Fuchsbandwurm

Die Frage, welche bei jeder meiner geführten Wanderungen zur Sprache kommt, ist der Fuchsbandwurm/ Echinokokkose

Es handelt sich um eine schwerwiegende Erkrankung von Lunge, Gehirn und Leber, welche unbehandelt tödlich endet. Wenn man auf der Seite des Robert-Koch-Instituts nachliest es pro Jahr zu 20 bis 30 Erkrankungsfällen. Die Ansteckungsgefahr ist demzufolge relativ gering. Wer sich unsicher ist, sollte Gesammeltes vor dem Verzehr waschen, das RKI empfiehlt es sogar zu kochen.

Meine Familie sammelt jedoch schon viele Jahre Pflanzen und auch ich tu es schon viele Jahre und auch meine Kinder sammeln und verspeisen Wildpflanzen. Ich selbst kenne niemanden und habe auch noch nie von jemandem gehört, welcher vom Fuchsbandwurm betroffen ist. Ich sammle sehr gern in der Natur und esse die Früchte auch ohne Angst. Jedoch muss dies jeder selbst für sich entscheiden.

Der Fuchs schleicht des Nachts durch unsere Gärten und auch über die Äcker auf welchen konventionelles und auch Biogemüse angebaut wird. Ich dürfte keinen Salat aus meinem Garten und auch aus dem Supermarkt mehr essen, wenn ich diese Erkrankung zu 100 % ausschließen möchte. Das heißt nicht dass es den Fuchsbandwurm nicht gibt, aber ich denke genau diese Überlegung ist Vielen nicht bewußt. Mit diesem Wissen war die Entscheidung für mich sehr leicht – ich möchte mich auch nach wie vor von meinem Gemüse aus meinem Garten ernähren und so auch aus dem Wald.

Wer sich darüber Weiters informieren möchte, kann beim Robert-Koch-Institut nachlesen. An der Universität Ulm habe ich auch einen interessanten Artikel dazu gefunden, dass Infektionsquelle auch das Kuscheln mit eigenen Haustieren ist, welche nicht regelmäßig entwurmt sind und dass Waldbeeren keineswegs stark mit den Eiern des Fuchsbandwurms belastet sind.

Diese Informationen sind von der Universität Würzburg zu dem Thema:

Das Waschen möglicherweise kontaminierter Nahrungsmittel reduziert sich das Infektionsrisiko, beseitigt es aber nicht vollständig. Fuchsbandwurmeier sind sehr resistent gegenüber Umwelteinflüssen. Mit gängigen Desinfektionsmitteln können sie nicht abgetötet werden. Das trifft auch für Alkohol zu (erst recht in den niedrigen Konzentrationen, wie sie im Wein enthalten sind). Auch Kühlschrank- und Gefrierfachtemperaturen von +4°C bis -20°C tötet die infektiösen Eier nicht ab. Als wirksame Maßnahmen zu deren Abtötung haben sich folgende Vorgehensweisen erwiesen:

  • Gefriertruhe bei -80°C für wenige Tage
  • Erhitzen über 60°C für wenige Minuten
  • Erwärmen auf 45°C bei einer rel. Luftfeuchtigkeit von 85% für ein paar Stunden
  • Trocknen bei 25°C bei einer rel. Luftfeuchtigkeit von 25% für wenige Tage.

jeder muss also zu dem Thema seine eigene Entscheidung treffen

Zu guter Letzt:

Es ist mir wichtig, alles anzusprechen, jedoch möchte ich nochmals betonen, dass ich selbst noch von keinem Fall gehört oder gelesen habe. Ich sammle gern Wildpflanzen in der Natur und bin sehr dankbar, dass ich dies tun darf. Wichtig ist mit Achtung und Respekt zu sammeln und auch auf seinen Bauch zu hören. Wenn man denkt, fühlt hier stimmt was nicht, dann sollte man auch weitergehen und an einer anderen Stelle sammeln. Man kommt dadurch wieder mehr in die Eigenverantwortung und in das eigene Spüren und Fühlen. Achtsamkeitsübungen sind derzeit in aller Munde und dies gehört auch dazu.

Vielleicht könnt Ihr der Natur auch etwas zurückgeben. Vielleicht pflanzt Ihr schöne Bienenpflanzen in Euren Garten. Es gibt derzeit so ein großes Insektensterben, da ist es wichtig, dass jeder Einzelne etwas an die Natur zurückgibt, von der wir so reichhaltig beschenkt werden. Vielleicht könnt Ihr auch an Waldränder schöne Samenmischungen ausstreuen, um Insekten etwas zum Futter zu geben. Wir werden durch eine höhere Insektenzahl auch wieder mit Früchten beschenkt – es ist ein Kreislauf, in den es eine Freude ist, sich einzureihen.