Würz-Öl aus Bärlauchsamen

Ich höre Euch schon sagen: "die Bärlauchzeit ist doch vorbei!" - da habt ihr eigentlich ja auch Recht. Aber wir können derzeit noch die Samen - den grünen Pfeffer - sammeln.

Die Samen schmecken natürlich pur herrlich und ich gebe sie gern über den Salat oder auf ein Butterbrot oder in einen Kräuterquark. Da die Bärlauchzeit jetzt dann aber wirklich vorbei ist, setze ich mir mit dem grünen Pfeffer noch ein Würzöl an.

Es schmeckt herrlich über Salat und so kann man sich diesen wunderbaren Geschmack, der auf die Lauchöle im Bärlauch zurückzuführen ist noch längere Zeit genießen.

Wenn Ihr Euch nicht sicher mit der Bestimmung des Bärlauchs seid, dann lasst ihn Euch genau zeigen. Denn es gibt leider sehr giftige Verwechslungsgefahren. Das Maiglöckchen sieht ihm zur jetzigen Vegetationsperiode sehr ähnlich.

Ich empfehle eigentlich immer sich ein Bärlauchpflänzchen im Handel zu kaufen und entweder in eine Ecke des Gartens zu setzen oder auch in einen Topf und ihn dann zu beobachten wie er sich entwickelt, wie er in den verschiedenen Entwicklungsstufen aussieht, wie er riecht und wie er genau aussieht. So werdet ihr immer sicherer und könnt dann auch den Bärlauch “draußen” sicher wiederfinden.

Ich persönlich habe ihn auch im Garten und finde es herrlich wenn ich nur ein paar Blättchen oder auch jetzt den Samen möchte, kurz rausdüsen zu können und mir die leckere Zutat holen kann.

Zubereitung des Grünen-Pfeffer-Würzöls:

Ihr braucht dafür:

  • ein schönes Glas
  • eine handvoll grünen Pfeffer
  • ein gutes kaltgepresstes Olivenöl

Nun gebt Ihr die Samen in die Flasche oder das Glas und gießt das Öl auf.

TIP: das Glas immer gut beobachten – denn es kann schnell schimmeln, denn die Samen sind recht feucht. Man kann die Samen auch vorher antrocknen lassen und dann erst in Öl einlegen, so kann man der Schimmelgefahr vorbeugen. Wichtig ist bei diesem Öl das tägliche bewegen des Inhalts.

Die Samen bleiben im Öl.

Denn wenn sie dann rausrutschen schmecken sie herrlich im Salat.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Sammeln, Herstellen und genießen.

18 Antworten

  1. Hallo liebe Heike, ich würde gerne mit euch den Urlaub teilen, aber um die genannte Zeit mache ich schon Urlaub!
    Liebe Grüße Christa.

    1. Hallo Sandra, beim “grünen Pfeffer” meine ich die noch grünen Samenkörner des Bärlauch, welche ich verwende. Probiere sie mal – sie schmecken herrlich. Viele Grüße Heike

    1. Die Samen können getrocknet werden – muüsen man aber nicht. Aufgrund des hohen Wassergehalts muss man jedoch aufpassen, dass es nicht schimmelt. Täglich bewegen und beobachten. – Viele Grüße Heike

  2. Wirklich eine gute Idee und ich bin gleich noch schnell ernten gegangen und wir freuen uns auf das Würzöl.
    Bisher habe ich die frischen Blätter geerntet, gewaschen und mit Küchenkrepp getrocknet, denn es darf kein Wasser dran bleiben! Über Nacht schlapp werden lassen und dann 2/3 etwas kleiner geschnitten in weite Gläser gefüllt und mit gutem Olivenöl übergossen.Alle Blätter müssen bedeckt sein, sonst schimmeln die. Kühl und dunkel stellen und nach 4 – 6 Wochen abgiessen und umfüllen und es gibt ein wunderbar mildes Bärlauchöl

  3. Habe sie antrocknen lassen und trotzdem sind sie mir leider verschimmelt. Habe sie aber auch nicht bewegt, finde ich zu mühsam. Werde sie das nächste Mal vorher kurz blanchieren.
    Insgesamt aber eine tolle Idee!!
    Danke! Geiberuam

  4. noch eine Frage zum Bärlauchsalz. Was hat es für einen Vorteil, die Blätter mit dem Salz bedeckt stehen zu lassen und nicht gleich mit dem Salz zu pürieren und dann zu trocknen?

    1. Hallo liebe Geibaruam,
      nicht wirklich – es ist manchmal meine Art, mit den Pflanzen umzugehen – ich mixe es manchmal auch gleich. Aber als ich es damals zubereitet habe, hatte ich das Bedürfnis es so zuzubereiten. Mache es so, wie es sich für Dich richtig anfühlt. Viele Grüße Heike

  5. Hall Heike,
    jetzt habe ich doch noch einen Versuch ohne blanchieren gemacht. Und noch eine Frage dazu. Muss das Samenöl geschüttelt werden, bis es aufgebraucht ist?
    Danke! Geiberuam

    1. Es kommt auf den Feuchtigkeitsgehalt der Samen an. Feuchtigkeit kann alles zum Schimmeln bringen. Ich würde es so lange täglich bewegen, bis ich mir sicher bin, dass nichts mehr passiert. Einfach die Abstände vergrößern. Viele Grüße Heike

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