Fichtenwipfel-Likör

Gerade leuchten uns die hellgrünen Wipfel überall entgegen und ich komme kaum an ihnen vorbei, ohne nicht hin und wieder einen davon zu naschen. Was ich aber auch sehr gerne mag ist ein Wipfel-Likör. Wie ich da mache, erzähle ich Euch gerne

Fichenwipfellikör

Die Fichten sind dunkle immergrüne Bäume, welche sehr hoch werden können. In Fichtenwäldern riecht es auch immer so herrlich, oft auch leicht moderig und ist kühl und dunkel. So Nadelwälder haben schon auch ihren sehr eigenen Charakter. Die Fichten enthalten viele ätherische Öle und tun uns deshalb sehr gut.

In den Wipfel ist nicht ganz so viel ätherisches Öl drin wie in den restlichen Baumteilen, aber dafür auch viel Vitamin C und Zucker.

So ist es eine tolle Sache auf einem Waldspaziergang sich einfach eine handvoll mit nach Hause zu nehmen.

Entweder kommen sie in Zucker für einen Sirup, oder ich lege sie in Honig ein, ich setze auch gerne eine Kräuterlimonade mit ihnen als Zusatz an (meine Kinder lieben sie sehr) und manchmal setze ich auch einen Likör an für liebe Menschen, welche uns besuchen kommen.

Ich habe beim Fichtenwipfel-Sirup schon geschrieben, dass ich die “Reste” welche nach dem Abgießen des Sirups übrig sind gerne verwende und sie nochmals mit Alkohol ansetze. Aber es geht natürlich auch mit frischen Wipfel und das möchte ich Euch heute hier zeigen.

Wer noch Schwierigkeiten mit dem Erkennen hat, ob nicht doch eine EIBE (welche hoch giftig ist) vor ihm steht, kann sich hier nochmals schlau machen: Fichte, Tanne und Eibe unterscheiden.

Fichtenwipfel-Likör

Zuerst müsst ihr Wipfel sammeln, es gehen auch Tannenwipfel

Wichtig ist nur, dass ihr zweifelsfrei eine Eibe erkennt. Denn eine Eibe ist sehr giftig und ihr solltet keinerlei Teile der Eibe verspeisen. Nur das Fruchtfleisch der Früchte könnte verzehrt werden, aber es darf zu 100 % kein Stein dabei sein. Also lieber lassen, es gibt soviele andere lecker Sachen, welche man essen kann. Also Eibe nicht sammeln.

Zutaten:

  • 2 Hände voll weicher Fichten- und wenn ihr möchtet Tannenwipfel
  • 1 Liter 40 % Alkohol (ich verwende gern Wodka)
  • ein schönes großes verschließbares Glas
  • ca. 150 g brauner Kandis
  • Chilli (optional)

Zubereitung:

  • Wipfel in das Glas geben
  • Kandis drüber
  • mit Alkohol übergießen
  • Chilli zugeben
  • 6 Wochen an einen hellen Platz stellen
  • dazwischen immer mal schütteln, damit sich der Kandis gut auflöst
  • abseihen evtl. noch nachsüssen und nochmals an einem kühlen, dunklen Ort stehen lassen
  • erst im Winter schmeckt er dann richtig gut

 

Wer die gesunden Inhaltsstoffe ohne Alkohol verwenden möchte, kann auf

Fichtenwipfel-Honig oder

Fichtenwipfel-Sirup oder

Fichtenwipfel-Butter zurückgreifen

 

Wipfel sind wunderbar lecker – man kann sie sammeln. Jedoch nur im eigenen Garten. Das wilde Sammeln ist verboten. Das auch aus gutem Grund, denn an abgeernteten Stellen wächst der Baum manchmal 1 Jahr lang nicht weiter. Früher (speziell in Kriegszeiten) wurde so viel gesammelt und das hat das Baumwachstum extrem eingeschränkt. So wurde es unter Strafe gestellt. Denn der Baum ist das Gut von Jemanden, der es für die Holzwirtschaft anbaut. Informiert Euch gut in Eurer Gegend. Im Zweifelsfall fragt um Erlaubnis. Sammelt nur, wenn Ihr Euch sicher seid und sammelt achtsam, nicht zu viel von einem Baum und nur für den eigenen Gebrauch. Also keine Unmengen an Fichtenwipfelgerichten herstellen. Nur mal was Feines und Besonderes, wenn man zb eine Fichte oder Tanne im eigenen Garten hat und auch da möchte man die Pflanze ja nicht schädigen. Und sammelt nur, wenn Ihr Euch sicher seid, dass vor Euch keine Eibe steht.

TIP: Vielleicht ist es eine Idee zu Weihnachten keinen geschlagenen Baum mehr zu erwerben, sondern sich eine kleine Fichte oder Tanne im Topf zu holen, welche geschmückt wird und einem im Frühjahr nochmals Freude mit den Wipfeln schenkt.

Alles Liebe und viel Freude!

Quelle: eigene Beobachtung und die Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen von Steffen Fleischhauer.

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Ich grüße Euch von Herzen.

heike

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