Bärlauch ‑Essig und – Öl

Der Bärlauch blüht - dass damit die Erntezeit noch nicht vorbei ist und was es alles für tolle Möglichkeiten gibt, möchte ich Euch hier zeigen.

Die Bär­lauch-Zeit schrei­tet vor­an und er steht nun schon in vol­ler Blü­te. Frü­her sag­te man immer, wenn der Bär­lauch in vol­ler Blü­te steht, kann man ihn nicht mehr ver­wen­den. Das stimmt jedoch nur zum Teil. Es ist rich­tig, dass man die grü­nen Blät­ter dann nicht mehr ern­tet. Warum?

Ganz ein­fach: wenn eine Pflan­ze zu blü­hen beginnt, geht ihre gan­ze Kraft in die Blü­te über und in den Blät­ter neh­men die Inhalts­stof­fe ab. Es ist also nicht “gefähr­lich” die Blät­ter nach der Blü­te zu ern­ten, nur nicht mehr lecker und auch nicht mehr so gehaltvoll. 

Das Schö­ne jedoch ist, dass wir auch die Blü­ten ern­ten können. 

Aus den Blü­ten kön­nen wir nun Essig oder Öl anset­zen oder ein Blü­ten-Pes­to zau­bern oder wenn die Blü­ten noch geschlos­sen sind, kann man Bär­lauch-Kapern anset­zen. Alles sehr lecker.

Es ist so herr­lich durch einen Bär­lauch­platz zu strei­fen und den Duft ein­zu­at­men. Die Bär­lauch­blü­ten sind auch ein wun­der­ba­res Sträuß­chen denn die Blü­ten sind abso­lut zauberhaft.

Was beim Sam­meln jedoch wich­tig ist, dass es ein gro­ßer Sam­mel-Platz ist und nicht alle Blü­ten­stän­gel einer Pflan­ze geern­tet wer­den um der Pflan­ze nicht die Fort­pflan­zungs­mög­lich­keit zu neh­men. Der Bär­lauch ver­mehrt sich durch die unter­ir­di­sche Zwie­bel aber auch durch die Samen, wel­che der Blü­te spä­ter fol­gen. Also immer dar­an den­ken, dass man den Bestand nicht gefährdet.

Bärlauchblüten-Öl

Die Her­stel­lung die­ses tol­len Öls ist denk­bar ein­fach. Du brauchst nur 3 Dinge:

  • Bär­lauch­blü­ten (5 bis 10 – je nach Grö­ße des Gefäßes
  • gutes kalt­ge­press­tes Olivenöl
  • eine hüb­sche Flasche
Fül­le die Blü­ten nun in die Fla­sche oder Glas Dei­ner Wahl (es soll­te gut gerei­nigt sein, um Schim­mel­bil­dung zu ver­mei­den).
Dann füllst Du das Öl dar­über bis die Blü­ten voll­stän­dig bedeckt sind. Ach­te auch dar­auf, dass sich kei­ne Luft­bla­sen gebil­det haben. Die Fla­sche oder das Glas ein­fach ein wenig auf die Arbeits­plat­te klopfen. 
Nun ein bis zwei Wochen an einem küh­len Ort zie­hen lassen.
Durch ein Sieb fil­tern und zurück in die schö­ne Fla­sche oder einen Ölspen­der fül­len. Ist auch ein wun­der­ba­res Mit­bring­sel oder Geschenk.
Die­ses Öl ist, wenn sau­ber gear­bei­tet wur­de bis zu einem Jahr halt­bar. 
Schafft es bei mir aber nie, schmun­zel, denn es ist vor­her weg.

Bärlauchblüten-Essig

Ein Essig ist eben­so schnell her­ge­stellt und ich mache es meist gemein­sam. Des­halb habe ich es Euch auch gemein­sam in die­sen Bei­trag gepackt. 

Ihr benö­tigt eben­falls 3 Dinge:

  • Bär­lauch­blü­ten (5 bis 10 – je nach Grö­ße des Gefäßes)
  • Essig (ich ver­wen­de ger­ne wei­ßen Balsamico)
  • eine Fla­sche
Die Bär­lauch­blü­ten tro­cken in die gut gerei­nig­te und tro­cke­ne Fla­sche geben. Mit Essig auf­fül­len. Das gan­ze eben­falls wie­der 1 bis 2 Wochen an einem dunk­len küh­len Ort zie­hen las­sen. Dann durch ein Sieb fil­tern und in eine hüb­sche Deko­fla­sche fül­len. So könnt ihr Euch den Bär­lauch noch län­ger erhalten.
Wenn Ihr Euch noch unsi­cher beim sam­meln seid, könnt Ihr Euch hier über die gif­ti­gen Dop­pel­gän­ger informieren.

Spä­ter ent­wi­ckeln sich die grü­nen Samen­kap­seln, wel­che man gut ver­wen­den kann für Sala­te oder man kann eben­falls ein herr­li­ches Öl anset­zen. Wie das genau funk­tio­niert, fin­det ihr hier.

Viel Freu­de dabei.

6 Antworten

  1. Lie­be Hei­ke, herz­li­chen Dank für die­se wun­der­ba­ren Inter­views und jetzt auch die Rezep­te zum direkt Umset­zen des Gehörten. 🙂
    Nun habe ich noch eine Fra­ge, die mich immer wie­der beschäf­tigt: Wie säu­be­re ich die Wild­pflan­zen denn vor evtl. Fuchs­band­wurm oder Hundepipi?
    Die Wild­pflan­zen wer­den ja eher nicht heiß abge­brüht. In unse­rer Regi­on ist die unbe­rühr­te Wie­se auch lei­der nicht direkt um die Ecke.
    Herz­li­che Grü­ße und vie­len Dank für dei­ne tol­le Arbeit!

    1. Es geht wirk­lich dar­um auf das Sam­mel­ge­biet ach­ten und wie der Fuchs läuft auch über den Salat­a­cker und die Gär­ten in der Stadt. Des­sen sind sich vie­le Men­schen nicht bewusst. Lie­be Grü­ße Heike

    1. Lie­be Sil­ke, das stimm­mt! Man weiss nicht wo ein Fuchs lang läuft. Aber vie­len ist auch nicht bewusst, dass er auch durch den eige­nen Gar­ten streicht und über all die Äcker wo unser Gemü­se für die Läden ange­pflanzt wird. Es ist nicht ein­ge­zäunt. Dort macht sich jedoch nie­mand Gedan­ken über den Fuchs­band­wurm. Ich möch­te das Bewusst­sein dafür för­dern. Die “Gefahr” ist all­ge­gen­wär­tig. Wie häu­fig die Erkran­kung ist, kann man im RKI sehr gut nach­le­sen. So kann und soll­te jeder für sich eine Ent­schei­dung tref­fen. Ich per­sön­lich nasche mit sehr guten Gefüh­len direkt aus Wald und Wie­se. Ich neh­me auch Pflan­zen mit nach Hau­se und wasche sie wie jedes ande­re Gemü­se auch. Nichts beson­de­res, aus­ser dass ich den Engel der Hei­lung und der Rei­ni­gung bit­te mich zu unter­stüt­zen (ist von Antho­ny Wil­liam) und ich fin­de es unglaub­lich schön so zu han­deln. Man wäscht sehr bewusst und auf­merk­sam. So soll­te das gan­ze Leben sein. Oh ich muss auf­hö­ren, das sprengt einen Kom­men­tar. Aber ich den­ke kannst mei­ne Hal­tung wahr­neh­men. Dir alles Lie­be Heike

  2. Lie­be Heike,
    ganz herz­li­chen Dank, dass du noch ein­mal dar­auf ein­ge­gan­gen bist! Ich ver­ste­he die “Gefahr” nun bes­ser. Vie­len herz­li­chen Dank!

    Sil­ke
    PS: Mit den Engeln wir­ke ich auch, wenn auch bis­her nicht beim Kräu­ter waschen. <3

    1. Lie­be Sil­ke, das ver­ste­he ich sehr gut! ich habe auch schon immer viel mit Engeln “gear­bei­tet” – aber sie wirk­lich in den All­tag zu holen hat noch­mals eine völ­lig tie­fe­re neue Bedeu­tung für mich bekom­men. Dir viel Freu­de Heike

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