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Löwenzahn – “Honig” inspiriert von Anthony William

Jetzt im Frühjahr stehen die Wiesen voll mit dem blühenden Löwenzahn. Diese kleinen Sonnen lachen mich jedes Jahr so wundervoll an, dass ich immer etwas Neues aus ihnen zaubern möchte. Da ich selbst nach den Empfehlungen von Anthony William leben, passe ich auch meine Wildpflanzen-Rezepte Stück für Stück an. Hier ein leckeres Rezept:

Der Löwen­zahn – Tara­xa­cum officinale

Der Löwen­zahn steht die­ses Jahr im April so wun­der­schön in der Blü­te, dass ich gar nicht anders kann, wie tol­le Sachen aus ihm zu zau­bern. Lei­der wird es immer noch oft zu Unrecht als “Unkraut” betrach­tet und wird nur all­zu­gern aus den Gär­ten ver­drängt. Arg­wöh­nisch wer­den die “Pus­te­blu­men” in Nach­bars Gar­ten betrach­tet, wel­che sich beim nächs­ten Wind­stoss auf­ma­chen kön­nen uns sich eben in frem­de Gär­ten nie­der­las­sen kön­nen. Dabei möch­te der Löwen­zahn uns nur unter­stüt­zen und uns kräf­ti­gen und bele­ben und mit neu­er Ener­gie durchs Jahr gehen las­sen. Und mit sei­ner wun­der­vol­len Blü­te ist es fast schon schwer, ihn nicht ins Herz zu las­sen. Der Löwen­zahn ist auch eine wich­ti­ge Fut­ter­pflan­ze für die Bie­nen und Insek­ten im Früh­jahr. Falls es wenig Löwen­zahn gibt, soll­te man ihn den Bie­nen ste­hen las­sen. Jedoch bei mir gibt es den gan­zen Gar­ten voll und auch die Wie­sen ste­hen in vol­ler Blü­te. Bit­te jedoch immer die Sam­mel-Regeln beachten.

Ich schwär­me gern für ihn, denn er ist ein rich­ti­ger All­roun­der. Der Löwen­zahn ist eine unse­rer wich­tigs­ten Wild­pflan­zen, wel­che uns fast das gan­ze Jahr über beglei­tet. Man kann Wur­zel, Blatt, Stän­gel, Knos­pe und Blü­te essen. Er ent­hält vie­le Bit­ter­stof­fe, wel­chen unse­ren Kör­per wun­der­voll anre­gen und bele­ben. Er ent­hält wei­ter vie­le Vit­ami­ne, Spu­ren­ele­ment und auch Eisen. Er bringt unse­re Stoff­wech­sel­säf­te wie­der zum flies­sen und kann so man­che Stau­ung wie­der lösen. Bei vor­han­de­nen Gal­lestei­nen jedoch soll­te vor­ab ein Arzt kon­sul­tiert wer­den, ob die Ein­nah­me emp­feh­lens­wert ist. Ja – denn auch der Löwen­zahn ist eine Heil­pflan­ze und hat Heil­wir­kun­gen. So soll­te auch kei­ne Heil­pflan­ze län­ger als 3–6 Woche kur­mäs­sig ver­wen­det wer­den. Möch­test Du noch mehr über den Löwen­zahn erfah­ren, kannst Du das hier.

In unse­ren Spei­se­plan soll­ten wir den Löwen­zahn immer wie­der ein­bau­en. Jedoch nicht täg­lich. Abwechs­lung heißt hier das Zau­ber­wort. Ich habe für Euch ein neu­es Rezept aus­pro­biert und für gut befunden:

Den Löwenzahn “Honig”

Honig steht nur in Anfüh­rungs­zei­chen, da der ech­te Honig natür­lich nur von den Bie­nen her­ge­stellt wird und das ist natür­lich ein rich­tig lecke­rer Löwen­zahn­ho­nig, wel­cher aus­schließ­lich von Bie­nen her­ge­stellt wur­de. Wir kön­nen uns jedoch auch was Ähn­li­ches zau­bern. Die Kon­sis­tenz ist lei­der nicht sehr Honig­ar­tig, son­dern eher Geleeartig. 

Du benö­tigst fol­gen­de Zutaten: 

  • 100 g fri­sche Löwenzahnblüten
  • 7 EL Ahornsirup
  • 4 TL Zitronensaft
  • 1 TL Agar Agar
  • 500 ml Wasser

Zube­rei­tung:

  • Löwen­zahn­blü­ten sam­meln und an einem schat­ti­gen Stand­ort aus­brei­ten (so ca. 1 Std. dann kön­nen etwaig ein­ge­sam­mel­te Krab­bel­tie­re flüchten)
  • Was­ser und Blü­ten in einen Topf geben
  • Deckel auf den Topf geben und aufkochen
  • Herd aus­schal­ten und Topf ste­hen las­sen (Induk­ti­on etwa 1 min köcheln lassen)
  • 24 Std zie­hen lassen
  • erneut auf­ko­chen
  • 2 Std zie­hen lassen
  • Flüs­sig­keit absie­ben (dabei die Blü­ten ruhig ausdrücken)
  • etwas Saft abneh­men und 1 TL Agar Agar einrühren
  • Zitro­nen­saft, Agar Agar und Ahorn­si­rup in die Flüs­sig­keit geben 
  • und zum kochen bringen
  • 2 Minu­ten köcheln lassen
  • heiss in Glä­ser füllen
  • zuge­deckt erkal­ten lassen

Der Löwen­zahn “Honig” hat eine bit­te­re Note. Ich fin­de den Geschmack sehr span­nend und es ist gelee­ar­tig auf­grund des Agar Agar. Man kann ihn pri­ma aufs Brot strei­chen und ich mag es sehr.

Es kön­nen natür­lich auch ande­re Zucker­stof­fe ver­wen­det wer­den, wie Kokos­blü­ten­zu­cker – der Geschmack wird sich dadurch sicher ver­än­dern – aber mög­lich ist es. Ver­wen­det das, was Euch am meis­ten zusagt.

Ich habe mir die Mühe gemacht, die Blü­ten aus­zu­zup­fen und dann habe ich mal die gan­zen Blü­ten ver­wen­det. Farb­lich ist kaum ein Unter­schied zu sehen. Geschmack­lich ist der rei­ne Löwenzahnblüten“Honig” etwas weni­ger bit­ter. Aber dafür bin ich auch 1 Stun­de geses­sen und habe gezupft. Also man kann das machen. Muss aber nicht. Ist ja auch eine schö­ne Tätig­keit. Ich habe wäh­rend­des­sen mei­nen Kin­dern beim spie­len zuge­se­hen. Es hat natür­lich auch was. Das könnt ihr aber ein­fach selbst ent­schei­den. Nötig ist es jedoch nicht. 

Nun viel Freu­de beim Ausprobieren:

Viel­leicht inter­es­siert Dich auch noch was Anderes: 

Löwen­zahn­wur­zel

Löwen­zahn-Kaf­fee

Ich freu mich über Eure Berich­te – hin­ter­lasst mir doch ein­fach einen Kom­men­tar und falls Dir mei­ne Arti­kel gefal­len, dann trag Dich doch ein­fach in mei­nen News­let­ter ein. Dort berich­te ich immer wie­der über neue Rezep­te und auch Ange­bot von mir. Natür­lich kön­nen die Arti­kel auch geteilt wer­den. Herz­li­che Grü­ße – Eure Heike

2 Antworten

  1. Lie­be Heike,

    ich habe ein Rezept für Löwen­zahn­si­rup von Maria Tre­ben, Gesund­heit aus der Apo­the­ke Got­tes, der wie Honig ist. Zwei gehäuf­te Dop­pel­hän­de voll Löwen­zahn­blü­ten wer­den in einem Liter kal­ten Was­ser zuge­stellt und lang­sam zum Sie­den gebracht. Man lässt auf­wal­len, zieht den Topf von der Plat­te und lässt das Gan­ze über Nacht ste­hen. Am nächs­ten Tag leert man alles in ein Sieb, lässt abtrop­fen und presst die Blü­ten mit bei­den Hän­den gut aus. In den Saft wird nun 1 kg Roh­zu­cker ein­ge­rührt und eine hal­be, in Schei­ben geschnit­te­ne Zitro­ne (falls gespritzt – ohne Scha­le) dazu­ge­ge­ben. Mehr Zitro­ne macht säu­er­lich. Der Topf wird ohne Deckel auf die Herd­plat­te gestellt. Um alle Vit­ami­ne zu erhal­ten, wird nur Stu­fe 1 ein­ge­schal­tet. So ver­duns­tet die Flüs­sig­keit ohne zu kochen. Man lässt die Mas­se ein- bis zwei­mal erkal­ten, um die rich­ti­ge Sub­stanz des Sirups fest­stel­len zu kön­nen. Er darf nicht zu dick wer­den, da er nach län­ge­rer Auf­be­wah­rung kris­tal­li­sie­ren wür­de, aber auch nicht zu dünn; er wür­de nach eini­ger Zeit zu säu­ern begin­nen. Es muss ein rich­ti­ger, dick­flüs­si­ger Sirup wer­den, der auf die Früh­stücks­sem­mel oder auf das But­ter­brot gestri­chen, ganz herr­lich schmeckt.

    Viel Spaß beim Probieren. 

    Lie­be Grüße 

    Bir­git

    1. Lie­be Bir­git – das ist ein wun­der­vol­les Rezept, vie­len lie­ben Dank, dass Du es mit uns teilst. Ich lebe jedoch nach den Emp­feh­lun­gen von Antho­ny Wil­liam und da ist Zucker ein­fach nicht dabei. Aber es gibt auch vie­le Men­schen, wel­che nicht nach Antho­ny Wil­liam leben hier und für die ist Dein Rezept ganz wun­der­voll. Lie­be Grü­ße Heike

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