Begriffsdefinition

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Begriffsbestimmungen:

Kräuter = krautige Pflanze
Wildpflanzen bezieht auch holzige Pflanzen wie Büsche und Bäume mit ein.

 


Pflanzen sicher erkennen: 

Es ist wichtig, dass Ihr Pflanzen sicher erkennen könnt. Deshalb lernen wir hier auch nur drei Pflanzen kennen. Die dafür aber gründlich. Denn es gibt leider auch giftige Vertreter im Wildpflanzenreich welche schwerwiegende Probleme verursachen können und sogar tödlich sein können.

zb wenn man statt Fichtenwipfel, Eibenwipfel als Honig ansetzt kann das tödlich ausgehen

Wenn Ihr Euch nicht sicher seid mit der Pflanze, dann macht ein Foto zur weiteren Bestimmung und nehmt die Pflanze nicht einfach mit. Denn meistens wirft man sie dann doch achtlos weg oder sie ist sogar giftig und es gibt Pflanzen, welche ihr Gift auch über die Haut übertragen.

Als Beispiel kann ich Euch den blauen Eisenhut in den Alpen nennen. Da gab es schon Fälle wo sich eine Frau einen Strauß geerntet hat und ins Tal gelaufen ist und dort zusammengebrochen ist und behandelt werden musste. Das Gift ist über die Haut in den Körper gelangt. Eine weitere Frau hat sich “nur” Samen des Eisenhuts für den Garten in ihre Hosentasche gesteckt. Auf einmal bekam sie Herzrasen und Lähmungserscheinungen in den Beinen. Der Führer der Gruppe hat zum Glück die Ursache gefunden. Also den blauen Eisenhut lasst auf alle Fälle stehen, aber es gibt auch noch andere sehr giftige Vertreter. Wenn Ihr Euch also nicht sicher seid, dann lasst die Pflanzen bitte stehen.

 


Keine geschützten Pflanzen ernten: 

Oft denkt man, dass bei uns alles in Fülle wächst. Aber es gibt leider auch viele bedrohte Pflanzenarten, welche im Laufe der letzten Jahre, Jahrzehnte unter Naturschutz gestellt wurden. Diese sind in der sogenannten roten Liste geführt.

Ich füge Euch hier einen Link ein, welcher zum Bundesamt für Naturschutz und der roten Liste führt. *klick*

Es lohnt sich immer wieder damit zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Auf einer professionellen Kräuterwanderung wird man auch auf die geschützten Pflanzen hingewiesen.

 


Naturschutzgebiete:

In Naturschutzgebieten ist das Sammeln von Pflanzen und Pflanzenteilen verboten. Es sind Rückzugsgebiete um die vielfältige Artenflora zu erhalten und wieder aufzubauen. Es ist wichtig diesen Schutzraum zu respektieren und zu achten. Macht Euch bitte kundig, wo in Eurer Nähe Gebiete als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind.

Im Zweifelsfall lässt man Pflanzen einfach stehen.

Eine Zuwiderhandlung kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 € geahndet werden.

 


Ernten im Jahreslauf: 

Das Schöne an den Wildpflanzen ist ja, dass sie regional und saisonal sind.

So sollten wir auch ernten.

Grundsätzlich kann man folgendes sagen: 

Im Frühjahr ist die Erntezeit für grüne Blätter
im Sommer ist die Erntezeit für Blüten
Im Spätsommer ist die Erntezeit für die Früchte
im Herbst und Winteranfang ist die Erntezeit für die Wurzeln

 


Ernten für den Eigengebrauch: 

Erntet nur so viel wie Ihr benötigt. So schützen wir die Natur und treiben keinen Raubbau.

Wichtig ist, dass man nie mehr als 1/3 einer Pflanze erntet

Wenn der Bestand gering ist, erntet man überhaupt nicht

Bitte nicht in einen Ernte-Rausch verfallen.

Ich erzähle Euch wie es mir ging. Als ich vor vielen Jahren den Bärlauch kennenlernte, meinte ich auch ich muss ihn unbedingt das ganze Jahr zu Hause haben, weil er so lecker schmeckte. Ich erstellte einige Gläschen Pesto, welche ich dann auch zur besseren Haltbarkeit eingefroren habe. Der Bärlauch schmeckte etwas über die normale Erntezeit hinaus noch sehr gut und ich war glücklich über meinen Vorrat. Aber dann geriet er in Vergessenheit. Andere Pflanzen waren dran. Und erst im nächsten Jahr, als die Bärlauchsaison wieder begann, holte ich die letzten Gläschen aus der Gefriere und schmeckte wieder köstlich. Da habe ich gelernt, dass alles seine Zeit hat. Im Frühjahr brauchen wir die entgiftende und reinigende Wirkung des Bärlauchs. Später würde es jedoch unser System schwächen, da kommen dann andere Pflanzen. Unsere Natur bietet uns soviel das ganze Jahr über, dass wir gar nicht soviel auf Vorrat produzieren müssen. Ein gutes Brennnesselpulver und ein paar andere Sachen sind für den Winter  hervorragend. Aber geht einfach im Jahreslauf mit und erntet was Euch die Natur gerade bietet.

 


Optimale Erntezeit: 

grüne Blätter am besten morgens, nachdem der Tau abgetrocknet ist

Blüten am frühen Mittag

Wurzeln am Abend

 


Energie-Austausch: 

Die Natur schenkt uns soviel und so ist es auch schön manchmal daran zu denken, was wir zurückgeben können. Warum nicht mal eine  Samenpackung “Wildblumen” am Waldrand verstreuen und so einfach auch mit Dankbarkeit etwas zurückgeben. Die Insektenwelt dankt es uns und wenn sich die Arten wieder mehr verbreiten, freuen wir uns auch, dass wir wieder etwas zum Ernten haben.