Nationalpark Thy – Leuchtturm, Eichen und Meer

Am Mor­gen star­te­te ich in Thy­borøn und dies­mal hieß es erst ein­mal: fahren.

Die Fäh­re von Thy­borøn nach Agger hät­te mir einen ziem­lich gro­ßen Umweg erspart, aber als ich den Preis für mei­nen Cam­per sah, war die Ent­schei­dung schnell gefal­len. Dann eben über Land.

Im Nach­hin­ein bin ich dar­über gar nicht unglück­lich, denn aus dem ver­meint­li­chen Umweg wur­de wie­der ein­mal ein Rei­se­tag, an dem ich viel mehr ent­deck­te, als ich vor­her geplant hat­te. Ich mag es inzwi­schen rich­tig ger­ne, ein­fach eine Rich­tung zu haben und unter­wegs zu schau­en, was mich anspricht.

Und so kam ziem­lich bald die ers­te unge­plan­te Pause.

Eine Kirche, die mich einfach angezogen hat

Unter­wegs sah ich die Ves­ter­vig Kir­ke und irgend­wie zog sie mich an. Ich kann gar nicht genau sagen, war­um. Sie stand da, wirk­te groß und mäch­tig und ich dach­te ein­fach: Da möch­te ich hinein.

Also hielt ich an und schau­te sie mir an.

Erst spä­ter las ich nach, was ich da eigent­lich ent­deckt hat­te. Die Ves­ter­vig Kir­ke ist näm­lich kei­ne gewöhn­li­che klei­ne Dorf­kir­che. Sie gehör­te ursprüng­lich zu einem Augus­ti­ner­klos­ter und gilt heu­te als eine der größ­ten Dorf­kir­chen Däne­marks. Ihre Geschich­te reicht weit ins Mit­tel­al­ter zurück.

Und natür­lich erfuhr ich hin­ter­her auch noch, was ich alles hät­te suchen kön­nen. Alte Grab­stei­ne, teil­wei­se mit Runen, ein mit­tel­al­ter­li­ches Son­nen­in­stru­ment und das Grab, das mit der Sage von Liden Kirs­ten und Prinz Buris ver­bun­den wird. Habe ich alles nicht gesehen.

Ein biss­chen scha­de fand ich es schon. Hät­te ich vor­her gewusst, wonach ich suchen muss, hät­te ich natür­lich genau­er hin­ge­schaut. Aber viel­leicht muss ich unter­wegs auch nicht immer alles gese­hen und abge­hakt haben. Die Kir­che hat­te mich ange­zo­gen, ich bin hin­ein­ge­gan­gen und erst spä­ter habe ich erfah­ren, was für einen beson­de­ren Ort ich da ganz spon­tan besucht hatte.

Direkt dane­ben ent­deck­te ich außer­dem Über­res­te bezie­hungs­wei­se Rekon­struk­tio­nen von „Tre jer­nald­er­hu­se“ – drei eisen­zeit­li­chen Häu­sern. Und plötz­lich war ich an einem Ort gelan­det, an dem sich ganz unter­schied­li­che Zei­ten begeg­ne­ten: die Eisen­zeit, die mit­tel­al­ter­li­che Klos­ter­ge­schich­te und mein heu­ti­ges Dänemark.

Und natür­lich schaue ich unter­wegs wie­der nach rechts und links

Je näher ich dem Natio­nal­park Thy kam, des­to mehr ver­än­der­te sich die Land­schaft. Und natür­lich war mein Blick wie­der stän­dig am Stra­ßen­rand. Ich ent­deck­te Gras­nel­ken, Schaf­gar­be, Pest­wurz und Fer­kel­kraut. Eini­ge davon alte Bekann­te, ande­re Pflan­zen begeg­ne­ten mir in die­ser Küs­ten­land­schaft noch ein­mal in einem ganz ande­ren Zusammenhang.

Das ist etwas, was mir auf die­ser Rei­se immer stär­ker auf­fällt. Wenn ich eine Land­schaft zum ers­ten Mal sehe, wirkt sie zunächst als Gan­zes auf mich. Da sind Dünen, Hei­de, Wald, Meer. Und dann beginnt mein Blick irgend­wann, die­se Land­schaft aus­ein­an­der­zu­neh­men. Plötz­lich sehe ich nicht mehr nur die Hei­de­flä­che, son­dern ein­zel­ne Pflan­zen dar­in. Am nächs­ten Tag erken­ne ich sie schon wie­der und irgend­wann gehö­ren sie für mich zu die­ser Land­schaft dazu.

Aber bevor ich mich wie­der völ­lig bei den Pflan­zen ver­lie­re, war­te­te mein nächs­ter Leucht­turm auf mich.

Lodbjerg Fyr – diesmal ging es wieder nach oben

Nach mei­nem Auf­stieg auf den Lyng­vig Fyr hät­te ich eigent­lich sagen kön­nen: Ein Leucht­turm von oben reicht erst ein­mal. Offen­bar reicht er aber nicht.

Mit­ten in der Dünen- und Hei­de­land­schaft des Natio­nal­parks Thy steht der Lodbjerg Fyr. Er wur­de 1883 gebaut und sein Leucht­feu­er 1884 zum ers­ten Mal ent­zün­det. Der Turm ist 35 Meter hoch und steht etwa einen Kilo­me­ter von der heu­ti­gen Küs­ten­li­nie entfernt.

Dass er nicht direkt am Meer gebaut wur­de, hat­te einen guten Grund. Für einen so schwe­ren Turm brauch­te man einen sta­bi­len Unter­grund und genau an die­ser Stel­le fand man unter dem Sand einen fes­ten Morä­nen­hü­gel, der das Gewicht tra­gen konnte.

Auch die Geschich­te sei­nes Bau­ma­te­ri­als fand ich span­nend. Der Leucht­turm besteht aus schwe­di­schem Gra­nit. Die Stei­ne wur­den bereits im Stein­bruch pas­send behau­en und num­me­riert, anschlie­ßend mit dem Schiff durch den Lim­fjord trans­por­tiert und das letz­te Stück mit Pfer­de­wa­gen bis zum Bau­platz gebracht.

Wenn ich heu­te vor so einem Turm ste­he, den­ke ich zunächst ein­fach: Leuchtturm.

Wenn ich mir aber vor­stel­le, wie Ende des 19. Jahr­hun­derts ton­nen­wei­se num­me­rier­te Gra­nit­stei­ne aus Schwe­den hier­her­ge­bracht und mit­ten in die­ser Sand­land­schaft zusam­men­ge­setzt wur­den, sieht er schon wie­der ganz anders aus.

Und dann bin ich natür­lich wie­der hoch­ge­stie­gen. So lang­sam könn­te man mei­nen, ich hät­te gar kei­ne Höhen­angst. Habe ich aber. Aber er war innen nicht offen. Man lief ein­fach die Trep­pe hoch ohne gro­ße Aus­sicht und das mach­te es sehr ent­spannt. Schwer atmen muss­te ich trotzdem.

Viel­leicht macht es ein biss­chen süch­tig, eine Land­schaft, durch die ich gera­de fah­re, anschlie­ßend von oben zu sehen. Gera­de im Natio­nal­park Thy bekommt man von dort oben erst eine Vor­stel­lung davon, wie weit­läu­fig die­se Dünen‑, Hei­de- und Wald­land­schaft tat­säch­lich ist.

Drei Familien, drei Hühnerklappen

Beim Lodbjerg Fyr leb­ten frü­her drei Fami­li­en: der Leucht­turm­wär­ter und wei­te­re Mit­ar­bei­ter mit ihren Fami­li­en. Und dabei gab es offen­bar eine ziem­lich kla­re Rang­ord­nung. Sogar bei den Hüh­nern. Der Hüh­ner­stall hat­te drei getrenn­te Hüh­ner­klap­pen, damit jede Fami­lie ihre eige­nen Hüh­ner und damit natür­lich auch ihre eige­nen Eier hatte.

Sol­che Klei­nig­kei­ten lie­be ich. Jah­res­zah­len kann ich mir nur mäßig gut mer­ken. Aber drei Hüh­ner­klap­pen an einem Leucht­turm – die blei­ben hängen.

Weni­ger lus­tig ist ein ande­res Kapi­tel sei­ner Geschich­te. Wäh­rend der deut­schen Besat­zung wur­de das Leucht­feu­er 1940 abge­schal­tet. Rund um den Leucht­turm wur­den Tau­sen­de Minen ver­legt. Die deut­schen Sol­da­ten began­nen außer­dem, einen Tun­nel zwi­schen einem Bun­ker und dem Leucht­turm zu gra­ben. Die­se Arbei­ten hat­ten Fol­gen: Der Turm neig­te sich leicht nach Nord­wes­ten. Und die­se klei­ne Nei­gung hat er bis heute.

Ich fin­de es immer wie­der erstaun­lich, wie viel Geschich­te an Orten steckt, an denen ich eigent­lich nur anhal­te, weil sie schön aussehen.

Nationalpark Thy – eine Landschaft aus Meer, Wind, Sand und Salz

Vom Lodbjerg Fyr ging es wei­ter durch den Natio­nal­park Thy.

Und die­ser Natio­nal­park ist etwas Beson­de­res. Thy wur­de 2008 als ers­ter Natio­nal­park Däne­marks aus­ge­wie­sen. Er zieht sich ent­lang der jüt­län­di­schen West­küs­te und schützt eine rie­si­ge zusam­men­hän­gen­de Land­schaft aus Dünen, Dünen­hei­den, Wäl­dern, Feucht­ge­bie­ten und Seen. Was mich beson­ders beein­druck­te, war die­se Weite.

Hier gibt es nicht über­all die spek­ta­ku­lä­re ein­zel­ne Sehens­wür­dig­keit, vor der zwan­zig Rei­se­bus­se ste­hen. Die Land­schaft selbst ist die Sehens­wür­dig­keit. Meer, Wind, Sand und Salz haben sie geformt und tun es bis heute.

Über Jahr­hun­der­te wur­de Sand vom Wind weit ins Lan­des­in­ne­re getra­gen. Gan­ze Flä­chen wur­den immer wie­der über­san­det und die Men­schen ver­such­ten irgend­wann, die­se Sand­wan­de­run­gen zu stop­pen. Im 19. Jahr­hun­dert begann man des­halb, sys­te­ma­tisch Wäl­der und Plan­ta­gen anzu­le­gen. Und genau dort fiel mir etwas auf, das ich so noch nie gese­hen hatte.

Was ist denn mit den Eichen hier passiert?

Wäh­rend ich durch den Natio­nal­park fuhr, sah ich immer wie­der erstaun­lich klei­ne und teil­wei­se rich­tig knor­ri­ge Bäu­me. Vor allem die Eichen lie­ßen mich genau­er hinschauen.

Wenn ich an eine Eiche den­ke, habe ich einen mäch­ti­gen Baum vor Augen. Einen dicken Stamm, eine gro­ße Kro­ne, viel­leicht einen Baum, der schon seit meh­re­ren hun­dert Jah­ren an der­sel­ben Stel­le steht.

Und hier? Teil­wei­se sah das eher nach einem klei­nen Eichen­wald in Strauch­grö­ße aus. Natür­lich woll­te ich hin­ter­her wis­sen, war­um die Eichen hier so klein blei­ben. Und genau das erzählt sehr viel über die­se Landschaft.

An der Küs­te von Thy müs­sen Bäu­me mit Bedin­gun­gen zurecht­kom­men, die wir einer Eiche nor­ma­ler­wei­se nicht unbe­dingt zumu­ten wür­den: stän­di­ger West­wind, Sand, Salz, nähr­stoff­ar­me Böden und Tro­cken­heit. Je näher die Gehöl­ze dem Meer kom­men, des­to stär­ker prägt die Nord­see ihren Wuchs.

Im Natio­nal­park gibt es bei Bøgs­ted Ren­de tat­säch­lich Eichen­be­stän­de, die gera­de ein­mal unge­fähr hüft­hoch wer­den. Man muss sich dort laut Natio­nal­park­ver­wal­tung sogar bücken, um Eicheln zu pflü­cken. Wei­ter land­ein­wärts ver­än­dert sich das Bild. Dort wer­den die Bäu­me grö­ßer, weil sie geschütz­ter ste­hen und ihre Wur­zeln teil­wei­se die bes­se­ren Lehm­bö­den tief unter den Sand­schich­ten erreichen.

Ich fin­de das unglaub­lich span­nend. Es ist die­sel­be Baum­art – und doch ent­schei­det der Stand­ort dar­über, ob aus ihr ein mäch­ti­ger Baum oder ein knor­ri­ges klei­nes Gehölz wird. Und plötz­lich sah ich die­se klei­nen Wäl­der nicht mehr ein­fach nur als merk­wür­dig nied­ri­ge Bäu­me. Sie erzähl­ten mir etwas dar­über, wie rau das Leben an die­ser Küs­te sein kann.

Wie aus Sand wieder Wald wurde

Dass dort heu­te über­haupt so viel Wald steht, ist kei­nes­wegs selbstverständlich.

Die ers­ten Ver­su­che, die Dünen mit Bäu­men zu bepflan­zen, waren teil­wei­se ziem­lich ernüch­ternd. In der his­to­ri­schen Tha­gaards Plan­ta­ge kämpf­ten die jun­gen Bäu­me so sehr mit Wind, Aus­trock­nung und Frost, dass selbst nach Jahr­zehn­ten kaum etwas über die ange­leg­ten Schutz­wäl­le hinausragte.

Erst nach und nach lern­te man, wel­che Baum­ar­ten mit die­sen Bedin­gun­gen zurecht­kom­men und wie man zunächst robus­te Pio­nier­ge­höl­ze ein­set­zen konn­te, die ande­ren Bäu­men spä­ter Schutz boten.

Heu­te fah­re ich durch die­se Wäl­der und den­ke viel­leicht: schön. Dabei steckt dahin­ter ein jahr­zehn­te­lan­ger Ver­such des Men­schen, eine Land­schaft zu bän­di­gen, die sich eigent­lich stän­dig bewe­gen möchte.

Und inzwi­schen denkt man an vie­len Stel­len wie­der anders dar­über. Heu­te geht es im Natio­nal­park nicht mehr dar­um, jeden Sand fest­zu­hal­ten und jedes Feucht­ge­biet tro­cken­zu­le­gen. Viel­mehr ver­sucht man, natür­li­che Pro­zes­se wie­der zuzu­las­sen. Auch das fin­de ich span­nend: Erst ver­sucht der Mensch jahr­zehn­te­lang, Natur unter Kon­trol­le zu brin­gen – und irgend­wann beginnt er zu ver­ste­hen, dass gera­de ihre Dyna­mik wert­voll ist.

Stenbjerg Landingsplads – Fischerboote ohne Hafen

Mei­ne nächs­te Sta­ti­on war der Stenbjerg Landings­p­lads.

Schon die klei­nen wei­ßen Fischer­häus­chen direkt hin­ter dem Strand gefie­len mir. Davor die Boo­te, dahin­ter die Dünen und die Nord­see – ein rich­tig schö­ner Ort. Aber auch hier ver­stand ich erst beim Nach­le­sen, was ich eigent­lich gese­hen hat­te. Stenbjerg hat­te näm­lich kei­nen Hafen.

Über Jahr­hun­der­te fuh­ren die Fischer von hier direkt vom offe­nen Nord­see­strand hin­aus. Wenn sie zurück­ka­men, wur­den ihre Boo­te mit Win­den wie­der an Land gezo­gen. Der Fang wur­de anschlie­ßend in den klei­nen Häu­sern ver­ar­bei­tet und verkauft.

Die wei­ßen Gerä­te­häu­ser ent­stan­den um 1900. Zu die­ser Zeit wur­den Net­ze und ande­re Fische­rei­ge­rä­te immer schwe­rer und die Fischer konn­ten sie nicht mehr jeden Abend vom Strand mit nach Hau­se schlep­pen. Also ent­stan­den direkt am Lan­de­platz klei­ne Häu­ser für die Ausrüstung.

Und plötz­lich mach­ten auch die Boo­te am Strand Sinn.

Ich hat­te sie gese­hen und fand das Bild ein­fach schön. Dahin­ter steckt eine ganz eige­ne Form der Küs­ten­fi­sche­rei, die vom Leben mit die­ser offe­nen und oft ziem­lich wil­den Nord­see geprägt war.

Das war kein roman­ti­sches Fischer­le­ben. Das Her­aus­fah­ren und vor allem die Rück­kehr an den offe­nen Strand konn­ten gefähr­lich sein. Auf einem Hügel stand des­halb sogar ein Signal­mast, an dem die Fischer erken­nen konn­ten, ob eine siche­re Lan­dung mög­lich war.

Die kom­mer­zi­el­le Fische­rei in Stenbjerg ende­te 1972. Vie­le Fischer wech­sel­ten in den neue­ren Hafen von Hanst­holm. Die alten Gerä­te­häu­ser blie­ben erhal­ten und wer­den teil­wei­se noch heu­te von Frei­zeit­fi­schern genutzt.

Und wie­der war ich an einem Ort gelan­det, der auf den ers­ten Blick ein­fach nur hübsch aus­sah und beim zwei­ten Blick eine gan­ze Geschich­te erzählte.

Grasnelke, Schafgarbe, Pestwurz und Ferkelkraut

Und natür­lich waren da wie­der die Pflanzen.

Beson­ders gefreut habe ich mich über die Gras­nel­ke. Mit ihren rosa Blü­ten­köpf­chen passt sie für mich inzwi­schen rich­tig zu die­ser Küs­ten­land­schaft. Sie kommt mit kar­gen Böden und auch mit salz­hal­ti­gen Stand­or­ten zurecht und wächst dort, wo ande­re Pflan­zen längst Schwie­rig­kei­ten bekommen.

Dann begeg­ne­ten mir wie­der alte Bekann­te wie die Schaf­gar­be. Die fin­de ich ja bei­na­he über­all und trotz­dem schaue ich sie mir immer wie­der ger­ne an. Gera­de unter­wegs fin­de ich es schön, Pflan­zen zu ent­de­cken, die auch zuhau­se vor mei­ner Haus­tür wachsen.

Dazu kamen Pest­wurz und Fer­kel­kraut.

Und so pas­sier­te mir im Natio­nal­park Thy wie­der genau das, was mir auf die­ser Rei­se inzwi­schen stän­dig pas­siert: Ich fah­re wegen eines Leucht­turms oder einer beson­de­ren Land­schaft irgend­wo­hin und kom­me am Ende mit min­des­tens genau­so vie­len Pflan­zen­er­leb­nis­sen zurück.

Viel­leicht kann ich auch des­halb nie ein­fach nur irgend­wo durch­fah­ren. Es gibt immer etwas zu schauen.

Mit den Wildpflanzen durchs Jahr

Je län­ger ich unter­wegs bin, des­to deut­li­cher mer­ke ich wie­der, wie sehr Pflan­zen für mich zu einer Land­schaft gehören.

Ich kann natür­lich durch eine blü­hen­de Hei­de fah­ren und ein­fach den­ken: wun­der­schön. Aber wenn ich anfan­ge, ein­zel­ne Pflan­zen dar­in zu erken­nen, wird aus die­ser Land­schaft für mich noch ein­mal etwas anderes.

Dann ent­de­cke ich alte Bekann­te, ler­ne neue ken­nen und begin­ne zu ver­ste­hen, war­um aus­ge­rech­net die­se Pflan­zen an die­sem Ort wachsen.

Genau die­ses Ken­nen­ler­nen möch­te ich auch in mei­nem Kurs „Mit den Wild­pflan­zen durchs Jahr“ wei­ter­ge­ben. Wir beglei­ten die Pflan­zen durch die Jah­res­zei­ten, ler­nen sie drau­ßen ken­nen, schau­en genau hin und beschäf­ti­gen uns damit, wie sie frü­her genutzt wur­den und was wir heu­te mit ihnen machen können.

Denn irgend­wann ist eine Wie­se nicht mehr ein­fach nur grün und eine Dünen­land­schaft nicht mehr nur Hei­de und Sand. Je mehr ich ken­ne, des­to mehr gibt es zu entdecken.

→ Mehr über mei­nen Kurs „Mit den Wild­pflan­zen durchs Jahr“

Weiterlesen – meine Reise durch Dänemark

Nach Stenbjerg ging mei­ne Fahrt wei­ter durch den Natio­nal­park bis nach Nør­re Vor­upør.

Und dort änder­te sich die Stim­mung mei­nes Rei­se­ta­ges noch ein­mal völlig.

Ich fand einen rich­tig schö­nen Platz für den Cam­per direkt hin­ter der Düne, auf dem Über­nach­ten erlaubt ist. Die Son­ne schien, die Nord­see hat­te ihren Sturm etwas her­un­ter­ge­fah­ren und über­all waren Sur­fer unterwegs.

Denn ohne es so rich­tig geplant zu haben, war ich inzwi­schen mit­ten in Cold Hawaii gelandet.

Aber das ist die nächs­te Geschichte.

→ Wei­ter geht es: Nør­re Vor­upør und Cold Hawaii

Wer mei­ne Rei­se vor­her noch ein Stück zurück­ver­fol­gen möchte:

→ Thy­borøn ent­de­cken – Sneg­le­hu­set, Bun­ker und Hafen

Und alle bis­he­ri­gen Sta­tio­nen mei­ner Däne­markrei­se fin­det Ihr natür­lich unter:

→ Rei­sen & Begeg­nun­gen – alle mei­ne Reiseberichte

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