Zwei Gläser Nadeltee mit Zitronenscheiben und Tannenzweigen

Weihnachtsbaum weiterverwenden: Nadeltee, Räuchern und viele Ideen für danach

Weihnachtsbaum weiterverwenden: Nadeltee, Nadelsalz, Badesalz, Räuchern, Hydrolat, Quirl und mehr. So nutzt Du Deinen unbehandelten Baum komplett.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Weih­nachts­baum muss nach den Fei­er­ta­gen nicht auf die Stra­ße: Nadeln, Zwei­ge, Spit­ze und Stamm las­sen sich kom­plett weiterverwenden.
  • Aus den Nadeln wer­den Tee, Pul­ver, Salz, Bade­salz, Tink­tur, Öl, Hydro­lat und Räucherwerk.
  • Aus der Spit­ze schnitzt Du einen Quirl, aus den Ästen Pflan­zen­stüt­zen und Anzünder.
  • Das geht nur mit unbe­han­del­ten Bäu­men. Ach­te dar­auf, woher Dein Baum kommt.
  • Wich­tig: Tan­ne, Fich­te und Dou­gla­sie nie mit der gif­ti­gen Eibe verwechseln.

Bevor Du los­legst: Ver­wechs­le Tan­ne, Fich­te oder Dou­gla­sie nie mit der gif­ti­gen Eibe. Bei einem gekauf­ten Weih­nachts­baum pas­siert das kaum, aber wenn Du die Rezep­te auch mit Zwei­gen aus der Natur aus­pro­bierst, infor­mie­re Dich bit­te vor­her in mei­nem Arti­kel Eibe, Fich­te oder Tan­ne? So erken­ne ich die gif­ti­ge Eibe sicher. Alle Ideen hier funk­tio­nie­ren nur mit unbe­han­del­ten Bäumen.

Woher kommt der Brauch des Weihnachtsbaums?

Der Weih­nachts­baum gehört fest zur Weih­nachts­zeit. Zum Hei­li­gen Abend wird er auf­ge­stellt und mit Ker­zen, Kugeln und Ster­nen geschmückt, die Geschen­ke lie­gen dar­un­ter, und in sei­nem Schein wird gemein­sam musi­ziert und gesun­gen. Doch woher stammt die­ser Brauch eigentlich?

Die ältes­ten Zeug­nis­se stam­men aus dem 16. Jahr­hun­dert. Damals ging es um einen Gedenk­tag für Adam und Eva. In pro­tes­tan­ti­schen Gegen­den setz­te sich der geschmück­te Baum zuerst durch, in der katho­li­schen Kir­che stand lan­ge die Krip­pe im Vor­der­grund. Erst 1982 wur­de auf Wunsch von Papst Johan­nes Paul II. ein Weih­nachts­baum auf dem Peters­platz aufgestellt.²

Doch wir kön­nen noch wei­ter zurück­ge­hen. Immer­grü­ne Zwei­ge spiel­ten ver­mut­lich schon in vor­christ­li­chen Bräu­chen eine Rol­le. Ihr dau­er­haf­tes Grün stand für Frucht­bar­keit und Lebens­kraft. Gan­ze Bäu­me ver­wen­de­te man damals noch nicht, aber Zwei­ge von Tan­ne, Wachol­der und Mis­tel schmück­ten die Häu­ser in der dunk­len Zeit rund um die Win­ter­son­nen­wen­de. Mehr dazu liest Du in Yule: Die Wie­der­kehr des Lichts.

Als Ers­te schmück­ten wohl die Hand­werks­zünf­te einen gan­zen Baum. Der Brauch ging dann auf wohl­ha­ben­de Fami­li­en über und ver­brei­te­te sich immer mehr, bis nach Ame­ri­ka: 1889 stand erst­mals ein Weih­nachts­baum im Wei­ßen Haus.¹

Woher kommt unser Baum?

Heu­te wer­den immer mehr Stim­men laut, den Brauch zu über­den­ken: Für zwei Wochen wird ein Baum gefällt, der etwa zehn Jah­re und mehr gewach­sen ist, und dann weg­ge­wor­fen. Es gibt schö­ne Alter­na­ti­ven wie Bäu­me im Topf, die Du danach in den Gar­ten pflan­zen kannst. Eine Freun­din erzähl­te mir, dass sie eine Fich­ten­he­cke im Gar­ten hat. Jedes Jahr wird oben eine Spit­ze gekappt, ins Haus geholt, geschmückt und bewun­dert, egal ob krumm oder mit weni­gen Ästen.

Ich fin­de, dar­über soll­te sich jede Gedan­ken machen und den Bäu­men mit Acht­sam­keit begeg­nen. Bei uns sieht das so aus: Wir holen die Säge aus dem Kel­ler und gehen zu einem Baum­ver­käu­fer in unse­rer Nähe. Er hat die Bäu­me selbst gepflanzt, und wir dür­fen durch die Plan­ta­ge gehen und uns selbst einen Baum aus­su­chen und sägen. Die Bäu­me wer­den dort nicht gespritzt. Für mei­ne Kin­der ist es jedes Mal ein High­light, sich den Baum selbst aus­zu­su­chen und mit nach Hau­se zu neh­men. So haben wir von Anfang an eine Bezie­hung zu ihm: Wir haben gese­hen, wo er gewach­sen ist und wer sei­ne Nach­barn waren, dan­ken dem Ort und brin­gen ihn nach Hause.

Auf einer Weihnachtsbaumplantage wird ein Baum ausgesucht und gesägt
Unse­ren Baum suchen wir uns selbst auf einer Plan­ta­ge aus

Bäu­me für gro­ße Bil­lig­an­ge­bo­te wer­den oft in kur­zer Zeit her­an­ge­zo­gen und mit Pflan­zen­schutz­mit­teln behan­delt. So einen Baum möch­te ich mir nicht ins Wohn­zim­mer stel­len, und wei­ter­ver­wen­den kann man ihn auch nicht. Ach­te also dar­auf, woher Dein Baum kommt.

Unser Baum wird nicht gleich nach dem 6. Janu­ar aus dem Wohn­zim­mer ver­bannt, son­dern darf noch län­ger blei­ben. Ich habe im Janu­ar Geburts­tag, und da steht der Baum immer noch. Frü­her stan­den Weih­nachts­bäu­me oft sogar bis Licht­mess, mehr dazu in Imbolc und Maria Licht­mess: das Fest des wie­der­keh­ren­den Lichts. Danach wird er abge­schmückt und kom­plett wei­ter­ver­wen­det. Wie, das möch­te ich gern mit Dir teilen.

Nadelbäume in der Volksheilkunde

Nadel­bäu­me wur­den in der Volks­heil­kun­de schon immer viel­sei­tig genutzt:

  • Harz wur­de wie Kau­gum­mi gekaut, um das Zahn­fleisch zu festigen.
  • Die Nadeln ent­hal­ten Vit­amin C und gal­ten als Mit­tel gegen Skorbut.
  • Tee aus den Nadeln wur­de bei Hus­ten getrun­ken, er gilt als schleimlösend.
  • Bei Erkäl­tun­gen wur­de mit Nadeln inhaliert.
  • Ein­rei­bun­gen wir­ken durch­blu­tungs­för­dernd und wur­den bei Rheu­ma und Ner­ven­schmer­zen verwendet.

Außer­dem wur­den Pflan­zen­wäs­ser und äthe­ri­sche Öle gewon­nen. Mehr über die Heil­kraft der Nadel­bäu­me liest Du auch in mei­nem Arti­kel Wald­kie­fer: Kie­fern­na­del­tee, Inha­la­ti­on und Heil­kraft aus dem Wald.

Waldbaden im Wohnzimmer? Was Shinrin Yoku mit Deinem Baum zu tun hat

Das Wald­ba­den, japa­nisch Shin­rin Yoku, ist inzwi­schen sehr bekannt. Der japa­ni­sche For­scher Qing Li hat dazu viel geforscht: Nach einem drei­tä­gi­gen Wald­auf­ent­halt war bei fast allen Teil­neh­mern die Akti­vi­tät der natür­li­chen Kil­ler­zel­len, also der Abwehr­zel­len gegen Viren, um etwa 50 Pro­zent höher als vorher.³ Der Effekt hielt teil­wei­se noch Wochen an, und die Stress­hor­mo­ne san­ken. Als ein Grund gel­ten die Duft­stof­fe der Bäu­me, die Ter­pe­ne, die wir mit jedem Atem­zug auf­neh­men. Ein Nadel­baum im Wohn­zim­mer ersetzt natür­lich kei­nen Wald­spa­zier­gang, aber der Duft tut gut, gera­de in der Zeit, in der Erkäl­tun­gen durch die Häu­ser ziehen.

Was Du aus Deinem Weihnachtsbaum machen kannst

Ein Quirl aus der Baumspitze

Mei­ne ers­te Idee: ein wun­der­vol­ler Quirl. Dafür neh­me ich dem Baum die Spit­ze, ent­fer­ne Nadeln und Rin­de, und schon habe ich einen Holz­quirl für mei­ne Kräuterrezepte.

Selbst gemachter Holzquirl aus der Spitze des Weihnachtsbaums
Aus der Baum­spit­ze wird ein Quirl

Nadeln in der wilden Küche

Bei uns ste­hen meist Tan­nen im Wohn­zim­mer, da Fich­ten schnel­ler nadeln. Tan­nen gehö­ren zu den Kie­fern­ge­wäch­sen und schme­cken in der wil­den Küche rich­tig lecker: etwas säu­er­lich, frisch wun­der­bar im Salat, das gibt auch dem Weih­nachts­me­nü eine beson­de­re Note. Auch Süß­spei­sen kannst Du damit wür­zen, vor allem, wenn eine Dou­gla­sie in Dei­nem Wohn­zim­mer steht. Ver­reibst Du ihre Nadeln, ent­steht ein herr­li­cher Oran­gen­duft. Dar­aus las­sen sich Bon­bons machen, und Du kannst Alko­hol, Essig, Öl und Honig damit anset­zen, für Dich oder als Geschenk. Samm­le also zuerst einen Teil der Nadeln für Dich, getrock­net sind sie meist schon wun­der­bar. Im Früh­jahr kannst Du übri­gens mit den jun­gen Wip­feln wei­ter­ma­chen, zum Bei­spiel als Fich­ten­wip­fel-Honig.

Nadel-Smoothie

Pro­bier ein­fach ein­mal, Nadeln in den Smoothie zu geben, am bes­ten frisch. Mix sie mit Apfel, Zitro­ne, even­tu­ell Bana­ne, je nach­dem wie süß Du es magst, und Was­ser. Er ist erfri­schend und belebend.

Nadeltee

Brich die Nadeln etwas oder mör­se­re sie kurz an. Für eine Tas­se nimmst Du etwa 2 TL getrock­ne­te Nadeln und 250 ml kochen­des Was­ser, lässt alles 5 Minu­ten zie­hen und seihst ab. Ich gebe gern noch etwas Zitro­ne, Ing­wer oder Oran­ge dazu, manch­mal auch eine Zimt­stan­ge und einen Löf­fel Honig. Da kannst Du mit Dei­ner Fan­ta­sie spie­len. Der Tee wärmt und schmeckt herr­lich in der Erkäl­tungs­zeit. Mein Baum wird meist schon beern­tet, wenn er noch steht, ich habe sozu­sa­gen mei­ne wil­de Genuss-Apo­the­ke im Wohn­zim­mer. Dazu neh­me ich ein gan­zes Äst­chen und brü­he mir den Tee auf. Du kannst ihn auch mit Sal­bei, Dost, Holun­der­blü­ten oder Thy­mi­an kom­bi­nie­ren. Ich fin­de es aber schön, eine Pflan­ze am Anfang ganz für sich zu genießen.

Zwei Gläser Nadeltee mit Zitronenscheiben und Tannenzweigen
Tee aus den Nadeln des Weihnachtsbaums

Nadel-Badetee

  • 2 Liter Wasser
  • 2 bis 3 Hän­de voll Nadeln, gern mit Zwei­gen und etwas Harz

Alles etwa 20 Minu­ten kochen, am bes­ten in einem alten Topf, denn es kann har­zig wer­den. Dann ins Bade­was­ser absie­ben. Das Bade­was­ser soll­te nicht hei­ßer als 38 °C sein, und bleib nicht län­ger als 25 Minu­ten drin, das belas­tet den Kreis­lauf. Das Bad ist wun­der­bar in der Erkäl­tungs­zeit und nach dem Sport zum Durch­wär­men. Bei tro­cke­ner Haut gib noch einen Ess­löf­fel Öl dazu.

Nadelpulver

Mör­se­re ein paar getrock­ne­te Nadeln fein, mit dem Mixer geht es auch. So ent­steht ein tol­les Pul­ver, das Dei­nen Spei­sen eine ganz eige­ne Note gibt. Ich mag es gern in Ein­töp­fen, Sup­pen und Salatsoßen.

Gemörserte Tannennadeln in einem Steinmörser
Nadel­pul­ver aus dem Mörser

Nadelsalz

  • 100 g getrock­ne­te Tannennadeln
  • 50 g Salz, zum Bei­spiel Steinsalz

Die Nadeln mör­sern, das Salz dazu­ge­ben und in einem Schraub­glas auf­be­wah­ren. Das Salz kannst Du zum Wür­zen und zum Inha­lie­ren ver­wen­den. Es ist auch ein tol­les Geschenk, mach also gern gleich mehr und gib die Idee wei­ter, damit in Zukunft viel mehr Weih­nachts­bäu­me eine zwei­te Bestim­mung finden.

Inhalieren mit Nadelsalz

Gib 1 bis 2 TL Nadel­salz in einen Topf mit hei­ßem Was­ser und inha­lie­re wie frü­her mit dem Hand­tuch über dem Kopf. Schließ dabei die Augen, bei emp­find­li­chen Men­schen kann es zu Augen­rei­zun­gen kommen.

Badesalz

Aus dem Nadel­salz wird ganz leicht ein Bade­salz: Gib 3 bis 5 Trop­fen eines äthe­ri­schen Öls dazu, ich neh­me gern ein Nadel­öl, und schütt­le alles in einem Schraub­glas gut durch. Für ein Voll­bad gibst Du 5 EL Bade­salz in einen Wasch­lap­pen, bin­dest ihn zu und hängst ihn in die Wan­ne. So musst Du hin­ter­her kei­ne Nadeln aus der Wan­ne put­zen. Bei tro­cke­ner Haut gib noch etwas Mandel‑, Jojoba- oder Oli­ven­öl ins Was­ser. Für ein Fuß­bad nimmst Du ent­spre­chend weniger.

Wich­tig: Inha­lie­ren, Nadel­bä­der und Bade­salz mit äthe­ri­schen Ölen sind nicht für Säug­lin­ge und Klein­kin­der geeig­net und auch nicht bei Asth­ma oder Keuch­hus­ten. Die äthe­ri­schen Öle kön­nen All­er­gien und Krämp­fe der Atem­we­ge aus­lö­sen. Bei Herz-Kreis­lauf-Pro­ble­men sprich vor hei­ßen Voll­bä­dern mit Dei­ner Ärz­tin oder Dei­nem Arzt.

Nadeltinktur zum Einreiben

Die durch­blu­tungs­för­dern­de Wir­kung von Franz­brannt­wein kennst Du viel­leicht. Eine ähn­li­che Tink­tur kannst Du aus den Nadeln selbst herstellen:

  1. Ein Glas zur Hälf­te mit Nadeln füllen.
  2. Gequetsch­te Wachol­der­bee­ren und eine klein geschnit­te­ne Chi­li­scho­te dazu­ge­ben, die ver­stärkt die Wärme.
  3. Mit 40-pro­zen­ti­gem Alko­hol auf­fül­len, ich neh­me gern Wodka.
  4. Gut schüt­teln und 6 Wochen zie­hen lassen.
  5. Abfil­tern, abfül­len und beschriften.

Damit kannst Du schmer­zen­de Gelen­ke ein­rei­ben. Der Alko­hol kann die Haut aus­trock­nen, creme Dich danach also ein. Nicht auf ver­letz­te Haut und nicht in die Nähe der Augen brin­gen, wegen der Chi­li hin­ter­her die Hän­de waschen.

Nadelöl für Massagen

Wer die Tink­tur nicht so gut ver­trägt, macht sich ein durch­blu­tungs­för­dern­des Öl. Das Vor­ge­hen ist gleich, nur füllst Du mit Oli­ven- oder Man­del­öl auf. Nimm dafür gut ange­trock­ne­te Nadeln, damit das Öl nicht schim­melt. Das Öl eig­net sich wun­der­bar für Mas­sa­gen bei Mus­kel­ka­ter und Verspannungen.

Peeling

Misch Nadel­salz und Kokos­öl zu glei­chen Tei­len, nach Wunsch mit einem äthe­ri­schen Öl. Wenn Du Salz auf der Haut nicht ver­trägst, nimm Zucker.

Räuchern mit den Nadeln

In den Rauh­näch­ten wer­den tra­di­tio­nell die letz­ten Nadeln des Jah­res ver­räu­chert. Du kannst sie auf einer Räu­cher­koh­le oder auf einem Räu­cher­stöv­chen räu­chern. Auf dem Stöv­chen geht es lang­sa­mer, und der Duft brei­tet sich sanf­ter aus, das ist Geschmacks­sa­che. Ich mische die Nadeln auch gern mit ande­ren getrock­ne­ten Kräu­tern. Mehr dazu liest Du in mei­nem Arti­kel Rauh­näch­te: Die zwölf hei­li­gen Näch­te zwi­schen den Jah­ren.

Getrocknete Nadeln auf einem Räucherstövchen
Räu­chern mit den Nadeln in den Rauhnächten

Nadel-Hydrolat aus der Küchendestille

Auch ohne Destil­le kannst Du ein Hydro­lat her­stel­len, und die Nadeln eig­nen sich wun­der­bar dafür:

  1. Einen Topf mit Was­ser auf den Herd stel­len und einen Sie­beinsatz hineinsetzen.
  2. Die Nadeln in den Sie­beinsatz geben und in die Mit­te eine Glas­scha­le stellen.
  3. Den Topf mit einem umge­dreh­ten Deckel oder einer Schüs­sel abde­cken und Eis hineingeben.
  4. Das Was­ser zum Kochen brin­gen und immer dabei­blei­ben. Der Dampf steigt auf, kühlt am Eis­de­ckel ab und tropft in die Schale.
  5. Das Hydro­lat abfüllen.

Das Hydro­lat kannst Du in der Küche und für selbst gemach­te Kos­me­tik ver­wen­den. So sieht mei­ne Küchen­de­stil­le aus:

Topf mit Siebeinsatz und Deckel als einfache Küchendestille
Mei­ne Küchen­de­stil­le für das Nadel-Hydrolat

Der Weihnachtsbaum als Pflanzenstütze

Der Baum ist auch wun­der­voll als Rank­ge­rüst im nächs­ten Gar­ten­jahr, da kannst Du sogar noch die Bäu­me der Nach­barn ein­sam­meln. Schnei­de die Äste etwa 10 bis 15 cm vom Stamm ent­fernt ab, und Du hast ein Klet­ter­ge­rüst für Boh­nen, Gur­ken, Kapu­zi­ner­kres­se oder eine Tomatenstütze.

Den Weihnachtsbaum für die Vögel schmücken

Eine Lese­rin hat mir eine wun­der­vol­le Idee geschickt: Sie schmückt ihren Weih­nachts­baum im Haus ab, stellt ihn im Gar­ten wie­der auf und schmückt ihn neu, mit selbst gemach­ten Mei­sen­knö­deln. Eine Rück­ga­be an die Natur und ihre Bewoh­ner. So kannst Du Dich noch lan­ge am Baum erfreu­en und die Vögel beob­ach­ten, und danach den Baum weiterverwenden.

Anzünder und Brennholz

Aus klei­nen Äst­chen und zusätz­lich gesam­mel­ten Fich­ten­zap­fen wer­den wun­der­ba­re Anzün­der: Schmilz in einem Topf alte Wachs­res­te, ich hebe immer alle auf, und tun­ke sie hin­ein. Getrock­net hast Du tol­le Anzün­der für ein schö­nes Feu­er. Die übri­gen Äst­chen sind Anzünd­holz für den Ofen, und den Stamm sägst Du in Ofen­grö­ße, sta­pelst ihn zum Durch­trock­nen im Gar­ten und ver­heizt ihn spä­ter. Wer kei­nen Ofen hat, macht sich viel­leicht ab und an ein Feuer.

Du siehst: Der Weih­nachts­baum kann kom­plett ver­wen­det wer­den und fin­det eine wun­der­vol­le Bestim­mung in den ver­schie­dens­ten Berei­chen. Viel­leicht hast Du Lust bekom­men, ein paar Din­ge aus­zu­pro­bie­ren. Ich wün­sche Dir ein wun­der­schö­nes Weihnachtsfest!

Nadel­bäu­me, Wild­pflan­zen und ihre Ver­wen­dung durch das gan­ze Jahr ken­nen­ler­nen, das kannst Du in mei­nem Online­kurs Mit den Wild­pflan­zen durchs Jahr.

Häufige Fragen zum Weihnachtsbaum weiterverwenden

Kann man die Nadeln vom Weihnachtsbaum essen?

Ja, Nadeln von unbe­han­del­ten Tan­nen, Fich­ten und Dou­gla­si­en las­sen sich für Tee, Pul­ver, Salz oder Smoothies nut­zen. Nur die Eibe ist giftig.

Woran erkenne ich einen unbehandelten Baum?

Frag beim Kauf nach. Am sichers­ten ist ein Baum aus einer klei­nen Plan­ta­ge in Dei­ner Nähe, bei der nicht gespritzt wird, oder aus Bio-Anbau.

Wie mache ich Tee aus Weihnachtsbaumnadeln?

2 TL getrock­ne­te Nadeln anmör­sern, mit 250 ml kochen­dem Was­ser über­gie­ßen, 5 Minu­ten zie­hen las­sen und abseihen.

Was kann ich mit dem Stamm machen?

Einen Quirl aus der Spit­ze schnit­zen, Äste als Rank­hil­fe im Gar­ten nut­zen und den Rest als Brenn­holz trocknen.

Was ist Waldbaden?

Wald­ba­den, japa­nisch Shin­rin Yoku, ist ein bewuss­ter, ruhi­ger Auf­ent­halt im Wald mit allen Sin­nen. Stu­di­en aus Japan zei­gen, dass er Stress sen­ken und die Akti­vi­tät bestimm­ter Abwehr­zel­len erhö­hen kann.

Für wen sind Nadelbäder und Inhalationen nicht geeignet?

Für Säug­lin­ge, Klein­kin­der und Men­schen mit Asth­ma oder Keuchhusten.

Quellen

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Ich bin Hei­ke Engel, Heil­prak­ti­ke­rin, Qigon­g­leh­re­rin, Fach­be­ra­te­rin für Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen und Pilz­coach. Hier auf Strah­le­Mensch tei­le ich mein Wis­sen über Wild­pflan­zen, Pil­ze, Natur­heil­kun­de und Qigong und beglei­te Men­schen in Kur­sen und Online-Ange­bo­ten zurück zur Natur und ein Stück näher zu sich selbst.

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12 Kommentare

      1. Vie­len Dank für die guten Tipps. Ich bin immer ganz trau­rig wenn der Baum wie­der aus dem Zim­mer muss. Den Tee und das Salz wer­de ich auf jeden Fall aus­pro­bie­ren. Ich dach­te man kann nur jun­ge Trie­be essen. Schö­nen Advent.

        1. Das ist wun­der­bar, wenn Du jetzt mehr weisst und den Baum noch viel mehr zu schät­zen und auch zu ver­wen­den weisst. Das freut mich sehr – Herz­li­che Grü­ße Heike

  1. Ich ver­wen­de­te auch schon den Baum­stamm als Pflan­zen­stüt­ze, für z.B. Toma­ten oder Boh­nen. Geht wun­der­bar. Dan­ke für dein Tun und Sein, lie­be Hei­ke.
    Lie­be Schwei­zer-Grüs­se Regula

    1. Lie­be Regu­la, stimmt, das habe ich auch schon gemacht. Super, dass Du das anmerkst. Ich neh­me es oben gleich mit auf! Es ist eine wun­der­vol­le Ver­wen­dung – Herz­li­che Grü­ße Heike

  2. Hal­lo ihr Lieben!

    Herz­li­chen Dank für die­se wun­der­vol­len Tipps.

    Da auch uns es immer sehr leid tat, unse­ren Weih­nachts­baum “weg­schmei­ßen “zu müs­sen, lie­ßen wir uns etwas ande­res einfallen.

    Wir schmück­ten ihn ab, stell­ten ihn dann nach drau­ßen und schmück­ten ihn erneut.
    Die­ses Mal jedoch mit selbst­ge­mach­ten Mei­sen­knö­deln :O).

    So erfreut er uns und die Win­ter­vö­gel jedes Jahr bis lan­ge in den Febru­ar hinein!

    Die­ses Jahr wer­de ich dann auch eini­ge dei­ner schö­nen Rezep­te ausprobieren.

    Lie­be Grüße

    Yvonne

    1. Lie­be Ivon­ne, das ist eine wun­der­vol­le Idee und ich wer­de sie sofort in mei­nen Bei­trag mit auf­neh­men. Vie­len Dank für die­se Rück­mel­dung – Herz­li­che Grü­ße Heike