Brennnesselsamen – Powerfood für den Winter

Die Brennnessel zählt zu den wichtigsten Heilpflanzen in unserer heimischen Natur  und im Herbst schenkt sie uns den Samen. Das sind richtige Powerpakete um fit und vitalstoffreich über den Winter zu kommen.

Inhaltsstoffe der Brennnesselsamen:

Brennnesselsamen haben einen sehr hohen Eiweißgehalt vorzuweisen, ca. 30 % fettes Öl (besonders Linolsäure) aber auch jede Menge Vitamine (A,B,C und vor allem E), weiter Kalzium, Kalium, Eisen und Schleimstoffe. Diese Inhaltsstoffe sind wunderbare Vitamin- und Mineralstofflieferanten im Winter. Hier könnt ihr noch mehr über die Brennnessel im Allgemeinen erfahren.

 

Wirkungsweise der Brennnesselsamen:

Sie wurden schon immer als Kräftigungsmittel bei Müdigkeit und Leistungsschwäche eingesetzt (Man hat schon früher alten Pferden Brennnesselsamen gegeben um sie neu zu beleben) und wurden schon im Mittelalter als Aphrodisiakum eingenommen. Deshalb waren die Brennnesselamen den Mönchen und Nonnen von kirchenseite aus verboten. Es trifft natürlich auch die ganze Wirkpalette der gesamten Brennnesselpflanze wie Harnwegsinfekten, Wechseljahrsbeschwerden,  Verdauung, Eisenmangel, Haarausfall, Prostatabeschwerden etc. zu.

Da Brennnesselsamen sehr eiweißreich sind, kann es auch zu allergischen Reaktionen kommen. Einfach mal mit ein paar Kügelchen ausprobieren. Mehr als 1-2 TL/ Tag sollte man aber auch sonst nicht verwenden.

Man kann nun Brennnesselsamen im Internet Brennesselsamen ganz Brennnessel Samen 500g – Wildwuchs“> kaufen, sie aus Apotheke, Reformhaus oder Fachhandel beziehen oder sie sich aus der Natur einfach selbst holen. Es muss jeder selbst entscheiden, was zu seinen zeitlichen, persönlichen und finanziellen Möglichkeiten passt. Ich hole sie mir gerne aus der Natur, denn mit der Ernte hatte ich auch gleich noch ein “Waldbad” und etwas Gutes für mein Immunsystem getan.

Der Artikel soll euch zeigen wie toll unser heimisches Superfood ist, und wo ihr es erhalten könnt. Falls ihr auch rausgehen möchtet zeige ich euch wie ihr die Samen ernten könnt:

Ernte der Brennnesselsamen:

Sie wachsen fast überall und sind recht einfach zu finden. Erntezeit ist zwischen August und Oktober. Man kann im August die noch grünen Samen ernten, und im September/ Oktober die braunen Samen. Die braunen Samen enthalten noch mehr Inhaltsstoffe, jedoch auch die grünen Samen sind für uns sehr positiv. Sammelt einfach beide und probiert aus, was Euch besser schmeckt. Achtet auf unbelastete Sammelplätze (nicht an Straßen oder mit Glyphosphat behandelte Äcker)

Die Ernte ist sehr einfach. Ich gehe am späten Vormittag los, wenn die Pflanzen schon abgetrocknet sind. Ich ziehe mir Gummihandschuhe an und nehme einen großen Müllsack mit. Ich streife nun die oberen 15-20 cm der Pflanze einfach ab und das direkt in meinen Müllsack. So ist die Ernte recht schnell erledigt. Zu Hause leere ich meine Ernte auf ein Leintuch im Garten oder auf der Terrasse aus. So haben alle kleine Tierchen, welche mit eingefangen wurden die Möglichkeit zu flüchten.

Ich lege das Leintuch an einen luftigen, schattigen Platz und trockne die Ernte gut durch. Bitte nicht in die Sonne legen, da dort zu hohe Temperaturen erreicht werden. Eiweiss wird über 50°C zerstört. Meine Trocknungszeit ist rund eine Woche. Das ist sehr wichtig, dass wirklich keine Restfeuchte mehr vorhanden ist, sonst kommt es doch schnell zu Schimmelbildung.

Wenn man keinen Platz hat zum Auslegen der Brennnessel kann man sie auch in einem Dörrapparat oder im Backofen bei 40 °C trocknen. Die Blätter müssen richtig rascheln!

Wenn alles richtig trocken ist (es muss rascheln) können die Brennnesselsamen abgesiebt werden und abgefüllt werden.

Man kann nun Blätter für Tee noch auslesen und in ein Schraubglas geben oder was ich auch gerne mache, den ganzen Pflanzenrest zu einem hochwertigen Brennnessel-Wilpflanzen-Pulver vermalen. (Meine Kinder helfen mir bei der Herstellung auch immer sehr gerne, wie man sieht)

 

und schon hat man einen wunderbaren Mineralstofflieferant für den Winter

Wann und wie verwende ich die Brennnesselsamen:

Die Brennnesselsamen können nun in Salate, Smoothies, Joghurt und Pesto gegeben werden. Man kann das Pulver auch einfach in Wasser auflösen und trinken oder zu einem herrlichen Brennnessel-Salz vermischen (ist auch immer ein gern gesehenes Mitbringsel)

Es kann auch eine Tinktur aus Brennnesselsamen hergestellt werden.

Wann ist Vorsicht geboten:

wie bei jedem Heilkraut gibt es auch Bereiche wo man die Brennnesselsamen nicht zu sich nehmen sollte, bzw. nun nach Rücksprache mit dem Arzt. Dies ist auf alle Fälle in der Schwangerschaft und bei Leber- oder Nierenerkrankungen der Fall.

Da sie sehr eiweisshaltig sind, kann es auch allergische Reaktionen geben. Sie sind nicht sehr häufig, aber man weiss es erst, wenn man es versucht hat. Also am besten ein paar Samen pur in den Mund nehmen und gut einspeicheln und spüren. Wenn sich keine Reaktion zeigt erst schlucken. Das ist wichtig bevor ihr große Mengen in ein Müsli gebt und euch die Reaktion erst spät auffällt.

 

Nun wünsche ich Euch viel Spaß in der Natur beim Sammeln und beim verwenden Eurer Schätze

Wenn Euch mein Artikel gefällt, freue ich mich auf Rückmeldungen von Euch und  wenn ihr den Artikel mit euren Freunden teilt.

Herzliche Grüße

Heike

 

Hinweis:

“Ich nehme Sie als aufgeklärte Menschen ernst und gehe davon aus, dass Ihnen bekannt ist, dass Heilpraktiker überwiegend Behandlungsmethoden aus der Komplementär- oder Alternativmedizin verwenden,  für deren Wirksamkeit es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt. Dennoch bin ich aus rechtlichen Gründen gezwungen, Sie darauf hinzuweisen, dass keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die therapeutische Wirksamkeit der angebotenen Empfehlungen, Behandlungen bzw. Behandlungsmethoden vorliegen.”

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5 Antworten

  1. Tolle Idee Samen zu trocknen für den Winter, da bin ich dabei!
    In meinem Garten wächst die Brennnessel etwa 3 Meter recht üppig in einer Linie. Warum nur? Jetzt fand ich in einem Buch über Rutengehen, dass Brennnesseln gerne auf geopathischen Punkten wachsen

  2. Liebe Heike, ich danke dir für deine wunderbare Arbeit! Schon als junge Frau hab ich Kräuter und Früchte aus der Natur gesammelt und mir dabei immer jemanden gewünscht, der mir etwas beibringen würde. Dann in der Kinderzeit und Selbständigkeit hatte ich keine Zeit mehr dafür – es haben mich nur noch Johanniskrautöl (jedes Jahr- seit 40 Jahren!) und Berberitzen kontinuierlich begleitet.
    Nun, als Oma und fast schon in Rente 🙂, nehme ich mein altes Wissen wieder hervor und freue mich sehr über die Teilhabe an deinem! Ich freu mich ganz besonders daran, dass ich nun noch richtig viel lernen kann. Ein Glas Brennesselsamen vom August steht schon bereit🤗 nun werde ich meine Pflänzchen im Garten nochmal Ende September ernten und deine Idee mit dem Salz aufnehmen.
    Dir wünsche ich viel Kraft und Gesundheit und grüße dich aus dem Allgäu 🙋🏼‍♀️
    Karin

  3. Liebe Heike, Karin hat oben ein wunderschönes Statement abgegeben, ich empfinde es genauso.
    Eine Frage: sind die dunklen, dicken Samen an einer weibliche Brennnessel und die grünen Samen an männlichen Pflanzen?
    Ich wünsche Euch allen einen reichen Herbst

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