Bald startet der 4. Onlinekongress: Zähne treffen Herbstfrüchte! 12. - 15.10.2022 - jetzt anmelden >

Pyrrolizidinalkaloide

Pyrrolizidinalkaloide - kurz PA - sind die Stoffe in Wildpflanzen welche in Verdacht geraten sind leberschädigend zu sein.

Die For­schung in die­sem Bereich ist noch rela­tiv jung, soll­te aber auf alle Fäl­le ernst genom­men wer­den. Es sind doch eini­ge der Wild­pflan­zen, wel­che Pyr­ro­li­zi­d­in (PA) enthalten:

  • Huf­lat­tich – Tus­si­la­go farfara
  • Bein­well – Sym­phy­tum
  • Boretsch  – Bora­go officinalis
  • Nat­ter­kopf – Echi­cum vulgare
  • Lun­gen­kraut – Pul­mo­na­ria
  • Ech­ter Stein­sa­me – Lithosper­mum officinale
  • Pest­wurz – Peta­si­tes hybridus
  • Son­nen­hut – Echi­n­acea
  • Kreuz­kraut – Sen­ecio jacobaea

Das ist natür­lich kei­ne abschlie­ßen­de Auf­zäh­lung. Dies sind jedoch die mei­nes Erach­tens am häu­figs­ten ver­wen­de­ten in der Wildpflanzenküche.

Wie man an der Auf­zäh­lung schon sieht, ist PA vor allem in der Fami­lie der Rau­blatt­ge­wäch­se (Boran­gi­n­aceae) und in Astern­ge­wäch­sen (Aster­aceae) enthalten.

Das Bun­des­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung schreibt, dass in Tier­ver­su­chen fest­ge­stellt wur­de, dass PA in hohen Dosen Leber­krebs ver­ur­sacht. Bei einer kurz­fris­ti­gen Ein­nah­me (bis zu 14 ) Tagen jedoch eine Gesund­heits­schä­di­gung unwahr­schein­lich ist. Das Insti­tut sieht sich jedoch nicht in der Lage einen genau­en Grenz­wert anzu­ge­ben auf­grund der unge­nau­en Aus­gangs­la­ge, die der­zeit noch besteht.

Das Pro­blem ist ein­fach, dass es sich nicht um eine Akut­re­ak­ti­on han­delt, son­dern dass die Stof­fe im Kör­per, spe­zi­ell in der Leber erst zu den toxi­schen Stof­fen umge­baut werden.

Es gibt mitt­ler­wei­le auch schon PA freie Pflan­zen – beim Bein­well habe ich mir so eine Züch­tung schon in den Gar­ten gepflanzt und bin sehr froh den Bein­well nun wie­der ohne nach­zu­den­ken ver­wen­den zu kön­nen. Dies ist auch für den phar­ma­zeu­ti­schen Bereich erfor­der­lich gewe­sen und kommt nun auch uns klei­nen End­nut­zern zu Gute.

Wer aber drau­ßen im Wald sam­melt muss selbst die Ver­ant­wor­tung und die Ent­schei­dung über­neh­men, ob er die Pflan­zen in sei­nen Spei­se- oder Heil­plan mit auf­neh­men möchte.

Herz­li­che Grüße

Eure Hei­ke Engel

 

Quel­le:

Bun­des­in­sti­tut für Risikobewertung

 

“Ich neh­me Sie als auf­ge­klär­te Men­schen ernst und gehe davon aus, dass Ihnen bekannt ist, dass Heil­prak­ti­ker über­wie­gend Behand­lungs­me­tho­den aus der Kom­ple­men­tär- oder Alter­na­tiv­me­di­zin ver­wen­den,  für deren Wirk­sam­keit es kei­ne gesi­cher­ten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se gibt. Den­noch bin ich aus recht­li­chen Grün­den gezwun­gen, Sie dar­auf hin­zu­wei­sen, dass kei­ne gesi­cher­ten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se über die the­ra­peu­ti­sche Wirk­sam­keit der ange­bo­te­nen Emp­feh­lun­gen, Behand­lun­gen bzw. Behand­lungs­me­tho­den vorliegen.”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Möchtest Du regelmäßig einen Newsletter von mir?

Trage dich hier in meinen Newsletter ein und erhalte leckere Rezepte aus Wildpflanzen, Gedanken rund um Natur, Energie und Seelenarbeit, exklusive Angebote und kostenlosen Zugang zum nächsten OnlineKongress von StrahleMensch

Der Newsletter-Versand erfolgt entsprechend unserer Datenschutzerklärung.