zahn in der Küche zu verwenden.

Löwen­zahn­spa­ghet­ti aus den Stängeln

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