Brombeeren sammeln – die süßen Schätze des Sommers

Es gibt Pflan­zen, auf die freue ich mich jedes Jahr ganz beson­ders. Die Brom­bee­re gehört defi­ni­tiv dazu.

Gera­de jetzt, wenn ich mor­gens nach dem Qigong am See mit dem Fahr­rad nach Hau­se fah­re, leuch­ten sie mir über­all ent­ge­gen. An Wald­rän­dern, ent­lang von Hecken oder auf son­ni­gen Böschun­gen hän­gen die schwe­ren, tief­schwar­zen Früch­te zwi­schen den Dornen.

Manch­mal kann ich ein­fach nicht wider­ste­hen. Dann wan­dern die ers­ten Brom­bee­ren direkt vom Strauch in den Mund. Warm von der Som­mer­son­ne schme­cken sie ein­fach herrlich.

Dabei sind Brom­bee­ren nicht nur unglaub­lich lecker – sie gehö­ren auch zu den gesün­des­ten hei­mi­schen Wildfrüchten.

Wo wachsen Brombeeren?

Brom­bee­ren sind erstaun­lich anspruchs­los und füh­len sich fast über­all wohl. Du fin­dest sie häufig

  • an Wald­rän­dern
  • in Hecken
  • auf Lich­tun­gen
  • an Böschun­gen
  • ent­lang von Feldwegen
  • auf brach­lie­gen­den Grundstücken

Die lan­gen Ran­ken bil­den mit der Zeit dich­te Dickich­te, die vie­len Vögeln und klei­nen Tie­ren Schutz bieten.

Wann sind Brombeeren reif?

Je nach Wet­ter beginnt die Ern­te meist Ende Juli und reicht bis in den Sep­tem­ber hinein.

Reif sind Brom­bee­ren erst dann, wenn sie tief­schwarz, glän­zend und weich sind. Las­sen sie sich leicht vom Stiel lösen, haben sie ihr vol­les Aro­ma ent­wi­ckelt. Also wenn sich eine Bee­re noch nicht “frei­wil­lig” löst, bleibt sie hän­gen, denn eine noch unrei­fe Brom­bee­re will ich nicht.

Röt­li­che oder fes­te Früch­te soll­test Du lie­ber noch hän­gen las­sen. Sie rei­fen nach und schme­cken spä­ter deut­lich süßer.

Warum sind Brombeeren so gesund?

Schon unse­re Groß­el­tern wuss­ten, dass Brom­bee­ren etwas Beson­de­res sind.

Sie ent­hal­ten unter anderem

  • Vit­amin C
  • Vit­amin K
  • Man­gan
  • Bal­last­stof­fe
  • Fol­säu­re
  • Antho­cya­ne (die dunk­len Pflanzenfarbstoffe)
  • zahl­rei­che Polyphenole

Vor allem die dun­kel­vio­let­ten Farb­stof­fe wir­ken als Anti­oxi­dan­ti­en und hel­fen dabei, unse­re Zel­len vor oxi­da­tiv­em Stress zu schützen.

Außer­dem lie­fern Brom­bee­ren vie­le Bal­last­stof­fe und sät­ti­gen ange­nehm – trotz ihres ver­gleichs­wei­se gerin­gen Kaloriengehalts.

Wusstest Du, dass auch die Blätter essbar sind?

Nicht nur die Früch­te sind wertvoll.

Auch die jun­gen Brom­beer­blät­ter las­sen sich her­vor­ra­gend als Tee ver­wen­den. Sie ent­hal­ten vie­le Gerb­stof­fe und wer­den tra­di­tio­nell ger­ne bei leich­tem Durch­fall oder Ent­zün­dun­gen im Mund- und Rachen­raum eingesetzt.

Am bes­ten sam­melst Du jun­ge, gesun­de Blät­ter im Früh­jahr oder Früh­som­mer und trock­nest sie anschlie­ßend an einem luf­ti­gen Ort.

Darauf solltest Du beim Sammeln achten

Wie bei allen Wild­pflan­zen gilt auch bei Brombeeren:

Samm­le mög­lichst fern von stark befah­re­nen Stra­ßen oder inten­siv bewirt­schaf­te­ten Feldern.

Was kannst Du aus Brombeeren machen?

Brom­bee­ren sind unglaub­lich vielseitig.

Ich ver­wen­de sie beson­ders ger­ne ein­fach frisch in den Mund oder frisch über Joghurt oder Por­ridge ins Frühstück

Wei­te­re Ideen sind natürlich: 

  • Smoothies
  • Mar­me­la­de
  • Frucht­auf­stri­che
  • Des­serts
  • Kuchen
  • Eis
  • Sirup
  • Essig
  • oder ein­fach frisch über Joghurt oder Porridge.

Beson­ders gut las­sen sie sich auch ein­frie­ren. So kannst Du den Som­mer noch vie­le Mona­te spä­ter genießen.

Mein Tipp

Wenn Du Brom­bee­ren sam­melst, nimm Dir ruhig ein wenig Zeit.

Oft lohnt es sich, den Weg zu ver­las­sen und ein­mal genau­er hin­zu­schau­en. Zwi­schen den gut sicht­ba­ren Früch­ten ver­ste­cken sich häu­fig noch vie­le wei­te­re, beson­ders gro­ße und aro­ma­ti­sche Brombeeren.

Und ver­giss nicht, auch ein­mal innezuhalten.

Viel­leicht hörst Du das Sum­men der Insek­ten, das Zwit­schern der Vögel oder spürst ein­fach die war­me Som­mer­son­ne auf Dei­ner Haut.

Für mich gehört genau das zum Sam­meln dazu.

Fazit

Brom­bee­ren sind für mich weit mehr als nur eine süße Sommerfrucht.

Sie erin­nern mich jedes Jahr dar­an, wie reich uns die Natur beschenkt. Ohne Gar­ten, ohne Ein­kauf und ganz ohne Auf­wand schenkt sie uns Früch­te vol­ler Geschmack und wert­vol­ler Inhaltsstoffe.

Viel­leicht hast Du in den nächs­ten Tagen ja Lust, einen klei­nen Korb mit­zu­neh­men und selbst auf Ent­de­ckungs­tour zu gehen.

Ich wün­sche Dir viel Freu­de beim Sam­meln und Genießen!

🍇 Sam­mel­zeit: Ende Juli bis September

🌿 Ess­ba­re Pflan­zen­tei­le: Früch­te, jun­ge Blät­ter (als Tee)

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