Qigong am See in Plüderhausen: den Tag in Verbindung mit der Natur beginnen

Jeden Dienstag um 8 Uhr üben wir Qigong unter der Linde am Badesee Plüderhausen. Wie die Idee beim Schwimmen entstand und alle Infos zum Mitmachen.

Jeden Diens­tag­mor­gen um 8 Uhr ste­he ich mit einer klei­nen Grup­pe unter der gro­ßen Lin­de am Bade­see in Plü­der­hau­sen, und wir begin­nen den Tag gemein­sam mit Qigong. Wie es dazu kam, ist eine klei­ne Geschich­te, die ich Dir gern erzäh­le. Und wei­ter unten fin­dest Du alle Infos, falls Du ein­mal dazu­kom­men möchtest.

Die Idee entsteht

Manch­mal flüs­tert uns das Leben eine Idee ins Ohr. Ich habe das Glück, dass es in Plü­der­hau­sen, wo ich woh­ne, einen wun­der­schö­nen See gibt. Es ist ein gro­ßer See: Ein Teil gehört den Men­schen, ein Teil den Ang­lern und ein Teil ein­fach der Natur. Genau das mag ich so dar­an, jeder hat sei­nen Platz.

An hei­ßen Som­mer­ta­gen gehe ich dort sehr gern schwim­men, mor­gens oder abends, denn mit­tags ist mir ein­fach zu viel los. Men­schen kom­men von nah und fern an den Bade­see, und ich freue mich, dass sie ihn genie­ßen. Aber ich lie­be die stil­len Über­gangs­zei­ten, wenn die Son­ne gera­de auf­geht oder lang­sam unter­geht. Dann wird der See ganz ruhig.

Blick über den ruhigen Badesee in Plüderhausen mit Bäumen am Ufer unter blauem Himmel
Der Bade­see in Plü­der­hau­sen, wenn er ganz ruhig ist.

Ich genie­ße es, mei­ne Bah­nen durch das Was­ser zu zie­hen, mich anschlie­ßend auf den Rücken zu legen und mich vom Was­ser tra­gen zu las­sen. Ich schaue in den blau­en Him­mel, sehe den Wol­ken nach und bin ein­fach nur da, ganz im Hier und Jetzt. Genau dort ist die Idee entstanden.

Zurück zum Qigong

Viel­leicht weißt Du es gar nicht: Ich bin nicht nur Wild­pflan­zen­frau, son­dern auch Qigon­g­leh­re­rin. Seit 2003 unter­rich­te ich Qigong mit gro­ßer Freu­de. Was Qigong eigent­lich ist und woher es kommt, erzäh­le ich Dir aus­führ­lich in mei­nem Arti­kel Was ist Qigong?

Mit Coro­na habe ich jedoch auf­ge­hört. Es wur­de immer schwie­ri­ger, Räu­me zu fin­den und Teil­neh­mer zu gewin­nen, dazu all die Unsi­cher­heit. Irgend­wann war ein­fach Schluss. Immer wie­der dach­te ich: Irgend­wann fan­ge ich wie­der an. Aber wie?

Und dann lag ich eines Mor­gens im See. Es war, als wür­de mir eine klei­ne Stim­me ins Ohr flüs­tern: „Unter­rich­te doch hier, wir wür­den es lie­ben.“ In die­sem Moment war plötz­lich alles klar.

Ich stieg aus dem Was­ser, setz­te mich hin und begann zu orga­ni­sie­ren. Ich gestal­te­te Ein­la­dun­gen, stell­te mei­ne Idee in mei­nen Whats­App-Sta­tus, mach­te Pla­ka­te und frag­te den See­wart, ob ich dort Qigong anbie­ten darf. Alles war im Fluss. So ist es manch­mal, wenn etwas wirk­lich rich­tig ist: Dann muss man nicht kämp­fen, dann fügt sich eins zum anderen.

Der erste Morgen am See

Am ers­ten Mor­gen stand ich vol­ler Vor­freu­de am See und war gespannt, ob wohl jemand kommt. Vie­le Men­schen gin­gen schwim­men, vie­le lie­fen vor­bei, aber nie­mand hat­te mein Pla­kat gese­hen oder mei­nen Sta­tus gele­sen. Ich muss­te schmun­zeln. Also sprach ich die Men­schen ein­fach an.

Ein Paar blieb ste­hen. „Ja“, sag­ten sie, „wir machen gern mit. Wir ken­nen Qigong zwar nicht, aber wir pro­bie­ren es aus.“ Kurz dar­auf kam noch eine lie­be Bekann­te dazu, die mei­nen Whats­App-Sta­tus gese­hen hat­te. Und so stan­den wir zu viert am See. Die Son­ne ging gera­de auf, das Was­ser glit­zer­te, wir übten gemein­sam, und ich spür­te sofort: Das hat mir gefehlt. End­lich wie­der Qigong unter­rich­ten, end­lich wie­der Men­schen begleiten.

Das Schöns­te war am Ende die Fra­ge: „Machst Du das wie­der?“ In mir rief alles Ja! Glück­lich ließ ich mich in den See sin­ken und zog mei­ne Bah­nen. Etwas Neu­es war ent­stan­den, und mir war klar: Das darf wachsen.

Wie Qigong am See gewachsen ist

Zu Hau­se setz­te ich mich wie­der an den Rech­ner, gestal­te­te neue Pla­ka­te, kauf­te einen gro­ßen Bogen Papier und mal­te von Hand. Ich lie­be es, wenn Neu­es ent­steht, und in mir rie­sel­te das glit­zern­de Glück hoch und run­ter. Bald gab es eine Whats­App-Grup­pe, damit ich die Ter­mi­ne leich­ter wei­ter­ge­ben kann. Ich leg­te Fly­er im Ort aus und mal­te sogar ein gro­ßes Schild, das ich an mein Fahr­rad hän­ge. So kön­nen die Men­schen direkt am See lesen, was hier ent­steht, und sich ein­ge­la­den fühlen.

Selbst gemaltes Schild „Qigong am See“ an einem Fahrrad unter einem Baum am Badesee Plüderhausen
Mein selbst gemal­tes Schild am Fahr­rad zeigt den Men­schen am See, was hier entsteht.

Aus einer klei­nen Idee im Was­ser ist ein fes­ter Ter­min gewor­den: Jeden Diens­tag­mor­gen begin­nen wir den Tag gemein­sam am See, das gan­ze Jahr über. Ich freue mich über jeden Men­schen, der dazu­kommt. Begin­nen nicht genau so die schöns­ten Geschich­ten? Mit einer lei­sen Stim­me und dem Gefühl: Ich bin genau dort, wo ich gera­de sein soll.

Qigong am See: alle Informationen

Wann?

Jeden Diens­tag um 8 Uhr, das gan­ze Jahr über. In den Schul­fe­ri­en machen wir Pau­se. Bei star­kem Regen oder Gewit­ter fällt Qigong aus, das erfährst Du kurz­fris­tig in der WhatsApp-Gruppe.

Wo?

Wir tref­fen uns am Bade­see Plü­der­hau­sen. Wenn Du vom Park­platz zum See gehst, fin­dest Du uns gleich rechts unter der gro­ßen Lin­de, mit einem wun­der­schö­nen Blick über den See.

Für wen?

Jeder ist herz­lich will­kom­men. Du brauchst kei­ne Vor­kennt­nis­se. Die Übun­gen sind leicht zu erler­nen und las­sen sich an jedes Alter und jede kör­per­li­che Ver­fas­sung anpassen.

Was kostet es?

Ein Ter­min kos­tet 10 €.

WhatsApp-Gruppe

Da wir uns in der Natur tref­fen und sich Ter­mi­ne wet­ter­be­dingt auch ein­mal ändern kön­nen, gibt es eine klei­ne Whats­App-Grup­pe. Dort erfährst Du:

  • an wel­chen Tagen Qigong statt­fin­det und wann Feri­en­pau­se ist
  • kurz­fris­ti­ge Ände­run­gen bei schlech­tem Wetter
  • alle Infor­ma­tio­nen rund um Qigong am See

👉 Hier kannst Du der Whats­App-Grup­pe beitreten

Was Du mitbringen darfst

  • beque­me Klei­dung, im Win­ter gern in meh­re­ren Schichten
  • etwas zu trinken
  • Freu­de an der Natur

Und wenn Du magst, springst Du im Som­mer anschlie­ßend ein­fach noch in den See und beginnst den Tag erfrischt und mit neu­er Energie.

Viel­leicht sehen wir uns ja ein­mal unter der Lin­de am See. Ich wür­de mich freu­en.
Herz­lich, Dei­ne Heike

Häufige Fragen zu Qigong am See

Brauche ich Vorkenntnisse für Qigong am See?

Nein. Jeder ist herz­lich will­kom­men, auch wenn Du noch nie Qigong gemacht hast. Die Übun­gen sind leicht zu erler­nen und las­sen sich an jedes Alter und jede kör­per­li­che Ver­fas­sung anpassen.

Findet Qigong am See auch im Winter statt?

Ja, wir üben das gan­ze Jahr über jeden Diens­tag um 8 Uhr. Nur in den Schul­fe­ri­en machen wir Pau­se. Im Win­ter ziehst Du Dich am bes­ten in meh­re­ren Schich­ten warm an.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Bei star­kem Regen oder Gewit­ter fällt Qigong aus. Das gebe ich kurz­fris­tig in der Whats­App-Grup­pe bekannt.

Was kostet Qigong am See?

Ein Ter­min kos­tet 10 €.

Kann ich Qigong auch üben, wenn ich nicht in der Nähe wohne?

Ja. Mit mei­nem Online­kurs „Die 18-fache Gestalt des Tai­ji Qigong“ kannst Du zu Hau­se üben, in Dei­nem eige­nen Tempo.

Onlinekurs „Die 18-fache Gestalt des Taiji Qigong“ mit Heike Engel: Frau übt Qigong am See

Qigong zu Hause üben: die 18-fache Gestalt des Taiji Qigong

Du wohnst nicht in der Nähe von Plü­der­hau­sen oder möch­test auch an den ande­ren Tagen üben? In mei­nem Online­kurs zei­ge ich Dir die 18-fache Gestalt des Tai­ji Qigong Bewe­gung für Bewe­gung. Ich erklä­re jede Übung so, dass Du sie gut nach­ma­chen kannst, und Du übst in Dei­nem eige­nen Tem­po, wann und wo es für Dich passt.

Weiterlesen auf StrahleMensch


Ich bin Hei­ke Engel, Heil­prak­ti­ke­rin, Qigon­g­leh­re­rin, Fach­be­ra­te­rin für Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen und Pilz­coach. Hier auf Strah­le­Mensch tei­le ich mein Wis­sen über Wild­pflan­zen, Pil­ze, Natur­heil­kun­de und Qigong und beglei­te Men­schen in Kur­sen und Online-Ange­bo­ten zurück zur Natur und ein Stück näher zu sich selbst.

Möch­test auch Du in eine natur­ver­bun­de­ne Lebens­wei­se ein­tau­chen?
Dann mel­de Dich zu mei­nem News­let­ter an, ent­de­cke mei­ne Ange­bo­te oder kli­cke Dich durch mei­ne Blog­ar­ti­kel vol­ler Wis­sen.

Heike Engel von StrahleMensch

👉 Mehr über Heike Engel

👉 Mehr über Angebote von Heike Engel

👉 Mehr über den Verein und seine Projekte

Schön, dass Du hier bist, hinterlasse doch einen Kommentar und teile Dein Naturwissen mit uns.

10 Kommentare

  1. Guten Mor­gen, lie­be Hei­ke,
    Dei­ne Geschich­te über Qigong am See hat mein Herz hüp­fen las­sen, beson­ders über das “WIR wür­den es lie­ben”! Dan­ke fürs Tei­len und lie­be Grü­ße, Gabriele

  2. Dan­ke, lie­be Hei­ke, für die­se berüh­ren­de Geschich­te. Ja, manch­mal flüs­tert einem das Leben ganz lei­se was ins Ohr, man muss nur zuhö­ren. Alles Lie­be Bea Elea

  3. Lie­be Hei­ke
    Ich hat­te kürz­lich die Idee von einem Gar­ten­stamm­tisch. Am Mor­gen bei Kaf­fee und Tee draus­sen im Gar­ten plau­dern, aus­tau­schen, genies­sen und bewun­dern. Wer möch­te kann anschlies­send noch etwas roden oder jäten. Ich gehe bald in Pen­si­on und dann habe ich Zeit dafür 🤗. lg Ruth

    1. Ja, Qigong am See ist schon etwas ganz Beson­de­res 😊 Die Natur, die fri­sche Luft und der Blick aufs Was­ser tun ein­fach gut. Aber ich bin auch sehr froh über schö­ne Räu­me – denn bei Käl­te, Regen und im Win­ter möch­te ich schließ­lich trotz­dem Qigong üben und unter­rich­ten. Nicht üben wäre für mich defi­ni­tiv kei­ne Alternative. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert