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Spitzwegerich

Wildpflanzenportrait

Spitzwegerich

Plantago lanceolata - Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

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Vorkommen

Der Spitzwegerich kommt gern bei uns im Garten im Rasen vor. Ihr findet ihn aber auch auf Wiesen und an Wegrändern

Wuchs und Aussehen

Seine Blätter wachsen in Rosetten und sind schmal länglich (lanzettlich) und verjüngen sich zum Blattgrund deutlich. Die Blütenstände sind ca 2 -3 cm lang und blühen cremeweiss

Inhaltsstoffe

Das spannende an ihm ist das er zu 2-3 % das Glycosid aus der Untergruppe der Irdoide Aucubin. Dies ist der Frassschutz der Pflanze, hat auf uns aber spannende Eigenschaften welche derzeit erforscht werden. Aucubin gehört zu der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, eine große Gruppe welche noch recht wenig erforscht ist. Dieser Stoff weist jedoch entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften auf.

Weiter enthält er Schleimstoffe, Saponine, Kieselsäure, Flavonoide, Mineralstoffe mit viel Zink und Kalium und auch viel Vitamin C und B.

Volksheilkunde

Diese Inhaltsstoffe haben ihn schon in der Antike zu einer Heilpflanze erhoben. Dazu kommt, dass er fast überall wächst und uns in großer Menge zur Verfügung steht. Er wurde in der Volksheilkunde schon immer gern bei Erkältungen, speziell Husten verwendet, aber auch bei Mund- Darm- und Magenentzündungen, da sich die Schleimstoffe wie eine zweite Haut über die geschädigten Bereiche legt und die Kieselsäure neue Substanz gibt, die Vitamine und Mineralstoffe stärken dann noch die Abwehr und geben dem Körper Kraft. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde er auch bei Entzündungen der ableitenden Harnwege wurde er gern eingesetzt ebenso wie zur Blutstillung.

 

Die Kinder kennen seine wundervolle Wirkung bei Stichen und falls man mal Brennnesseln zu nahe gekommen sind. Sie lindern den Juckreiz und helfen beim Abschwellen der Stichverletzungen. Dazu kann man die frischen Blätter einfach quetschen oder auch kauen (so hat man gleich noch eine innerliche Einnahme) und legt sie auf die Wunden und Stiche. 

Wilde Küche

der Wegerich hat ein feines Pilz-Aroma und können so in der wilden Küche verwendet werden. Erntet einfach die frischen noch zarten Blättchen und schneidet sie quer zur Länge der Blätter kann man sie wundervoll weiterverwenden. Sie passen wunderbar einfach in Salate oder belegt sich damit ein Brot. Man kann ihn entsaften oder sich ein Wasser belegen. Dazu einfach kleinschneiden und ins Wasser geben zusammen mit ein paar Blüten geben und noch einen Spritzer Zitronensaft dazu.
Die noch nicht aufgeblühten Knospen können einfach so geknabbert werden oder man kann sie mit anderem Gemüse zu einer feinen Gemüsepfanne andünsten.
Die Samen kann man sich aufbewahren für den Winter und sich daraus eine Keimsaat herstellen oder sie direkt in die Speisen geben. 
Auch die Wurzel kann gut gewaschen in Gemüsegerichten verwendet werden.
 

Kochvorschläge

eine feine Spitzwegerichsuppe

fein geschnitten in Salat

Angesetzt mit Honig

gedünstetes Knospengemüse