Schafgarben-Knoblauch-Butter – würzig & wild

Bei den Strah­le­Mensch-Tagen kamen Wild­pflan­zen vom Früh­stück bis zum Abend­essen auf den Tisch. Eine ganz ein­fa­che Mög­lich­keit, die Wild­pflan­zen­kü­che ken­nen­zu­ler­nen, ist die­se Schaf­gar­ben-Knob­lauch-But­ter.

Sie kam bei den Teil­neh­me­rin­nen sehr gut an und hat eini­ge wirk­lich posi­tiv über­rascht. Dabei ist sie ganz leicht und schnell zubereitet.

Natür­lich müs­sen wir dafür zuerst die Schaf­gar­be sam­meln. Sie kommt mit Hit­ze und Tro­cken­heit erstaun­lich gut zurecht und so lan­de­te sie wäh­rend unse­rer Strah­le­Mensch-Tage eigent­lich täg­lich in unse­rem Sammelkörbchen.

Die Schafgarbe

Die Gewöhn­li­che Schaf­gar­be trägt den bota­ni­schen Namen Achil­lea mil­le­fo­li­um und gehört zur Fami­lie der Korb­blüt­ler (Aster­aceae).

Der Name Achil­lea erin­nert an den grie­chi­schen Hel­den Achil­les. Der Über­lie­fe­rung nach soll er die Pflan­ze zur Ver­sor­gung von Wun­den ver­wen­det haben. Mil­le­fo­li­um bedeu­tet sinn­ge­mäß „tau­send­blätt­rig“ und beschreibt ihre vie­len fein geglie­der­ten Blätt­chen sehr schön.

Woran erkenne ich die Schafgarbe?

Beson­ders cha­rak­te­ris­tisch sind ihre fei­nen, mehr­fach gefie­der­ten Blät­ter. Wenn Du sie zwi­schen den Fin­gern zer­reibst, ent­wi­ckelt sich der typi­sche wür­zig-aro­ma­ti­sche Geruch der Schafgarbe.

Die klei­nen wei­ßen bis zart rosa­far­be­nen Blü­ten ste­hen in dich­ten, fla­chen Blü­ten­stän­den zusam­men. Was auf den ers­ten Blick wie eine ein­zel­ne klei­ne Blü­te aus­sieht, besteht – typisch für einen Korb­blüt­ler – wie­der­um aus vie­len klei­nen Einzelblüten.

Die Schaf­gar­be fin­dest Du häu­fig auf Wie­sen, Wei­den, an Weg­rän­dern und auf eher tro­cke­nen Flä­chen. Sie blüht bis weit in den Spät­som­mer hinein.

Wich­tig: Samm­le Wild­pflan­zen nur, wenn Du sie sicher bestim­men kannst.

Inhaltsstoffe der Schafgarbe

Die Schaf­gar­be ent­hält unter ande­rem äthe­ri­sches Öl, Bit­ter­stof­fe, Fla­vo­no­ide und Gerb­stof­fe.

Ihr Geschmack ist wür­zig, aro­ma­tisch und leicht bit­ter. Des­halb braucht es in der Küche gar nicht viel davon – schon eine klei­ne Men­ge gibt einem Gericht eine ganz beson­de­re Note.

„Schafgarb im Leib tut wohl jedem Weib“

Die­ser alte Spruch zeigt, wel­chen beson­de­ren Stel­len­wert die Schaf­gar­be tra­di­tio­nell in der Frau­en­heil­kun­de hatte:

„Schaf­garb im Leib tut wohl jedem Weib.“

Auch heu­te wird die Schaf­gar­be in der tra­di­tio­nel­len Pflan­zen­heil­kun­de ver­wen­det. Tra­di­tio­nell kommt sie bei leich­ten krampf­ar­ti­gen Magen-Darm-Beschwer­den und Blä­hun­gen, bei vor­über­ge­hen­der Appe­tit­lo­sig­keit sowie bei leich­ten mens­trua­ti­ons­be­ding­ten Krämp­fen zum Ein­satz. Äußer­lich wird sie tra­di­tio­nell bei klei­nen ober­fläch­li­chen Wun­den verwendet.

Für mich ist die Schaf­gar­be aber nicht nur eine alte Heil­pflan­ze. Sie gehört genau­so selbst­ver­ständ­lich in mei­ne Wildpflanzenküche.

Und eine der ein­fachs­ten Mög­lich­kei­ten, sie ken­nen­zu­ler­nen, ist die­se Butter.

Schafgarben-Knoblauch-Butter

Zutaten

  • 250 g wei­che Butter
  • eine klei­ne Hand­voll fri­sche Schaf­gar­ben­blät­ter und ‑blü­ten
  • 1–2 Knob­lauch­ze­hen
  • etwas Salz

Zubereitung

Die Schaf­gar­be gut aus­schüt­teln, kon­trol­lie­ren und bei Bedarf waschen. Blät­ter ein­fach vom Stän­gel strei­fen und die Blü­ten­köp­fe mit dem Mes­ser abschneiden. 

Die Blät­ter und Blü­ten sehr fein schneiden.

Den Knob­lauch schä­len und eben­falls fein hacken oder pressen.

Dann kommt das Geheim­nis – alles mit But­ter in der Pfan­ne anbra­ten. Der Duft ist unglaub­lich wel­cher dort auf­steigt. Nicht zu lang – also nicht ver­bren­nen lassen

Alles mit der wei­chen But­ter ver­men­gen und mit etwas Salz (am bes­ten Kräu­ter­salz) abschmecken.

Anschlie­ßend die But­ter am bes­ten noch in den Kühl­schrank stel­len und etwas durch­zie­hen las­sen – fertig.

Sie schmeckt wun­der­bar auf fri­schem Brot, zu Kar­tof­feln, gegrill­tem Gemü­se oder ein­fach als wil­de Kräu­ter­but­ter zum Abendessen.

Und viel­leicht über­rascht Dich ihr Geschmack genau­so wie die Teil­neh­me­rin­nen unse­rer StrahleMensch-Tage.

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