Kennst Du das auch? Manchmal packt mich ganz plötzlich die Lust auf etwas Süßes, am liebsten Schokoladiges, und auf etwas Warmes. Dann schaue ich, was ich im Haus habe, und experimentiere. Manchmal gelingt es, manchmal nicht. Dieser warme Hafer-Bananen-Nachtisch mit Blaubeeren ist mir richtig gut gelungen: Ich nenne ihn meinen „KuNaTi“, meinen Kuchen-Nach-Tisch.
Im Sommer, wenn an den Waldrändern die Heidelbeeren reif sind, nehme ich am liebsten wilde Beeren dafür. Sie sind kleiner, färben herrlich blau und schmecken viel intensiver als gekaufte.
Das Wichtigste in Kürze
- Mein „KuNaTi“, ein Kuchen-Nach-Tisch: halbierte Bananen in einer Auflaufform, darüber ein Teig aus Haferflocken, Carob und Apfelmus, obendrauf Blaubeeren.
- Er backt 20 bis 25 Minuten bei 180 °C und ist in etwa 30 Minuten fertig.
- Statt Kakao nehme ich Carob, das schmeckt schokoladig, ist milder und enthält kein Koffein.
- Warm gegessen ist er wunderbar sättigend.
- Im Sommer machen wilde Heidelbeeren ihn zu etwas ganz Besonderem.

Wie mein KuNaTi entstanden ist
Ich habe mir überlegt, was ich eigentlich brauche: Es sollte süß sein, schokoladig, warm und sättigend. Daraus wurde dieses Rezept:
- Bananen liebe ich sehr, sie sind wunderbar süß, und ich habe sie immer da.
- Etwas Warmes sollte es sein, denn Wärme tut dem Bauch gut.
- Schokoladig sollte es schmecken. Statt Kakao habe ich Carob genommen, es ist milder und enthält kein Koffein.
- Einen gut sättigenden Träger fand ich in den Haferflocken.
Frohen Mutes habe ich eine kleine Glasauflaufform aus dem Regal gezogen, und los ging es.
Hafer-Bananen-Nachtisch: Das brauchst Du
- 100 g Haferflocken
- 2 EL Carob (10 g)
- 50 g Birkenzucker
- 100 ml Wasser
- 130 g Apfelmus
- 1 TL Backpulver (beim nächsten Mal lasse ich es weg)
- 2 bis 3 Bananen
- Blaubeeren nach Lust und Laune, gern wilde Heidelbeeren
So backe ich meinen KuNaTi
- Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
- Die Bananen schälen, längs halbieren und in eine kleine Auflaufform legen.
- Haferflocken, Carob, Birkenzucker, Wasser, Apfelmus und Backpulver zu einem Teig vermischen, zum Beispiel im Thermomix.
- Den Teig über die Bananen gießen.
- Die Blaubeeren darüberstreuen und etwas in den Teig drücken.
- 20 bis 25 Minuten backen.
Danach am besten gleich warm genießen. Er hat alle meine Gelüste gestillt, ich finde ihn einfach herrlich.
Mein Tipp: wilde Heidelbeeren
Wilde Heidelbeeren findest Du im Sommer in lichten Wäldern, oft dort, wo es etwas sauer und moosig ist. Sie färben Finger und Zunge blau und schmecken unvergleichlich. Worauf ich beim Beerensammeln achte, erzähle ich Dir in meinem Artikel Brombeeren sammeln: die süßen Schätze des Sommers. Wenn Du Lust hast, noch viele weitere essbare Wildpflanzen und Wildfrüchte vor Deiner Haustür kennenzulernen, begleite ich Dich gern in meinem Onlinekurs Mit den Wildpflanzen durchs Jahr.
Gut zu wissen: Birkenzucker (Xylit) ist für Hunde sehr giftig. Wenn bei Dir ein Hund lebt, bewahre ihn gut verschlossen auf und lass keine Reste stehen. In größeren Mengen kann Xylit auch beim Menschen abführend wirken.
Ich hoffe, er schmeckt Dir genauso gut wie mir. Viel Freude beim Ausprobieren!
Häufige Fragen zum Hafer-Bananen-Nachtisch
Was ist Carob?
Carob ist das Pulver aus den Schoten des Johannisbrotbaums. Es schmeckt leicht schokoladig und karamellig, ist milder als Kakao und enthält kein Koffein.
Kann ich statt Carob auch Kakao nehmen?
Ja, natürlich. Dann wird der Nachtisch etwas herber und schokoladiger.
Brauche ich das Backpulver?
Ich glaube nicht. Beim nächsten Mal lasse ich es weg, der Teig ist auch so schön locker.
Ist der Nachtisch glutenfrei?
Ja, wenn Du ausdrücklich glutenfreie Haferflocken verwendest.
Kann ich statt Birkenzucker etwas anderes nehmen?
Ja, zum Beispiel etwas Ahornsirup oder einfach mehr reife Banane. Probier aus, wie süß Du es magst.

Mit den Wildpflanzen durchs Jahr
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Ich bin Heike Engel, Heilpraktikerin, Qigonglehrerin, Fachberaterin für Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen und Pilzcoach. Hier auf StrahleMensch teile ich mein Wissen über Wildpflanzen, Pilze, Naturheilkunde und Qigong und begleite Menschen in Kursen und Online-Angeboten zurück zur Natur und ein Stück näher zu sich selbst.
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2 Kommentare
Liebe Heike,
danke für das tolle Rezept. Das würde ich gerne ausprobieren. Leider kann ich keine Bananen essen. Welchen Ersatz kannst du mir empfehlen?
Vielen Dank !
Liebe Grüße
Erika
Hallo liebe Erika, wenn Du keine Bananen essen kannst, würde ich es für Dich mit Kirschen versuchen. Ebenfalls sehr süß und fruchtig und sicher auch ein Genuss. Wenn Du es probierst, freue ich mich über eine Rückmeldung von Dir. Liebe Grüße Heike