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Mittelohrentzündung oder Otitis Media – was ist das genau für eine Krankheit und was kann man selbst tun?

Meine kleine Tochter hat letzte Woche eine Mittelohrentzündung bekommen. Es hat sich eine Aussenohrentzündung gleich noch draufgesetzt. Es kam plötzlich mit heftigsten Schmerzen in der Nacht und ich war froh, dass ich gleich wusste was zu tun war. Deshalb schreibe ich für Euch diesen Artikel um Euch auch für den ersten Notfall ein Handwerkszeug an die Hand zu geben.

Mittelohrentzündung/ Oti­tis Media was genau ist das?

was kann man selbst tun?

Mei­ne klei­ne Toch­ter hat letz­te Woche eine Mit­tel­ohr­ent­zün­dung bekom­men. Es hat sich eine Aus­sen­ohr­ent­zün­dung gleich noch drauf­ge­setzt. Es kam plötz­lich mit hef­tigs­ten Schmer­zen in der Nacht und ich war froh, dass ich gleich wuss­te was zu tun war. Des­halb schrei­be ich für Euch die­sen Arti­kel um Euch auch für den ers­ten Not­fall ein Hand­werks­zeug an die Hand zu geben.

Ich habe Euch dazu auch ein Video gemacht, wel­ches Ihr unter https://www.youtube.com/watch?v=mu-NzoWrGM8 fin­det!

Doch fan­gen wir von vor­ne an:

Was ist eine Mittelohrentzündung, auch Otitis Media genannt?

Meist geht eine Infek­ti­on im Hals-Nasen-Rachen­raum vor­aus. Die­se Infek­ti­on steigt durch die Ohr­trom­pe­te (Eusta­chi­sche Röh­re) auf ins Mit­tel­ohr. Dh oft ist es eine bak­te­ri­el­le Infek­ti­on. Es kann aber auch sein, dass die Man­deln zu groß oder Poly­pen im Weg sind und so die Ohr­trom­pe­te “abge­dich­tet” wird. Das Ohr kann nun nicht mehr belüf­ten und die Luft “steht”. Dar­aus kann sich dann eben­falls eine Ent­zün­dung ent­wi­ckeln. Genau­er gesagt ist die Schleim­haut in der Pau­ken­höh­le (Hohl­raum im Mit­tel­ohr) ent­zün­det. Dies nennt man auch Otits media. Es kön­nen aber auch Viren über das Blut eine Infek­ti­on ver­ur­sa­chen. Des­halb ist der Gang zum Arzt wich­tig mit einer genau­en Abklä­rung. Wenn das Trom­mel­fell ein­reisst, kann es auch eine Ent­zün­dung des Aus­sen­ohrs geben oder es kom­men Bak­te­ri­en von Aus­sen, wie bei dre­cki­gem Bade­was­ser. Die­se Art fin­det man eher im Som­mer und nennt sie Badeotitiden.

Wich­tig: Eine Mit­tel­ohr­ent­zün­dung ist nicht ansteckend!

Man unter­schei­det die

  • aku­te,
  • die rezi­di­vie­ren­de (mind. 3 Ent­zün­dun­gen in einem hal­ben Jahr) und
  • die chro­ni­sche (mind. 2 Mona­te lang bestehen­de)  Otits media
Wie wird eine Mittelohrentzündung/Otitis Media therapiert?

Es wer­den meist nur die Beschwer­den the­ra­piert. Dh. man gibt:

  • ein Schmerz­mit­tel (denn es ist sehr schmerzhaft).
  • Abschwel­len­de Nasentropfen
  • Wenn nach ca. 2 Tagen kei­ne Bes­se­rung auf­ge­tre­ten ist, wird meist Anti­bio­ti­ka gege­ben (dau­ert meist 7 Tage – bit­te wenn man damit anfängt nicht vor­her abbrechen)

In der Regel heilt eine Oti­tis Media fol­gen­los ab.

Komplikationen bei einer Mittelohrentzündung/Otitis Media :

Es kann sich eine chro­ni­sche Form ent­wi­ckeln oder es kommt zu einer Ent­zün­dung des War­zen­fort­sat­zes (Masto­idi­tis) Es ist ein Schä­del­kno­chen, wel­cher direkt neben dem Mit­tel­ohr liegt. Die­se Ent­zün­dung kann auf Hirn­häu­te oder Gehirn über­ge­hen. Durch wie­der­hol­te Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen im Klein­kind­al­ter kann es zu Hör­min­de­run­genn und Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­run­gen in der Sprach­ent­wick­lung geben. Eine Ent­zün­dung des Innen­ohrs (Laby­rin­thi­tis) ist eben­falls mög­lich. Um Kom­pli­ka­tio­nen zu ver­mei­den soll­ten sich die Pati­en­ten län­ge­re Zeit scho­nen, viel Was­ser oder Tee trin­ken. Ziga­ret­ten­rauch oder ande­re Luft­be­las­tun­gen soll­ten ver­mie­den wer­den und wei­te­re Infek­tio­nen des Hals-Nasen-Rachen­raums so gut es geht vermeiden.

Doch was können wir selbst bei einer Mittelohrentzündung/Otitis Media tun?

Oft tritt die Erkran­kung plötz­lich in der Nacht auf, und dann soll­tet Ihr gleich han­deln!!! Manch­mal kann man es durch ers­te Maß­nah­men abfan­gen. Aber uch wenn Ihr den Arzt kon­trol­lie­ren habt las­sen und Eure Medi­ka­men­te habt, könnt Ihr die Hei­lung wun­der­bar mit fol­gen­den ein­fa­chen Maß­nah­men unter­stüt­zen:

  1. ein Zwie­bel­säck­chen - dazu Zwie­bel klein­schnei­den. kurz über­brü­hen oder über Dampf warm machen und auf den Gehör­gang legen, viel­leicht noch etwas Wat­te drauf, damit der Zwie­bel­dampf nicht in die Augen geht und mit einem Stirn­band oder Müt­ze befes­ti­gen. Ihr fin­det dazu ein Video unter https://www.youtube.com/watch?v=DXhky5MP3cg Die­ses Säck­chen zwei­mal am Tag für eine Stun­de aufs Ohr geben. Toll ist es ein­fach zum Schla­fen­ge­hen. Ent­we­der bleibt es drauf oder wirkt die gan­ze Nacht. Gut- das Schlaf­zim­mer riecht wie in einem Döner­la­den, aber es ist auch gleich posi­tiv für die HNO Infek­ti­on. Die Zwie­bel hat vie­le posi­ti­ve Effek­te: - sie lin­det die Schmer­zen – sie ist ent­zün­dungs­hem­mend – die ver­bes­sert die Durch­blu­tung – tötet Krank­heits­er­re­ger ab.
  2. ein Kamil­le­säck­chen - statt Zwie­bel könnt Ihr in das Säck­chen auch über­brüh­te Kamil­len­blü­ten geben. Säck­chen kommt aufs Ohr und Tee wird getrun­ken. Kamil­le besitzt auch eine ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung. Wech­selt viel­leicht ein­fach mal ab.
  3. die Infra­rot-Lam­pe - Wäme ist toll in jeder Form. Jedoch bleibt da bei Eurem Kind. Es kann schnell zu heiss wer­den und auch Ver­bren­nun­gen geben
  4. Homöo­pa­thie - da gibt es meh­re­re Mit­tel wel­che ange­zeigt sind. Natür­lich das Fer­rum Phos­pho­ri­cum. Kommt die Erkran­kung plötz­lich ist  Aco­ni­tum ein Mit­tel der Wahl. Wenn Fie­ber dazu­kommt ist Bela­don­na auch gut geeig­net. Wenn Ihr Euch da aber nicht aus­kennt, lasst Euch von Eurem Arzt oder Eurem Heil­prak­ti­ker beraten.
  5. Scho­nen und viel trin­ken - am bes­ten 2 Liter am Tag.
  6. Falls Anti­bio­ti­ka nötig war, denkt gleich an den Darm und baut Joghurt in den täg­li­chen Spei­se­plan mit ein

So – ich hof­fe ich konn­te Euch das The­ma Oti­tis Media ein wenig näher brin­gen und Euch Mit­tel an die Hand geben um nicht hilf­los die­ser Krank­heit gegen­über ste­hen zu müs­sen. Ihr könnt so Eurem Kind im Ver­trau­en auf Hei­lung zur Sei­te ste­hen. Wenn Ihr nicht unsi­cher seid, son­dern im Ver­trau­en, dann spürt das auch Euer Kind und kann sich mit vol­lem Ver­trau­en in Euch in die Hei­lung begeben.

Wenn Ihr noch Tips habt, was man tun kann, oder was Euch schon mal gehol­fen hat, schreibt es mir doch einfach.

Bis bald

Eure Hei­ke

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